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Starbulls-Derby-Sieg gegen Landshut

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Derby-Sieg Nummer drei für die Starbulls Rosenheim gegen den EV Landshut: Die Grün-Weißen gewannen am zweiten Tag des neuen Jahres 2026 auch das dritte Prestigeduell dieser DEL2-Saison gegen den Lokalrivalen aus Niederbayern. Charlie Sarault, Dominik Kolb und Teemu Pulkkinen durften sich vor 4.425 Zuschauern im ROFA-Stadion als Torschützen feiern lassen. Starbulls-Torwart Christopher Kolarz freute sich über seinen ersten Shutout in dieser Spielzeit, an dem auch die starke Defensivleistung seiner Vorderleute ihren Anteil hatte. Die Hausherren kamen ohne eine einzige Strafzeit über die Runden!

Auf beiden Seiten fehlten an diesem Freitagabend wichtige Leute. Starbulls-Cheftrainer Jari Pasanen musste neben Lukas Laub und Johannes Achatz auch auf die angeschlagenen Stürmer Ville Järvelainen und Lewis Zerter-Gossage verzichten – sie sind auch für das Gastspiel am Sonntag in Düsseldorf keine Option. Im Team von Gästetrainer Uwe Krupp fehlten neben dem Langzeitverletzten etatmäßigen Kapitän Andreas Schwarz und einigen U21-Förderlizenzspielern auch Verteidiger Stanislav Dietz, während Alexander Dersch zwar startete, aber seinen Dienst früh quittieren musste.

Stark loslegende Starbulls verpassen frühen Führungstreffer

Die Grün-Weißen starteten fokussiert und druckvoll in die Partie. Schon in der ersten Spielminute hatten die Starbulls-Fans, die für eine herausragende Stimmung im pickepackevollen ROFA-Stadion sorgten, den Torschrei auf den Lippen: Gästekeeper Philipp Dietl war bei einem abgefälschten Schuss von C.J. Stretch schon geschlagen, doch die Scheibe blieb am Pfosten hängen. In den Folgeminuten schnürten die Hausherren den EVL phasenweise im Gästedrittel ein, brachten die Scheibe aber nicht im Gehäuse unter. Nach zehn Minuten war es mit der Rosenheimer Überlegenheit erst einmal vorbei. Landshut suchte und fand Torabschlüsse, allerdings ohne Christopher Kolarz im Rosenheimer Tor ernsthaft zu prüfen. Ein Schuss von Yannick Wenzel aus kurzer Distanz blieb zum Glück für die Grün-Weißen am Schlittschuh von Verteidiger Shane Hanna hängen (11.).

Landshut verschenkt zwei Alleingänge

Die Starbulls überzeugten mit taktischer Disziplin, konzentrierter Defensivarbeit und cleverem Zweikampfverhalten. Im eigenen Drittel und an den Banden ging kaum eine Scheibe verloren. Nur in der Anfangsphase des zweiten Spielabschnitts passte die Absicherung in zwei Situationen nicht. Beide Mal konnte Trevor Gooch durchstarten, aber beide Male brachte der Landshuter Stürmer keinen Abschluss zustande, gegen den der souverän spielenden Kolarz kein Rezept gehabt hätte (24./25.).

Rosenheimer Doppelschlag vor der zweiten Pause

Im Spiegelbild zum ersten Durchgang, holten sich ab Mitte des zweiten Drittels nun die Hausherren die Dominanz vom zuvor aktiveren Gästeteam zurück – und wurden mit dem Führungstor belohnt. Charlie Sarault eroberte in der gegnerischen Zone die Scheibe, sorgte beim Schuss von Scott Feser dann selbst für Verkehr vor dem Tor und staubte schließlich reaktionsschnell zum 1:0 ab (37.) – beim ersten Nachschuss von Jordan Taupert konnte Torwart Dietl den scheinbar sicheren Einschlag mit einem spektakulären Hechtsprung noch verhindern. 19 Sekunden vor der Sirene zur zweiten Pause erhöhte Dominik Kolb nach Pass von Joel Keussen auf 2:0. Kolbs Schuss aus halbrechter Position wurde vom Schläger des Ex-Rosenheimers Dylan Plouffe, der das erste oberbayerisch-niederbayerische Derby dieser Saison noch im Starbulls-Dress als Sieger erlebte, minimal abgefälscht und schlug unter der Latte im kurzen Eck ein.

Kolarz mit dem Glück des Tüchtigen

Die Gäste bemühten sich im Schlussabschnitt um den Anschlusstreffer, fanden aber weder Tempo noch Intensität noch spielerische Ideen, um die stabile Rosenheimer Abwehr zu knacken. Insbesondere die beiden Landshuter Topreihen mit den namhaften Stürmern Tobias Lindberg, Tor Immo, David Stieler, Jesse Koskenkorva und Trevor Gooch ließ die Starbulls-Defensive nicht zur Entfaltung kommen. Das, was trotzdem durchkam – für die gefährlichsten Szenen sorgten die dritte und vierte Sturmlinie der Gäste –, wurde zur Beute vom fehlerfrei spielende Christopher Kolarz. Der Rosenheimer Schlussmann profitierte einmal vom Glück das Tüchtigen, als er bei einem Schuss von Luis Scheibengraber keine Sicht hatte und den Puck mit der Hüfte an den Pfosten ablenkte (52.).

Geburtstagskind Pulkkinen trifft beim einzigen Powerplay

Da stand es aber bereits 3:0, weil die Starbulls die einzige Überzahlsituation des gesamten Spiels nutzen konnten: Teemu Pulkkinen, der am Spieltag 34 Jahre alt wurde, machte sich selbst ein Geburtstagsgeschenk. Der finnische Stürmer nahm ein Zuspiel von Maximilian Adam direkt und nagelte die Hartgummischeibe aus dem linken Bullykreis an den Schoner von Torwart Dietl, von wo aus sie rechts oben im Netz einschlug (50.). In den Schlussminuten hätten die Grün-Weißen das Resultat sogar noch deutlicher gestalten können. Gleich mehrere Großchancen blieben ungenutzt, unter anderem zwirbelte Sebastian Zwickl den Puck frei vor Torwart Dietl an die Latte (58.).

Rosenheim nun acht Punkte vor Landshut

Dank des dritten Derby-Erfolgs gegen Landshut – das erste Heimspiel ging mit 4:3 nach Verlängerung an Rosenheim, am vierten Advent siegten die Grün-Weißen auswärts mit dem gleichen Ergebnis nach regulärer Spielzeit – konnten die Starbulls ihren dritten Platz in der DEL2-Tabelle untermauern. Der Vorsprung auf den viertplatzierten EVL beträgt nun acht Punkte.

 Starbulls am Sonntag mit großer Fan-Unterstützung in Düsseldorf

Schon am Sonntag kommt es zum nächsten Highlight für die Starbulls Rosenheim. Dann sind die Grün-Weißen am 32. Spieltag der DEL2 bei der Düsseldorf EG zu Gast. Spielbeginn im PSD Bank Dome im Stadtteil Rath ist um 17 Uhr (Liveübertragung: www.sporteurope.tv). Die Starbulls können sich auf die herausragende Unterstützung von rund 1.000 Anhängern in der knapp über 13.000 Zuschauer fassenden Arena freuen. Das erste Gastspiel in Düsseldorf am 2. November gewannen die Starbulls 6:1 und die DEG geriet in rapide Talfahrt. Kurz vor Weihnachten wechselte dann Rich Chernomaz vom Posten des Cheftrainers in die Rolle des Sportdirektors – und mit dem neu verpflichteten Headcoach Harry Lange kam die Wende. Aus den letzten fünf Spielen holten die Düsseldorfer elf Punkte. Die letzten drei Heimauftritte wurden allesamt gewonnen – gegen Kassel (4:2), gegen Kaufbeuren (5:2) und der Auftakt im neuen Jahr gegen Freiburg (3:2 nach Shootout).

Dass die DEG am Freitag nicht reisen musste, sondern den ersten Teil eines Heimspiel-Doppels bestritt, macht die Sonntagsaufgabe für die Grün-Weißen im rund 700 Autobahn-kilometer entfernten Düsseldorf nicht leichter. „Alle Mannschaften sind jetzt ein bisschen müde. Ich bin gespannt, was für eine Energieleistung wir da auf das Eis schmeißen können, aber ich bin mir sicher, dass alle Spieler ihr Bestes tun. Düsseldorf spielt jetzt strukturierter, die Defensivleistung ist besser, und deswegen wird so ein Spiel wie beim letzten Mal garantiert nicht passieren. Ich hoffe, dass wir mithalten und unseren Fans ein enges Spiel bieten können“, gab Starbulls-Chefcoach Jari Pasanen am Freitagabend nach dem Heimspiel gegen Landshut zu Protokoll.

Pressemitteilung Starbulls Rosenheim e.V.  – Fotos: Michael Anner junior, Prien a. Chiemsee

 


Redaktion

Toni Hötzelsperger

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