Kirche

Sitzung des Synodalen Gremiums

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Das Synodale Gremium im Erzbistum München und Freising ist unter dem Vorsitz des Erzbischofs, Kardinal Reinhard Marx, am Samstag, 7. März, zu seiner fünften Sitzung im Erzbischöflichen Palais in München zusammengekommen. Mit der Gründung des Gremiums hatte die Erzdiözese München und Freising im Mai 2024 einen verlässlichen Ort der synodalen Beratung und Abstimmung auf diözesaner Ebene geschaffen. Bei der jüngsten Sitzung betonte Kardinal Marx zu Beginn:

„Gemeinsam wollen wir im Erzbistum München und Freising eine synodale Kultur auf allen Ebenen stärken. Und dabei fangen wir ja nicht beim Punkt Null an, denn wir schauen zurück auf eine lange Geschichte der Beteiligung des Gottesvolkes.“ Jetzt nehme man die Impulse des weltweiten Synodalen Prozesses und des Synodalen Weges in Deutschland auf. „Synodalität muss konkret gelebt werden, in den Pfarreien wie auch insgesamt in der Erzdiözese. So bleiben wir nah an den Verhältnissen und Themen vor Ort und können etwas bewegen“, betonte der Erzbischof von München und Freising.

Im Blick auf die Umsetzung der bisher verabschiedeten Voten nahmen die Mitglieder des Synodalen Gremiums positiv wahr, dass bei der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz das Anliegen der Zulassung der Predigt von nichtgeweihten Seelsorgern und Seelsorgerinnen in der Eucharistiefeier aufgegriffen wurde und eine Klärung in Rom erreicht werden soll. Zustimmung fand bei den Mitgliedern auch der Bericht über die Fortschritte im Hinblick auf die Ausbildung und Zulassung von Ehrenamtlichen im Beerdigungsdienst. Hier wurde ein modulares Curriculum für eine qualifizierte Ausbildung erarbeitet, die voraussichtlich bereits im Herbst 2026 starten soll.

Das Gremium tauschte sich in seiner jüngsten Sitzung eingehend zum Abschlussdokument der Weltbischofssynode „Für eine Synodale Kirche“ aus, das alle Getauften zu einem gemeinsamen Kulturwandel einlädt, aber auch zu Überlegungen zu strukturellen Veränderungen. Dabei sei eine Kultur des Hörens, die Ausrichtung an der gemeinsamen Sendung der katholischen Kirche, eine noch stärkere Beteiligung von Laien und die Transparenz von Entscheidungsprozessen wichtig. Als wesentlich wird die Förderung einer Kultur der Rechenschaft und Evaluation auf allen Ebenen gesehen. Die Mitglieder des Synodalen Gremiums stellten übereinstimmend fest, dass viele dieser Aspekte im Erzbistum München und Freising schon gelebte Praxis sind und gleichzeitig eine Weiterentwicklung gefragt ist.

So konkretisierte das Gremium sein Votum zur Einführung eines Rechenschaftsberichtes des Erzbischofs. Im Frühjahr 2027 soll eine Diözesanversammlung einberufen werden. Vor dieser wird Kardinal Marx seinen Blick auf die aktuellen Herausforderungen im Erzbistum darlegen, seine Ziele für die kommenden zwei Jahre vorstellen und zur Mitwirkung an deren Umsetzung einladen. Am Ende soll ein Rechenschaftsbericht und ein Prozess der Evaluation zu diesen Zielen stehen. Auf Ebene der Pfarreien sollen die Chancen einer solchen synodalen Kultur für die Arbeit der neugewählten Pfarrgemeinderäte noch stärker erschlossen und dafür Multiplikatoren ausgebildet werden.

Das Synodale Gremium, das zwei Mal pro Jahr tagt, setzt sich aus insgesamt 15 Vertreterinnen und Vertretern der im Kirchenrecht vorgesehenen Gremien und der Diözesanleitung zusammen. Dazu gehören Erzbischof Kardinal Reinhard Marx als Vorsitzender des Synodalen Gremiums (ohne Stimmrecht), die Mitglieder des geschäftsführenden Vorstands des Diözesanrats der Katholiken, zwei Mitglieder des Diözesansteuerausschusses, die drei Sprecher des Priesterrates sowie von Seiten der Diözesanleitung der Generalvikar des Erzbischofs, die beiden Weihbischöfe und die Amtschefin des Erzbischöflichen Ordinariats.

Bericht: Erzbischöfliches Ordinariat München  / Archiv-Foto: Hötzelsperger (Raum der Stille auf Messe in Berlin)



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Toni Hötzelsperger

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