Naturbeobachtungen am Chiemsee –
Bei fast schon frühlingshaften Temperaturen machte ich mich auf den Weg zur Hirschauer Bucht, die ich mit dem Rad auf der zwischenzeitlich wieder freigegeben Zufahrt erreichte. Das Eis in der Bucht war schon weitgehend getaut. Unter der verbliebenen Eisfläche suchten offensichtlich zahlreiche Weißfische noch Schutz vor hungrigen Fischjägern. Doch Silber- und Graureiher nutzen zwischenzeitlich aufgetaute kleine Eislöcher, um erfolgreich die nun ungeschützten Fische, überwiegend Aitel, zu jagen. Gänsesäger tauchten jetzt ebenfalls unter das Eis, während Rostgänse und Spießenten bei extrem niedrigem Wasserstand schon in der Buchtmitte gründelnd den Seeboden erreichten. Mittelmeermöwen stritten um eine vom schmelzenden Eis freigegebenen tote Schleie, zwei Seeadler fraßen gemeinsam abwechselnd ebenfalls an einem Kadaver am östlichen Seeufer. Auch Kormorane entdecken den Eisrand als lohnendes Jagdrevier. Plötzlich einsetzender Sturm mit Regenschauern beendete meinen Ausflug an den Chiemsee.
Text und Fotos: Andreas Hartl




















