Kultur

Schleching: Streichen Stehle errichtet

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Ehrung der Unterstützer zur Rettung des historischen Berggasthofes Streichen im Bergsteigerdorf Schleching  – „Tafelrunde der Streichenritter“

Bei einem Besuch auf dem Streichen, konnte eine kürzlich errichtete zwei Meter hohe Stehle unterhalb der St Servatius Kirche besichtigt werden. Sie soll als besondere Würdigung für besondere Menschen verstanden werden. Die Stehle erinnert jetzt an Persönlichkeiten, die sich um die Rettung des Berggasthof Streichen außergewöhnliche Verdienste erworben haben. Zu den Menschen, deren Namen auf der Stehle aus Cortenstahl verewigt sind, gehören der 2024 verstorbene ehemalige bayerische Landtagspräsident Alois Glück ebenso wie der 2025 verstorbene ehemalige Bundespräsident Horst Köhler. Gewürdigt werden die Geschwister Anneliese Laute mit ihren Brüdern Hans und dem Streichenwirt Franz Strohmayer, der den Berggasthof bis zu seinem Tod im Jahre 2020 in zweiter Generation geführt hat und der Schlechinger Altbürgermeister Fritz Irlacher.

Auf der Stehle finden sich zudem die Namen des Ortsheimatpfleger Hartmut Rihl und des langjährigen Vorsitzenden des örtlichen Kulturfördervereins, Bodo Sperling. In den Kreis der „Tafelrunde der Streichenritter“ aufgenommen und auf der Stehe verewigt wurde mit Theo Eberhard auch einer der Initiatoren von Kultur Erbe Bayern, der sich auch in seiner Funktion als Dekan der Fakultät Tourismus an der Hochschule München zu Lebzeiten stark gemacht hatte. Mit der „Tafelrunde der Streichenritter“ wird zudem an die Ritter erinnert, die oberhalb der heutigen Streichenkirche bereits im 12. Jahrhundert zu Ehren des heiligen Servatius dort eine kleine Burgkapelle gebaut hatten.

Statement von Thomas Wilde

„Mit der umsichtigen Sanierung des Berggasthof Streichen werden wir den kommenden Generationen ein lebendiges Denkmal bayerischer Wirtshauskultur hinterlassen. Nicht vergessen werden mögen jedoch auch all die Menschen, die durch ihren ganz persönlichen Einsatz dazu beigetragen haben, dass wir den Berggasthof gemeinsam mit der Stiftung Kultur Erbe Bayern erwerben konnten“, so Thomas C. Wilde, Vorstand der Yvonne & Thomas Wilde Familienstiftung. „Unser besonderer Dank gilt den zahlreichen aktiven Unterstützern aus den Reihen der Bürgerinitiative „Streichenfreunde“, deren Einsatz noch in besonderer Weise gewürdigt wird.“

 Im Frühjahr 2026 können die ersten Gäste kommen

Die gemeinnützige Stiftung hatte 2021 die Initiative ergriffen, den historischen Gasthof Streichen zu retten und zu sanieren. Für das ambitionierte Projekt konnte die Stiftung Kultur Erbe Bayern als Partner mit dem Ziel gewonnen werden, den Gasthof als typisch bayerisches Wirtshaus mit elf Gästezimmern wieder zum Leben zu erwecken, und für die kommenden Generationen zu erhalten. Der historische Berggasthof Streichen wird seine ersten Gäste nach der umfangreichen Sanierung zum Frühjahr 2026 begrüßen können.

Die Wilde Familienstiftung hat sich auf die Fahnen geschrieben, Spuren für die kommenden Generationen zu hinterlassen. „Wir möchten durch unser Engagement einen nachhaltigen Beitrag leisten, damit unsere Region auch weiterhin einen festen Platz auf der touristischen Landkarte für sich beanspruchen kann“, so Stiftungsvorstand Thomas C. Wilde.

Bericht und Fotos: Sybilla Wunderlich



Redaktion

Toni Hötzelsperger

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