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Rosenheim erinnert am Weltfrauentag

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Zum Weltfrauentag am 08. März 2026 erinnert die Stadt Rosenheim an die vielfältigen Angebote zum Schutz vor häuslicher Gewalt. Getragen wird das gesamte Rosenheimer Schutz- und Hilfesystem von einem breiten Fachnetzwerk: Polizei, Kliniken, etliche Beratungsstellen, Justiz und Stadt arbeiten durch den „Runden Tisch Häusliche Gewalt“ eng zusammen.

„Der Schutz vor häuslicher Gewalt gehört zu den wichtigsten Aufgaben dieser Stadt. Frauen und Kinder müssen sich auf ein starkes Netz verlassen können. Wir haben den Auftrag, Betroffene zu schützen – und wir nehmen ihn ernst. Gewalt gegen Frauen ist eine Haltungsfrage, die vom Herzen getragen wird“, so Oberbürgermeister Andreas März.

Das Frauenhaus des Sozialdienst katholischer Frauen und die Beratungsstelle MaVia, der ehemalige Frauen- und Mädchennotruf, gehören dabei zu den zentralen Anlaufstellen für Opfer häuslicher Gewalt. Dort finden sie Schutz, psychosoziale Beratung, Unterstützung im Kontakt mit Behörden und Unterstützung in der Sorge für ihre Kinder erhalten. Sie werden unter anderem von der Stadt seit Jahren finanziell tatkräftig unterstützt. Ziel ist es, Betroffenen rund um die Uhr Schutz, Beratung und eine verlässliche Perspektive zu bieten.

Doch Schutz beginnt nicht erst an der Tür des Frauenhauses. Angebote der Jugendarbeit, der Obdachlosenhilfe, der Migrationsberatung und weiterer sozialer Einrichtungen wie der Telefonseelsorge erreichen Menschen, die in besonderem Maß gefährdet sind. Auch hier investiert die Stadt erhebliche finanzielle Mittel – und stärkt damit indirekt ebenfalls den Schutz vor Gewalt.

Auch Sozialamt und Jugendamt leisten wichtige Beiträge für Familien, die von Gewalt betroffen oder bedroht sind. Mit einem Bündel aus früher Beratung, enger Zusammenarbeit mit Schulen und Beratungsstellen sowie gezielten Unterstützungsangeboten arbeitet die Stadt daran, häusliche Gewalt bereits im Ansatz zu verhindern und betroffene Familien besser zu schützen.

Häusliche Gewalt beginnt oft leise: Kontrolle über den Alltag, Demütigungen, Drohungen, dem Überwachen des Handys oder der Entzug von Geld gehören ebenso dazu – lange bevor es zu körperlichen Übergriffen kommt. Häusliche Gewalt umfasst alle Formen körperlicher, psychischer, sexueller und wirtschaftlicher Gewalt zwischen Personen in familiären oder (ex-)partnerschaftlichen Beziehungen, und sie geschieht im vertrauten Umfeld – und betrifft überwiegend Frauen und ihre Kinder. Sie kann schnell zur existenziellen Bedrohung werden.

Rosenheim setzt die Vorgaben der Istanbul-Konvention konsequent um. Die Istanbul-Konvention verpflichtet neben Bund und Ländern auch die Kommunen dazu, Schutzräume, Beratungsstellen und Präventionsangebote vorzuhalten. Aktionen wie der „Orange Day“ sorgen zudem dafür, dass das Thema Gewalt gegen Frauen und Kinder regelmäßig in den öffentlichen Fokus rückt. Auch der von der Stadt eingerichtete Platz für Kinderrechte und die damit verbundenen Beratungsangebote setzen ein klares Zeichen gegen häusliche Gewalt. Er steht zugleich für das Recht jedes Kindes auf eine gewaltfreie Erziehung – ein sichtbares Signal dafür, dass Schutz, Respekt und ein liebevolles Miteinander zentrale Werte unserer Stadt sind. Durch regelmäßige Informationsveranstaltungen wird das Bewusstsein für Kinderrechte und gewaltfreie Erziehung weiter gestärkt. Gerade im Präventionsbereich versucht die Stadt mit starken Partnern den Schulterschluss, um die Öffentlichkeit bestmöglich zu erreichen.

Mit diesem Zusammenspiel aus Schutzraum, Beratung, Prävention und sozialer Unterstützung stellt Rosenheim sicher, dass Betroffene schnell Hilfe finden – und nicht allein bleiben.

„Gleichzeitig ist klar: Der Schutz vor häuslicher Gewalt kann nicht allein von den Kommunen getragen werden. Auch der Freistaat Bayern und der Bund stehen in der Verantwortung – insbesondere der Freistaat, der eine klare Finanzierungs- und Sicherstellungsverantwortung besitzt. Ich jedenfalls stehe fest hinter dem Frauenhaus und MaVia – auch finanziell. Denn die Stadt Rosenheim setzt sich seit vielen Jahren konsequent für den Schutz und die Unterstützung von Betroffenen häuslicher Gewalt ein – und verstärkt ihren Einsatz für Frauen und Kinder kontinuierlich“, so März

Bericht und Foto: Stadt Rosenheim 

 

 

 

 



Redaktion

Toni Hötzelsperger

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