Pflege auf dem Weg zur Exzellenz – RoMed Kliniken führen Stabstelle Praxisentwicklung ein und Felicitas Reitmeier übernimmt Verantwortung
Bad Aibling, Prien, Rosenheim, Wasserburg – Die RoMed Kliniken etablieren eine Stabstelle für Praxisentwicklung und betrauen Felicitas Reitmeier mit der verbundweiten fachlichen Steuerung. Der Schritt stärkt die evidenzbasierte Pflege und richtet die Versorgung noch konsequenter am Patientenwohl aus.
Warum die Stabstelle jetzt kommt
Immer mehr Absolventinnen und Absolventen pflegebezogener Studiengänge arbeiten direkt in der Akutpflege. Dort treffen sie häufig auf gewachsene Routinen – und auf den Satz „Das haben wir schon immer so gemacht“. Zugleich hat die Ökonomisierung der vergangenen DRG-Jahre mancherorts die Fachlichkeit überlagert. Die RoMed Kliniken setzen einen Kontrapunkt: zurück zur professionellen Pflege, die sich an Evidenz orientiert, klinische Assessments beherrscht und Ergebnisse misst. „Wir sind in den RoMed Kliniken wirklich schon gut und wollen noch besser werden – sprichwörtlich sind wir in der Pflege auf dem Weg zur Exzellenz. Das kann man so auch als Motto und Motivation sehen“, sagt RoMed-Pflegedirektorin und Prokuristin Judith Hantl-Merget.
Die Stelleninhaberin
Felicitas Reitmeier – eine gebürtige Rosenheimerin, die 29 Jahre alt ist – übernimmt als ausgewiesene Praktikerin die neue Funktion. Sie kennt alle Standorte aus der Zentralen Praxisanleitung, verfügt über einen Abschluss in der Pflegewissenschaft (Bachelor of Science) und hat einen Master of Science für Advanced Nursing Practice sowie umfassende klinische Erfahrung. Ihr Auftrag: die neue Rolle mit Leben erfüllen und dabei die Funktion der akademisierten Pflegefachkräfte im Verbund schärfen, Widerstände produktiv wenden und die Teams auf Station stärken. In enger Zusammenarbeit mit den Leitungen der einzelnen Bereiche soll der Blick auf die Fachlichkeit der Pflege konzentriert werden. Anders als in manchen Universitätskliniken, wo ähnliche Funktionen stärker am Schreibtisch verortet sind. Die Stabstelle bei den RoMed Kliniken soll sichtbar in der Versorgung mitwirken und dabei Pflegeschichten begleiten, Prozesse coachen, fachlich anleiten – mit Weisungsbefugnis und unmittelbarer Nähe zu den Patienten.
Konkretes Projekt: Einführung digitaler Pflegestandards
Vor zwei Jahren haben die RoMed Kliniken gemeinsam mit einem externen Partner digitale, evidenzbasierte Pflegestandards – es gibt über 500 an der Zahl – eingeführt. Unter Leitung von Felicitas Reitmeier folgt nun der flächendeckende Roll-out. In Zusammenarbeit mit den einzelnen Stationen werden die Inhalte vermittelt und geschult. Der Plan ist, dass neu eingeführte Standards spätestens nach drei Monaten im Routinebetrieb angekommen sind – mit klaren Zielen, festen Fristen und transparentem Monitoring.
Umsetzung in der Praxis: Pflegevisiten und Assessments
Die Stabstelle etabliert verbundweit Pflegevisiten, begleitet die akademisierten Pflegefachkräfte sowie klinischen Assessments und sorgt dafür, dass neue Evidenz nicht im Klinikalltag untergeht, sondern die tägliche Versorgung verbessert. Felicitas Reitmeier arbeitet eng mit den einzelnen Pflegeteams zusammen, vermittelt Sicherheit in der Anwendung der Standards und stärkt die fachliche Leitungsebene auf Station – auf Augenhöhe mit der disziplinarischen Führung.
Wirkung für Patientinnen, Patienten und Teams
Die Zielsetzung ist klar: Die Pflege wird strukturiert auf ein höheres Niveau gehoben – fachlich und organisatorisch. Das führt zu mehr Patientensicherheit, verlässlichen Abläufen und messbaren Ergebnissen, gerade in komplexen Bereichen der Akutversorgung. Zugleich werden dabei attraktive Entwicklungspfade für akademisierte Pflegekräfte geschaffen. „Mit der Stabstelle für Praxisentwicklung wird der Qualitätsanspruch der Pflege wieder stärker in den Fokus gerückt und zur sichtbaren Leitwährung. Evidenzbasierte Standards, Pflegevisiten und klare Verbindlichkeit bilden das Fundament – nah an der Praxis und dem Ziel vor Augen: exzellente Pflege, die bei den Patientinnen und Patienten ankommt“, fasst Hantl-Merget zusammen.
Bericht und Foto: RoMed Kliniken





