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RO: Landratskandidat der Bayernpartei

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Die Aufstellungsversammlung der Bayernpartei für die Landratswahl 2026 fand vor kurzem im Gasthof Hochries in Frasdorf statt. Der Kreisvorsitzende und Kreisrat Helmut Freund konnte hierzu zahlreiche Mitglieder aus dem gesamten Kreisverband begrüßen. Als Wahlleiter fungierte der Bad Aiblinger BP-Stadtrat und Bürgermeisterkandidat Florian Weber.

Helmut Freund wurde von den anwesenden Mitgliedern einstimmig zum Landratskandidaten der BAYERNPARTEI für den Landkreis Rosenheim gewählt. In seiner anschließenden Rede bedankte sich Freund herzlich für das große Vertrauen und stellte die zentralen Schwerpunkte seiner Kandidatur vor.

Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt für Freund auf einer grundlegenden Reform der kommunalen Finanzstrukturen. Landkreise, Städte und Gemeinden müssten immer mehr Pflichtaufgaben erfüllen, ohne dass diese dauerhaft und verlässlich von Bund und Freistaat finanziert würden. Als Landrat sehe er seine Aufgabe nicht darin, diese Entwicklung lediglich zu verwalten, sondern die Interessen des Landkreises Rosenheim geschlossen und mit Nachdruck auf Landes- und Bundesebene zu vertreten. Ziel sei es, das Konnexitätsprinzip wieder konsequent durchzusetzen und den Kommunen Planungssicherheit sowie Handlungsspielräume zurückzugeben. Darüber hinaus hob Freund die Bedeutung von Bildungschancen für alle Generationen hervor. Der Landkreis Rosenheim solle sich als moderne Bildungsregion verstehen, in der berufliche und akademische Bildung gleichwertig anerkannt werden. Entscheidend sei es, individuelle Talente früh zu fördern und jungen Menschen wie auch Erwachsenen verlässliche Perspektiven zu eröffnen.

Ein persönliches Kernanliegen ist für den Landratskandidaten das Ehrenamt. Als langjährig engagierter Ehrenamtler, beispielsweise aktuell als Trachtenvorstand, wisse er aus eigener Erfahrung, wie viel Verantwortung und Zeit Ehrenamtliche in Feuerwehr, Rettungsdiensten, Vereinen und sozialen Organisationen übernehmen. Dieses Engagement müsse nicht nur wertgeschätzt, sondern auch konkret unterstützt werden – insbesondere durch den Abbau unnötiger bürokratischer Hürden. Auch das Thema Soziales, Wohnen und Bauen spielte in der Rede eine zentrale Rolle. Freund sprach sich für bezahlbaren Wohnraum insbesondere für Familien, Studierende und Auszubildende, Pflegekräfte und Menschen aus, die im Landkreis arbeiten und verwurzelt sind. Dabei müsse der Fokus klar auf Innenentwicklung, Nachverdichtung und heimatverträglichem Bauen liegen, um zusätzlichen Flächenverbrauch zu vermeiden und die gewachsene Baukultur der Region zu erhalten. Beim Thema Unterbringung schutzbedürftiger Menschen betonte Freund, dass humanitäre Verantwortung und Bürgerbeteiligung zusammengehören. Entscheidungen dürften nicht über die Köpfe der Gemeinden und der betroffenen Bevölkerung hinweg getroffen werden. Transparente Information und frühzeitige Einbindung vor Ort seien Voraussetzung für Akzeptanz und tragfähige Lösungen.

In seinem Plädoyer verwies Freund zudem darauf, dass Politik der BAYERNPARTEI wirkt. Als Kreisrat habe er die Bürgerinitiative in Frasdorf fachlich und inhaltlich unterstützt, insbesondere durch seine Initiative bei der Anwendung von §45 der Straßenverkehrsordnung. In der Folge sei es gelungen, das Thema Ausweichverkehr auf Bundesebene im Bundesverkehrsministerium klar zu adressieren. Auf dieser Grundlage konnten rechtliche Klarstellungen erreicht werden, die es ermöglichen, bei Stau auf der Autobahn Durchfahrtsverbote für den Ausweichverkehr an Wochenenden und Feiertagen – konkret von Freitag bis Sonntag sowie an gesetzlichen Feiertagen – für die anliegenden Gemeinden anzuordnen.

Freund machte zugleich deutlich, dass Regelungen nur dann wirksam seien, wenn sie auch konsequent kontrolliert und durchgesetzt würden. Die zuletzt erneut deutlich spürbaren Verkehrsbelastungen entlang der Verkehrsachse im Inntal zeigten, dass hier weiterer Handlungsbedarf bestehe. Er kündigte an, sich weiterhin dafür einzusetzen, dass die bestehenden Durchfahrtsverbote konsequent umgesetzt werden und die Polizei die dafür notwendigen personellen und organisatorischen Kapazitäten erhält. Dabei betonte Freund ausdrücklich, dass es nicht um Kritik an der Arbeit der Polizei gehe, sondern um die Schaffung der Rahmenbedingungen, damit geltende Regeln auch wirksam durchgesetzt werden können. Ziel sei eine nachhaltige Entlastung der betroffenen Orte, mehr Verkehrssicherheit und ein wirksamer Schutz der Bevölkerung – auch über die Grenzen des Landkreises Rosenheim hinaus.

Zum Abschluss seiner Rede formulierte Freund sein Ziel klar und prägnant: „Die Heimat erhalten – den Landkreis Rosenheim gestalten!“

Pressemitteilung BAYERNPARTEI Kreisverband Rosenheim

 


Redaktion

Toni Hötzelsperger

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