Land- & Forstwirtschaft

RegioAgrar 2026 – Eröffnung

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Mit einem Eröffnungsempfang auf dem Stand des Bayerischen Bauernverbands (BBV) ist die RegioAgrar Bayern 2026 offiziell gestartet. Vertreterinnen und Vertreter aus Landwirtschaft, Politik, Wirtschaft und Verbänden kamen zusammen, um den Auftakt der bedeutenden Fachmesse für die regionale Agrarbranche zu feiern und aktuelle Herausforderungen wie Chancen der Branche in den Fokus zu rücken.

BBV-Bezirkspräsident Stephan Bissinger begrüßte die Anwesenden und betonte die besondere Bedeutung der Messe als „Drehscheibe“ und Marktplatz des Austauschs für Landwirtschaft, Politik und Wirtschaft. Der Stand des Bayerischen Bauernverbandes verstehe sich dabei als zentrale Anlaufstelle für fachlichen Dialog, Beratung und kollegialen Austausch. Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen – von wachsender Bürokratie bis zu volatilen Märkten – stellte er den unternehmerischen Mut und die Widerstandskraft der bäuerlichen Betriebe in den Mittelpunkt. Mit Blick auf Zukunftsthemen wie Künstliche Intelligenz warb er für Offenheit gegenüber neuen Technologien, die als Werkzeuge zur Effizienzsteigerung und Entlastung der Betriebe verstanden werden sollen. Abschließend dankte Bissinger den Organisatoren sowie den ehrenamtlich Engagierten und leitete zu den Grußworten über.

Als Gastgeber richtete Lars Jaeger, der Geschäftsführer des RegioAgrar-Veranstalters European Green Exhibitions GmbH (E.G.E.), seinen Dank an die Aussteller, die den Erfolg der Messe möglichmachten. Ebenso sprach Jaeger Dank an den BBV für die gute Zusammenarbeit aus. Man habe Wort gehalten und die dritte Halle in Beschlag genommen – und das in herausfordernden Zeiten für die Branche. Kundenbindung werde auf der RegioAgrar Bayern großgeschrieben. Austausch und Netzwerken seien die entscheidenden Komponenten. Das Schaffen einer fast familiären Atmosphäre sei Lohn des gemeinsamen Agierens und Festhalten an den besonderen Öffnungszeiten. „Die RegioAgrar Bayern ist in ihrer 14. Durchführung ganz deutlich auf Wachstumskurs und damit ein unumstößlicher Termin im landwirtschaftlichen Veranstaltungskalender. Die Flächenweiterung um etwa 12 Prozent gegenüber dem letzten Jahr ist Ausdruck eines immer intensiver werdenden Austausches zwischen den Akteuren zu den drängendsten Fragen der Branche. Damit ist die Messe der Gegenentwurf zu den Algorithmen der Online-Plattformen“, so Jaeger.

Die RegioAgrar Bayern sei der zentrale Treffpunkt, um Landwirtschaft in Schwaben, Oberbayern und Mittelfranken greifbar zu machen, Dialoge anzustoßen und tragfähige Netzwerke zu knüpfen, so BBV-Präsident Günther Felßner in seiner Rede. Sie mache die Vielfalt regionaler Betriebe erlebbar und zeige, wie Landwirtschaft vor Ort gemeinsam gestaltet werden kann. „Wir wollen gemeinsam Land und Forstwirtschaft für morgen gestalten“, betonte er. Die Messe eröffne konkrete Perspektiven durch innovative und an die Bedürfnisse vor Ort angepasste Technik, nachhaltige Praktiken sowie Lösungen in den Bereichen Energie und Digitalisierung. Damit stärke sie familiengeführte Höfe und positioniere die Branche als aktiven Gestalter der Zukunft. Mit Blick auf die Agrarpolitik unterstrich Präsident Felßner: „2026 muss das Jahr der Entscheidungen sein. Als Gesellschaft brauchen wir jetzt den Mut, voranzugehen. Ob Ernährungssicherung, Energie, Bioökonomie oder Ressourcenschutz, die Landwirtschaft ist in allen Bereichen gefragt und kann einen entscheidenden Beitrag leisten.“ Die RegioAgrar sei der ideale Ort, um diesen Mut in konkretes Handeln zu übersetzen und gemeinsam eine regionale, resiliente und zukunftsfähige Landwirtschaft zu gestalten.

Bezirksbäuerin Christiane Ade stellte zum Abschluss das von den Vereinte Nationen ausgerufene UN-Jahr der Bäuerin und Landwirtin 2026 in den Mittelpunkt. Frauen seien tragende Säulen der Landwirtschaft, prägten Wertschöpfung, Nachhaltigkeit und Kulturlandschaft. Angesichts des bevorstehenden Generationenwechsels auf vielen Höfen forderte Ade gleiche Chancen für Frauen in der Hofnachfolge und mehr weibliche Führungskräfte. Dafür brauche es verlässliche politische Rahmenbedingungen, mehr gesellschaftliche Wertschätzung sowie gezielte Förder-, Beratungs- und Bildungsangebote. „Frauen stärken heißt Landwirtschaft stärken.“

Messe-Informationen:

  • Titel: RegioAgrar Bayern 2026
  • Ort: Messe Augsburg, Am Messezentrum 5, 86159 Augsburg
  • Öffnungszeiten:
    • Dienstag, 24.02.2026 von 13:00 bis 22:00 Uhr
    • Mittwoch, 25.02.2026 von 13:00 bis 22:00 Uhr
    • Donnerstag, 26.02.2026 von 13:00 bis 20:00 Uhr
  • Veranstalter:
    • European Green Exhibitions GmbH
    • Messedamm 22
    • 14055 Berlin

Bericht und Foto: Bayerischer Bauernverband



Redaktion

Toni Hötzelsperger

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