Nach altem Brauch machten sich vergangen Samstag rund 35 Gläubige um sechs Uhr morgens zu Fuß auf den Weg auf den 38 Kilometer langen Weg hinauf nach Maria Eck. Bereits in der Notzeit des 30-jährigen Krieges und der Pest pilgerten viele zum Gnadenbild der Mutter Gottes und beteten um Hilfe und Trost.
Nach dem Pilgersegen in der Pittenharter Pfarrkirchen gings mit Glockengeläut auf den Weg über Oberbrunn, Pavolding, Seebruck, am Ufer des Chiemsees entlang nach bis nach Chieming, wo die erste Pause zum Mittagessen eingelegt wurde und im Anschluss in der Chieminger Pfarrkirche ein Bußgottesdienst gefeiert wurde zu dem sich weitere Wallfahrer gesellten. Etwa 45 Menschen waren es, die sich nach dem Bußgottesdienst weiter auf den Weg machten. Für die Kaffeepause am Nachmittag hatten die Frauengemeinschaft von Vachendorf wieder Kaffee, Kuchen und Brotzeiten vorbereitet und so ging gestärkt für die letzte Etappe des Weges über Bad Adelholzen, den Berg hinauf nach Maria Eck.
Angeführt wurde auch dieses Jahr die Gruppe von Sepp Reithmeier, der wieder das Kreuz, dieses Jahr zum 48zigsten Mal vorangetragen hatte. Für die Begleitung mit dem Auto stellte sich Englbert Vodermaier zur Verfügung.
Zum Gottesdienst in der Wallfahrtskirche um 17.00 Uhr wurden die Pittenharter ganz herzlich von Pater Marek, Bruder der Franziskaner Minoriten der Provinz St. Elisabeth, begrüßt. Der Pater spannte in seiner Predigt einen Bogen zwischen den „Pilgern der Hoffnung“, was Papst Franziskus als Motto für das heilige Jahr 2025 wählte und dem aktuellen Zeitgeschehen. Das von Papst Franziskus ausgerufene und an Heiligabend von ihm eröffnete Jubeljahr soll nicht nur in Rom, sondern in den Ortskirchen auf der ganzen Welt begangen werden, wie auch auf den offiziellen Seiten des Bistums zu lesen ist. Neben dem Liebfrauendom hat der Erzbischof von München und Freising zudem sechs weitere „Jubiläumskirchen“ benannt, zu deren Besuch die Gläubigen besonders eingeladen sind: die Jesuitenkirche St. Michael in der Münchner Fußgängerzone und die Basilika Heilig Kreuz in Scheyern, sowie die Wallfahrtskirchen Maria Eich in Planegg, Maria Birkenstein in Fischbachau, Maria Eck in Siegsdorf und Maria Birnbaum in Sielenbach. In den Jubiläumskirchen im Erzbistum sind die Gläubigen in besonderer Weise zur Umkehr, wie dem Empfang des Bußsakraments und zum Gebet eingeladen, was auch Pater Marek in seiner Predigt in den Mittelpunkt stellte.
Nach dem Gottesdienst und dem Schlusssegen freute sich die Wallfahrtsgruppe auf ein kühles Bier und ein deftiges Abendessen, zu dem in die Klostergaststätte eingekehrt wurde. Zufrieden, wenn auch müde und etwas erledigt, wurde am frühen Abend dann nachhause gefahren.
Bericht und Foto: Emmy Künzner-Hingerl




