Mit ihrem Osterbrief 2026 erinnert die Chiemgauer Rumänienhilfe an die anhaltende Not vieler Menschen in Rumänien und in den Kriegsgebieten der Ukraine. Gleichzeitig blickt der Freundeskreis dankbar auf zahlreiche Hilfsaktionen zurück, die durch die Unterstützung vieler Spenderinnen und Spender möglich wurden.
Seit über 30 Jahren engagiert sich die Initiative für Bedürftige in Rumänien. In den vergangenen Jahren wurde die Hilfe auch auf die Ukraine ausgeweitet. „Wir leben in einem Land, in dem es den meisten von uns gut geht. Gerade deshalb ist es wichtig, unsere Hände und Herzen für jene zu öffnen, die dringend Hilfe brauchen“, betont Hans Alt im Osterbrief.
Im vergangenen Jahr konnten erneut mehrere Hilfstransporte mit Lebensmitteln, Kleidung, Schuhen sowie Decken und Bettwäsche organisiert werden. Vor Ort übernehmen langjährige Partner aus Kirchengemeinden die Verteilung an alte, kranke und kinderreiche Familien. Zusätzlich wurde mit Spendengeldern unter anderem Brennholz finanziert, um Menschen durch den Winter zu helfen. „Mit den Spenden wird nicht nur materielle Hilfe geleistet, sondern auch Hoffnung und Trost geschenkt“, so Alt.
Große Dankbarkeit über die Unterstützung kommt auch aus Rumänien selbst. So berichtet ein Pastor aus Petresti von der Sorge vieler armer Familien, ob die Hilfe auch weiterhin ankommt, und zugleich von der großen Erleichterung über die verlässliche Unterstützung. Ähnlich äußert sich Schwester Maria Hausner aus Alba Iulia, deren Einrichtung seit Jahren begleitet wird. Dort werden unter anderem täglich zahlreiche ältere Menschen versorgt sowie Kinder im Kindergarten und in der Schule betreut.
Ein weiteres Projekt ist das Kinderheim „Casa Ray“ nahe Piatra Neamt, in dem rund 20 Kinder betreut werden. Neben der Versorgung mit Hilfsgütern unterstützt die Chiemgauer Rumänienhilfe auch medizinische Ausgaben wie Brillen oder Zahnarztkosten. Parallel dazu werden Hilfsmaßnahmen für Menschen in den ukrainischen Kriegsgebieten organisiert, insbesondere für ältere Menschen und Familien, die nicht fliehen konnten.
Zum Osterfest richtet Hans Alt einen ausdrücklichen Dank an alle Unterstützerinnen und Unterstützer: „Ich danke von ganzem Herzen für die ausdauernde Hilfe und Großzügigkeit. Gemeinsam können wir weiterhin ein Zeichen der Hoffnung setzen.“
Osterbrief 2026 der Chiemgauer Rumänienhilfe
Liebe Freundinnen und Freunde unseres Freundeskreises,
lasst uns doch einmal über diese Bibelstelle tiefer nachdenken. Ist es nicht so, dass wir in einem Land leben dürfen in dem es den meisten von uns gut geht. Wir haben zu essen und sauberes Wasser, ein Dach über dem Kopf und kennen wohl kaum wirkliche Not. Eine Not, die wir seit mehr als 30 Jahren von vielen Menschen in Rumänien kennen und seit vier Jahren auch aus der von einem grausamen Krieg heimgesuchten Ukraine.
Dort erleben Menschen–vor allem Frauen, Kinder, alte und kranke Menschen–täglich Angst, Entbehrung und Leid. Weil wir das Nötige zum Leben haben, wäre es schön, unsere Hände und Herzen zu öffnen. Das Gute, das der Herr uns anvertraut hat, dürfen wir weitergeben an diejenigen, die dringend auf Hilfe angewiesen sind. Mit euren Spenden, die wir in Zusammenarbeit mit unseren rumänischen Freunden vor Ort weitergeben, schenkt ihr nicht nur materielle Unterstützung. Ihr schenkt Hoffnung, Trost und ein Zeichen gelebter christlicher Nächstenliebe. Lasst uns also gemeinsam Segen und ein Zeichen der Hoffnung für diese Menschen sein. Gott wird es uns vergelten.
Die LKW-Transporte mit den verschiedensten Hilfsgütern wie Lebensmittel, Bekleidung, Schuhe, Decken, Bettwäsche, und noch vieles mehr haben unsere Freunde aus den Kirchengemeinden an die ihnen bekannten Alten, Armen und kinderreichen Familien sowohl in Rumänien als auch in der Ukraine verteilt. Mit eurem Spendengeld konnte auch Brennholz gekauft und an alte und auf Hilfe angewiesene Men- schen verteilt werden, damit sie im strengen Winter eine warme Stube haben. Danken will ich insbesondere den Spendern, durch die Sr. Maria immer wieder großherzig mit Lebensmitteln und Pflegematerial unterstützt werden kann.
Wie dankbar die Menschen über diese Hilfe sind zeigt dieser Brief von Pastor Victor aus Petresti.
„Der Winter ist bald vorbei und der Frühling mit dem Osterfest bringt neue Hoffnung. Arme Familien fragen sich, ob unsere Helfer auch in diesem Jahr wiederkommen werden. Reiche überlegen wohin der Urlaub gehen soll. Wir sind so dankbar, dass Ihr uns treu geblieben seid und auch weiterhin bereit seid, den Bedürftigen zu helfen. Mit unserer Jugend haben wir immer wieder Hilfsaktionen organisiert. So kauften wir im Herbst für Bedürftige Leute Brennholz für den Winter. Von eueren Hilfstransporten verteilten wir Kleidung, Schuhe, Bettwäsche und andere Artikel an die armen Familien. Möglich war das nur dank eurer Hilfe.“
In der Kreisstadt Alba Iulia unterstützen wir seit vielen Jahren Sr. Maria Hausner bei ihrer Hilfe für die alten Leute und mit ihrem Kindergarten mit Schule. Gemeinsam mit einem Pater leisten die beiden Großartiges. Von diesem Projekt will ich Euch, liebe Freundinnen, liebe Freunde mit den Worten von Sr. Maria berichten.
„Lieber Herr Alt! Wir haben wieder große Freude mit oder besser über den Transport von Euch erlebt. Der Mozzarella, den wir bekamen schmeckte uns ganz vorzüglich und bereichert unseren Speiseplan insbesondere in der Altenheimküche, wo wir täglich 80 Personen versorgen. Die lieben Schwestern vom Kloster Au schicken uns Süßigkeiten für unsere Kinder im Kindergarten und der Schule, dazu noch Kleider und Schuhe sowie weitere schöne Sachen. In der Schule hat sich unser Info Lehrer ganz besonders über die Computer für den Unterricht gefreut und schickt ein herzliches „Vergelts Gott“ für alle eure Mühe. Es ist ja keine Kleinigkeit diese Transporte zu organisieren. Wir sind hier so dankbar für die guten Sachen und für die Treue, mit der Du und Dein Team hinter uns stehst.“
Im Osten des Landes, nahe der Kreisstadt Piatra Neamt helfen wir seit vielen Jahren dem privaten Kinderheim „Casa Ray“ so gut wir können. Das Heim mit 20 Kindern wird von christlich eingestellten Heimeltern vorbildlich geführt. Man will den Kindern „Lebenspraxis“ zeigen, damit sie später im Leben gut zurechtkommen. Auf den Bildern ist zu sehen wie diese Kinder lernen woher die Lebensmittel kommen.
Für bestimmte Leistungen, Brille, Zahnarzt und weitere medizinische Leistungen muss das Heim aufkommen. Damit die Kinder gut versorgt werden ist Geld nötig und auch dafür helfen wir mit euren Spenden und sagen herzlich Danke!
Zusätzlich zu unseren Projekten in Rumänien unterstützen wir auch Menschen in den Kriegsgebieten der Ukraine. In Zusammenarbeit mit unseren langjährigen Freunden aus Rumänien erhalten vor allem alte Menschen und Frauen mit Kindern, die nicht geflohen sind, dringend benötigte Unterstützung. Hilfsgüter wie Lebensmittel, Hygieneartikel und Medizinprodukte und im Winter warme Kleidung, aber auch Brennmaterial werden in erster Linie bereitgestellt. Die Koordination dieser Hilfe in die Kriegsgebiete erfolgt durch Pastoren in den nördlichen Grenzgebieten mit guten Verbindungen in die Ukraine.
Zum Schluss will ich Euch von ganzem Herzen danken für Eure ausdauernde Unterstützung und Großzügigkeit. Ich wünsche Euch allen ein schönes und gesegnetes Osterfest und verbleibe mit dem freudigen Ostergruß „Christus ist auferstanden, ja er ist wahrhaft auferstanden.“
Euer Hans Alt
Kontaktinformationen:
- Pfarrer-Huber Str. 22
- 84437 Reichertsheim-Ramsau
- Mail: info@rumaenienhilfe-ramsau.de
- Tel.: +49 (08072) 3193)
Spendeinformationen:
- Raiffeisenbank Haag – Hilfsfond der Franziskanerinnen
- Kennwort: Rumänienhilfe
- BIC: GENODEF1HMA
- IBAN: DE 74 7016 9388 0000 4271 95
Anhang: Osterbrief




