Hunderte Pilger werden am Sonntag, den 28. September, zur traditionellen Sänger- und Musikantenwallfahrt auf den Petersberg bei Flintsbach erwartet. Weihbischof Emeritus Haßlberger feiert dort einen Festgottesdienst.
Ab 9 Uhr ziehen die Wallfahrer entlang des „Apostelstationsweges“ auf den Petersberg, der oben nach einer knappen Dreiviertelstunde an der Abzweigung Petersberg/Hohe Asten beginnt. An jeder der 13 Stelen wird gebetet, gesungen und musiziert wird. Um 10.30 Uhr feiert Weihbischof Emeritus Dr. Bernhard Haßlberger mit den Pilgern einen Festgottesdienst an der Peterskirche auf dem Petersberg. Mit Austausch und Begegnung bei Gesang und Musik klingt die Wallfahrt aus.
Wallfahrt geht auf den 850. Jahrestag der Altarweihe zurück
Die Sänger- und Musikantenwallfahrt geht zurück auf das Jahr 1989, in dem der 850. Jahrestag der Altarweihe der Peterskirche unter anderem mit einem „Tag der Volksmusik“ gefeiert wurde. Seither kommen alle zwei Jahre zahlreiche Pilger aus Bayern, Tirol, Südtirol, Salzburg und Oberösterreich auf dem Petersberg zusammen, um Gottes Segen zu erbitten.
Zu den Musikgruppen, die die Wallfahrt gestalten, zählen in diesem Jahr: Flintsbacher Alphornbläser, Chor des Pfarrverbandes Degerndorf-Brannenburg-Flintsbach, Dreiwinkl-Gsang (Nußdorf-Piding), Saitentanz (Lkr MB + RO), Sunnaschein Harfenduo (Bad Aibling + Kreuth), Hans Wiesholzer (Samerberg), Gitarrentrio und Dreigesang Ossiander-Darchinger (Isarwinkel), Familienmusik Gruber (Uffing-Staffelsee), Schwanthalerhöher Zwoagsang (München), Sunnseitn Tanzlmusi und Viergsang (Isarwinkl), Lindmair-Dreigsang (Lkr. MB und OÖ), Oberstoaleitn-Gsang (Lkr. MB), Stoaberg Sängerinnen (BGL), Ensemble Sabiona (Südtirol/Bayern), Familie Oberhöller (Pustertal/Südtirol) und viele andere.
Petersberg beliebter Wallfahrtsort
Die Wallfahrt wird von der Pfarrei St. Martin in Flintsbach veranstaltet und von Pfarreimitgliedern organisiert, die Kreisvolksmusikpflege des Landkreises Rosenheim lädt im Anschluss zum nachmittäglichen Singen und Musizieren der Anwesenden. Der Petersberg ist einer der beliebtesten Wallfahrtsorte in der Erzdiözese München und Freising. Der Weg zum Gipfel führt zunächst vorbei an der Burgruine Falkenstein, einer Marienkapelle, einer Antoniuskapelle und dem Teufelsloch. Anschließend folgen die 13 Stelen des „Apostelwegs“, die in den 1970er Jahren von dem Rosenheimer Künstler Josef Hamberger geschaffen wurden und Jesus Christus und die zwölf Apostel darstellen. Dort startet um 9 Uhr der musikalisch gestaltete Teil der Wallfahrt. Schließlich erreichen die Wallfahrer als 14. Station die Peterskirche, deren reiche Ausstattung die hohe Bedeutung des Wallfahrtsortes zeigt.
Nach der Legende wollte der Heilige Petrus den damals noch Kleinen Madron genannten Berg besteigen, als sich ihm auf halber Höhe der Teufel in den Weg stellte und den Berg als sein Eigentum beanspruchte. Sie einigten sich darauf, dass der Berg dem gehören solle, der den Gipfel als erster erreichen würde. Obwohl sich der Teufel mit dem Teufelsloch einen direkten Weg durch den Berg bahnte, kam Petrus als Erster auf dem Gipfel an.
Bericht: Martin Wieland – Foto: Johann Weiß – Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger liest bei einer der vergangenen Musikantenwallfahrten auf den Petersberg an der letzten Stele einen Text aus dem Stationsführer von Geistl. Rat Pfarrer Josef Rosenegger.
Weitere Informationen: www.musikantenwallfahrt.de






