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Miteinander für Marquartstein

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

„Miteinander für Marquartstein“ war das Motto einer Wahlkampfveranstaltung der beiden Wahlvorschläge, “Bürger für Marquartstein” und der CSU. Deren Kandidatinnen und Kandidaten luden in den Prinzregentensaal ein, um den Besuchern „Rede und Antwort“ zu stehen.

Erstmals bei Kommunalwahlen in Marquartstein gab es eine gemeinsame Veranstaltung der antretenden Listen. Das Miteinander zog sich auch im ganzen Konzept der Veranstaltung wie ein roter Faden durch den Abend. Die Moderation übernahmen die Gemeinderäte Thomas Halder, Bürger für Marquartstein, und Martin Riedl, CSU, die sich beide auch wieder zur Wahl stellen.

Bürgermeister Andreas Scheck, der sich ohne Gegenkandidaten wieder zur Wahl stellt, begrüßte die zahlreichen Gäste im Saal und hob es als besonderen Erfolg der letzten Jahre heraus, dass diese Form einer Wahlveranstaltung in Marquartstein möglich sei. Die anwesenden Kandidaten beider Listen seien per se keine politischen Gegner, sondern teilweise Vereinskollegen, Nachbarn, Eltern von Schulkindern oder einfach Leute, die sich vom Alltag im Dorf her kennen. Heute mehr denn je, könne man sich in der Kommunalpolitik keine großen Lorbeeren verdienen. Sie bedürfe viel Geduld, Zuhören und der Suche nach Lösungen und Eingehen von Kompromissen. Das Motto “Miteinander für Marquartstein” sei kein Marketingspruch, sondern gelebte Kommunalpolitik, meinte der Bürgermeister. Die Arbeit der letzten Jahre im Gemeinderat sei von einer konstruktiven Zusammenarbeit zum Wohle des Ortes geprägt gewesen, führte er weiter aus. Letztendlich gehe es nicht um Gebäude, Straßen, Zahlen oder Pläne auf Papier, sondern in erster Linie um die Menschen im Ort. Ob in den Vereinen, der Feuerwehr oder im sozialen Bereich – Menschen, die sich im Ort ehrenamtlich engagieren, seien das Fundament der Gemeinde, betonte Scheck. Er zollte allen Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahl des Gemeinderates seinen Respekt und dankte für die Bereitschaft ein solches Ehrenamt auszuüben. “Zukunft entsteht nicht durch Gegeneinander, Zukunft entsteht durch Miteinander”, schloss der Bürgermeister.

Im Anschluss standen die Kandidatinnen und Kandidaten im Mittelpunkt. Um ein besseres Kennenlernen dieser zu ermöglichen, hatten sich die Moderatoren spezielle Fragen überlegt, die auch die private Seite mit einbezog. Im Saal, der noch vom Faschings-Thema „Hollywood“ geschmückt war und für Schmunzeln bei diesem Bezug sorgte, saßen die Besucher in langen Reihen und waren sehr konzentriert dabei. Die Beantwortung der Fragen der Moderatoren wurde mit großem Interesse verfolgt. Durch das breite Altersspektrum – bei den BfM von 28 bis 69 Jahren und bei der CSU von 18 bis 63 Jahren – war auch die Vielfalt der Themen und Schwerpunkte breit gefächert.

Es wurden die vielen Themen, die die Gemeinde in diesem Jahr umtreibt, erörtert. Der eingeschlagene Weg, insbesondere für Neubau von Kindergarten, Grundschule und Bürgersaal, wurde sehr positiv beurteilt. Zum Schluss hatte das Publikum die Möglichkeit Fragen an die Listen zu stellen. Frau Krüger wünschte, dass der Fokus der Kandidaten nicht nur auf den sozialen Bereich, sondern auch auf die wirtschaftliche Entwicklung im Ort gelegt wird. Sie sprach offensichtlich für viele Marquartsteiner, die im Ort ein Haus gebaut haben, Werte für die Zukunft geschaffen und sich dabei meist auch verschuldet haben. Sie bat die Kandidaten und eventuell zukünftigen Gemeinderatsmitglieder, sich genau zu überlegen, wie die Schulden für die vielen geplanten Investitionen getilgt werden können, damit die Handlungsfähigkeit der Gemeinde erhalten bleibt.

Die Stimmung an diesem Abend war durchgängig sehr gut, es wurde sachlich diskutiert, aber auch der Humor kam nicht zu kurz. Es zeigte sich, dass Kommunalpolitik sachorientiert sein muss – immer zum Wohl der Bürger und des Ortes – und eben „miteinander“ ohne Parteipolitik. Auf den Tischen lagen die Flyer der beiden Parteien mit allen Kandidaten für die Wahl, damit die Besucher zuhause nochmal über die einzelnen Möglichkeiten in Ruhe überlegen können.   wun

Text und Fotos: Sybilla Wunderlich

Bild 1737 Die Besucher im Prinzregentensaal und die beiden Moderatoren

Bild 1733 links Thomas Halder (BfM) daneben Martin Riedl (CSU)

Bild 1740 der jüngste Kandidat für den Gemeinderat Leonhard Heiler (CSU) ist 18 Jahre, daneben Martin Riedl als Moderator



Redaktion

Toni Hötzelsperger

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