Leitartikel

Lokschuppen RO: Abschied von Titanic-Ausstellung

Am Dienstag, den 6. Januar, verabschiedete der Lokschuppen Rosenheim die letzten Gäste der „TITANIC – Ihre Zeit. Ihr Schicksal. Ihr Mythos.“ Damit ging eine eindrucksvolle Erlebnisreise zu Ende, die sich dem wohl berühmtesten Schiff der Geschichte widmete und Besucherinnen und Besucher aus ganz Deutschland anzog. Gezeigt wurden originale Artefakte vom Schiff und aus der Zeit der Titanic, ergänzt durch immersive Multimedia-Installationen und bewegende Passagiergeschichten.

Großer Erfolg aus Sicht des Veranstalters

Seit der Eröffnung am 14. März 2025 besuchten insgesamt 214.376 Personen den Lokschuppen. Damit gehört die „TITANIC“ zu den erfolgreichsten Ausstellungen, hinter „Das keltische Jahrtausend“ (215.152 Gäste), „Die Römer zwischen Alpen und Nordmeer“ (217.321 Gäste) und „Dinosaurier – Giganten Argentiniens“ (280.303 Gäste).

Florian Englert, Geschäftsführer der Veranstaltungs- und Kongress GmbH Rosenheim, zieht Bilanz: „Die finalen Besucherzahlen sind beeindruckend. Dieser Erfolg ist absolut verdient. Entscheidend ist für mich die perfekt erzählte Geschichte. Es geht nicht nur um die Überfahrt oder den Untergang, sondern darum, die Besucherinnen und Besucher auf eine Reise in die Zeit mitzunehmen. Ein Novum war, dass zeitgleich weitere Ausstellungen zur Titanic in Deutschland zu sehen waren. Entgegen meinen ersten Erwartungen erwies sich die große Popularität des Themas als Vorteil. Die Entscheidung, die Ausstellung auch über die Weihnachtsferien zu verlängern, war ebenso neu und – wie wir nun gesehen haben – auch richtig. Knapp 25.000 Besucherinnen und Besucher konnten wir allein in den zurückliegenden zwei Wochen im Lokschuppen begrüßen.“

Verschiedene Zielgruppen wurden angesprochen: 47,2 Prozent erwarben ein Erwachsenenticket, während 40,4 Prozent die Ausstellung mit einem Familienticket besuchten. Weitere 5,2 Prozent kamen mit einem Kinder-, Schüler- oder Studententicket. 7,2 Prozent kamen im Rahmen eines Schulklassenbesuchs. 47.857 Gäste bekamen zusätzliche Infos in 2.589 Führungen. 16.511 Besucherinnen und Besucher nutzten einen Audioguide. Besonders gefragt waren die Kreativangebote für junge Besucherinnen und Besucher: 9.960 Kinder nahmen an einem der drei angebotenen Workshops teil.

„Dieses Projekt war für uns in vielerlei Hinsicht besonders. Wir sind Menschen begegnet, die sich intensiv mit der Titanic beschäftigen: leidenschaftliche Fans, Sammlerinnen und Sammler, Nachfahren von Verstorbenen sowie Personen, die selbst zum Wrack gereist sind. Diese Nähe zur realen Geschichte war während der gesamten Laufzeit spürbar. Hinzu kam, dass zahlreiche Exponate erstmals öffentlich zu sehen waren. Ein besonderer Moment war zudem das 40-jährige Jubiläum der Wiederentdeckung der Titanic, das wir mit einer eigenen Veranstaltung im Lokschuppen aufgegriffen haben“, so Dr. Jennifer Morscheiser, Leiterin des Lokschuppen Rosenheim.

Neue Ausstellung rückt das Leben im römischen Reich in den Mittelpunkt

Mit dem Ende der TITANIC-Ausstellung geht der Lokschuppen nahtlos in die Umbauphase über für „Römer – Gesichter eines Weltreiches“. Ab dem 20. März 2026 widmet sich der Lokschuppen damit erneut einem großen historischen Thema: Bis zum 1. August 2027 werden rund 1.400 Jahre römische Geschichte vom Aufstieg bis zum Niedergang erzählt. Im Mittelpunkt stehen dabei die Menschen. Kaiser, Händler, Soldaten und einfache Bürger werden anhand von über 600 Objekten aus Museen und Privatsammlungen aus ganz Europa greifbar. Viele der Exponate sind erstmals öffentlich zu sehen, erstaunlich viele Originale dürfen sogar berührt werden.

Die Ausstellung setzt bewusst auf Nähe und Beteiligung und unterläuft gängige Erwartungen an eine stille, distanzierte Antike. Ein zentrales Highlight ist ein interaktives Modell einer römischen Idealstadt aus über 600.000 Klemmbausteinen, an dem Besucherinnen und Besucher selbst mitbauen können. Dazu kommen Führungen in historischer Gewandung.

Tickets, Führungen und Workshops zur Ausstellung „Römer – Gesichter eines Weltreiches“ sind ab sofort im Ticketshop unter www.lokschuppen.de, per E-Mail an besucherservice@vkr-rosenheim.de oder telefonisch unter 08031 365 9036 erhältlich.

Das Foto zeigt von links Aaron Jungblut-Klemm, Atelier Hammerl und Dannenberg, Dr. Jennifer Morscheiser, Leiterin des Lokschuppen Rosenheim, Günter Bäbler, Vorstand des Titanic Verein Schweiz und fachlicher Berater, Florian Englert, Geschäftsführer der Veranstaltungs- und Kongress GmbH Rosenheim, sowie Dr. Peter Miesbeck, Kurator und ehemaliger Leiter des Lokschuppen Rosenheim.

Bericht und Foto: Veranstaltungs- und Kongress GmbH Rosenheim


Redaktion

Toni Hötzelsperger

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