Das Logistik-Kompetenz-Zentrum Prien (LKZ) und die THE GREEN BRIDGE Ingenieurgesellschaft mbH (TGB) schließen eine strategische Partnerschaft. Ziel der Kooperation ist die Stärkung resilienter Lieferketten, sicherer Infrastrukturen und widerstandsfähiger Kommunen durch die intelligente Verbindung von logistischer Steuerungskompetenz und hochpräziser Geodaten-Technologie.
Angesichts zunehmender geopolitischer Spannungen, klimabedingter Extremereignisse und wachsender regulatorischer Anforderungen gewinnt die Resilienz logistischer Netzwerke und kommunaler Versorgungssysteme zentrale Bedeutung. Die Partnerschaft von LKZ Prien und THE GREEN BRIDGE setzt genau hier an: Sie schafft die Grundlage für datenbasierte Risikoanalysen, robuste Planungsprozesse und belastbare Entscheidungsstrukturen.
Resilienz durch Integration von Logistiksteuerung und Geointelligenz
Die im Frühjahr 2026 begründete Zusammenarbeit verbindet die langjährige Erfahrung des LKZ in der Gestaltung komplexer Logistik-, Verkehrs- und Mobilitätsprojekte mit dem technologischen Standard der Open AreaSeals (OAS) von TGB.
Die OAS-Technologie ermöglicht eine standardisierte, hochauflösende räumliche Analyse von Versorgungsnetzen, Verkehrs- und Transportströmen und kritischen Knotenpunkten. Geodaten werden dabei direkt in operative Systeme und strategische Planungsprozesse integriert – von der Netzwerkanalyse über Szenariomodellierungen bis hin zur Krisenprävention.
Damit entsteht eine neue Qualität integrierter Resilienzsteuerung:
- Identifikation kritischer Abhängigkeiten in Lieferketten
- Frühzeitige Erkennung von Risikocluster und Engpässen
- Simulation alternativer Versorgungs- und Verkehrswege
- Belastbare Entscheidungsgrundlagen für Kommunen und Unternehmen
Ein weiterer Schwerpunkt der Kooperation liegt auf dem Schutz Kritischer Infrastrukturen (KRITIS) sowie der Stabilisierung regionaler Versorgungsnetze. Kommunen stehen zunehmend vor der Herausforderung, Mobilität, Energieversorgung, Warenströme und Infrastruktur unter unsicheren Rahmenbedingungen sicherzustellen. Durch den Einsatz präziser Geointelligenz lassen sich verwundbare Netzsegmente identifizieren, infrastrukturelle Redundanzen gezielt planen, Störfallszenarien modellieren und Krisenreaktionsstrategien datenbasiert vorbereiten.
Die Partner unterstützen Städte, Landkreise und Unternehmen dabei, Resilienz nicht reaktiv, sondern strategisch und präventiv aufzubauen, um sich gegenüber Umweltveränderungen, Systemausfällen oder geopolitischen Unsicherheiten widerstandsfähiger aufzustellen.
Stimmen zur Partnerschaft
„Die Sicherung stabiler Lieferketten und belastbarer Infrastruktur ist eine Kernaufgabe unserer Zeit. Durch die Zusammenarbeit mit THE GREEN BRIDGE erweitern wir unsere Kompetenz um eine entscheidende Dimension: präzise, standardisierte Geodaten als strategisches Steuerungsinstrument“, erklärt Dr. Petra Seebauer, Geschäftsführerin des Logistik-Kompetenz-Zentrums (LKZ) Prien.
Prof. Dr. Roman Brylka, Managing Partner von THE GREEN BRIDGE, ergänzt: „Resilienz beginnt mit Transparenz. Wenn wir kritische Abhängigkeiten räumlich sichtbar machen, schaffen wir die Grundlage für robuste Entscheidungen. Gemeinsam mit dem LKZ integrieren wir Geodaten-Technologie direkt in logistische Wertschöpfungsketten und kommunale Planungsprozesse – mit dem Ziel, Versorgungssicherheit langfristig zu gewährleisten.“
Ausblick: Symposium LOGISTIK INNOVATIV 2026
Ein richtungsweisender Meilenstein der Zusammenarbeit ist das Symposium LOGISTIK INNOVATIV am 16. und 17. Juni 2026 in Prien am Chiemsee – eine etablierte Plattform für den praxisnahen Austausch von Entscheidungsträgern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Einsatzorganisationen.
Das diesjährige Leitthema lautet: „Resilienz und Sicherheit – Gemeinsam die Logistik und Mobilität von Morgen gestalten“ – und spiegelt die zentralen Herausforderungen wider, vor denen Lieferketten und Versorgungsnetzwerke heute stehen.
THE GREEN BRIDGE tritt als offizieller Kooperationspartner auf, Prof. Dr. Roman Brylka wird an der Veranstaltung als Speaker eines Fachpanels teilnehmen und die Bedeutung der Verknüpfung von Geodaten-Technologie mit resilienten Lieferketten und kommunalen Schutzbedarfen herausstellen.
Bereits im Vorfeld wird Roman Brylka in einem begleitenden Warm-up-Webinar des LKZ Prien erste Impulse für das Symposium geben und aufzeigen, wie die systematische Verknüpfung von Geodaten-Technologie und logistischer Steuerung einen entscheidenden Beitrag zur kommunalen und unternehmerischen Resilienz leisten kann.
Details zur Anmeldung werden zeitnah über die Kommunikationskanäle des LKZ Prien und von THE GREEN BRIDGE veröffentlicht.
Bericht: LKZ Prien – Bildquelle: © jamesteohart / stock.adobe.com




