Natur & Umwelt

Kiebitze im Berchtesgadener Land

Als echter Frühlingsbote kommt der Kiebitz schon im späten Februar aus seinem Winterquartier nach Bayern zurück, um hier zu brüten. Mit seinen lauten, unver-kennbaren „Ki-wit“-Rufen und seinen eindrucksvollen Flugkünsten ist der tauben-große Vogel mit der markanten Federholle unverwechselbar.

Früher war der Kiebitz ein „Allerweltsvogel“, heute ist er, wie viele Wiesenbrüter, stark gefährdet. Im Berchtesgadener Land kann man den „Gaukler der Lüfte“ außerhalb der Schutzgebiete nur noch selten antreffen. Um die verbliebene Kiebitz-Population in der Region zu erhalten und zu fördern, gibt es seit letztem Jahr das Projekt „Kiebitz-Schutz im Berchtesgadener Land“. Dies haben die Verwaltungsstelle der Biosphärenregion Berchtesgadener Land und der Landschaftspflegeverband mit Unterstützung der Unteren Naturschutzbehörde, des Landesbundes für Vogel- und Naturschutz e.V. und der Wildlebensraum-beratung am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Traunstein ins Leben gerufen. Ziel des Projektes ist es, Kiebitz-Gelege mit Unterstützung von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern zu finden und in enger Zusammenarbeit mit den bewirtschaftenden Betrieben zu schützen. Hierfür werden für den Zeitraum von März bis Juni engagierte Freiwillige gesucht, die ausgewählte Kiebitz-Flächen beobachten, beim Abstecken und Kontrollieren der Gelege helfen und ihre Beobachtungen an die Projektleitung weitergeben.

Um diese ehrenamtliche Arbeit zu unterstützen und Wissen weiterzugeben, gibt es am Dienstag, 10. Februar, von 17:30 Uhr bis circa 19:30 Uhr einen Kiebitz-Workshop in der Biosphären-Verwaltungsstelle in der Sägewerkstraße 3 in Freilassing. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen. Es ist keine Anmeldung nötig und auch Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Weitere Informationen zum Projekt „Kiebitz-Schutz im Berchtesgadener Land“ finden sich auf www.biosphaerenregion-bgl.de unter Bereiche & Aufgaben/Landschaftsökologie.

Bericht: Regierung von Oberbayern –  Kiebitze im Gemeindegebiet Ainring (Foto: Christian Steiger)


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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