Aschau: Unter dem Motto „Welcome to New York“ – oder, wie es im Saal augenzwinkernd hieß: „Festhalle Aschau goes Big Apple“ – verwandelte sich die Festhalle Aschau in eine glitzernde Faschingsmetropole. Big-City-Beats, Konfetti und Lichterglanz setzten den Ton: Die Halle war bis auf den letzten Platz besetzt, und das Publikum belohnte jede Szene mit Applaus, Zurufen und echter Tanzlust. Schon früh war klar: Glitzer, Kostümfantasie und ein eng getaktetes Programm würden den Saal im Minutentakt neu „anzünden“.

Festhalle goes Big Apple: Gildeball in Aschau als rauschende New-York-Nacht

Dass Fasching hier mehr ist als Bühnenprogramm, zeigte sich auch mitten im Saal. Bürgermeister Simon Frank feierte gemeinsam mit seiner Frau verkleidet als Wikinger – Hörnerhelm, Fellbesatz und Langhaarperücke inklusive. Ein kleines Detail sorgte für das passende Augenzwinkern zum Motto: Um den Hals baumelte eine Medaille mit New-York-Motiv. Der Rathauschef war sichtbar mittendrin statt nur dabei – sinnbildlich für einen Abend, an dem sich Vereine, Nachbarn und Freunde auf Augenhöhe begegnen und gemeinsam feiern.

Gardemädels der Faschingsgilde Aschau

Den musikalischen Puls lieferte die JamesBand: druckvoll, tanzbar und mit dem Gespür dafür, Übergänge nicht abreißen zu lassen. Im Zentrum standen die Gastgeber, die Faschingsgesellschaft Aschau, mit ihrem Prinzenpaar: Prinzessin Stefanie I., „strahlende Hoheit der willkommenen Herzen im Zauber des Klangs“, und Prinz Leonhard I., „edler Wächter der Holzkunst und lodernden Flammen“. Mit Präsenz, Humor und viel Bühnenfreude führten sie durch die „New-York-Nacht“ in der Festhalle und zeigten: Hier wird nicht nur organisiert – hier wird gelebt. Zwischen den Showblöcken blieb die Tanzfläche durchgehend offen; so wurde aus dem Programm kein Pflichtteil, sondern der Soundtrack einer langen Nacht.

Festhalle goes Big Apple: Gildeball in Aschau als rauschende New-York-Nacht

Auffällig war dabei nicht nur das Bühnenprogramm, sondern auch das Publikum: Viele Gäste kamen aufwendig verkleidet und bis ins Detail geschminkt – von fantasievollen Masken über ausgefallene Kopfbedeckungen bis zu liebevoll gestalteten Partnerkostümen. So wurde die Festhalle selbst zur Kulisse – ein wandelndes Schaulaufen aus Farben, Ideen und Faschingsfreude.

Showeinlage der Faschingsgilde Aschau: Prinzessin Stefanie I. Botschafterin der Faschingsfreude in Aschau.

Sieben Gastgilden machten den Gildeball zu einem regionalen Panorama. Samba-Temperament brachten die Faschingsgesellschaft Neubeuern mit: „Carneval in Rio – Neubeuern tanzt Samba“ stand hier nicht nur als Motto, sondern als spürbare Energie auf der Bühne. Mit „Hakuna Matata“ setzte die Faschingsgilde Bad Endorf auf Leichtigkeit und Optimismus – ein Auftritt, der genau diese Unbeschwertheit in den Saal trug.

Aschau’s Erster Bürgermeister Simon Frank mit seiner Frau beim Gildeball in der Festhalle.

Aus Prien am Chiemsee reiste die Prienarria an – mit einem Prinzenpaar, das Glanz und Lokalkolorit verbindet: Prinzessin Stefanie I., „strahlende Herrscherin über Zahlen und Schiffe vom glitzernden Chiemsee“, und Prinz Thomas I., „königlicher Regent über Maschinen und Konstruktion vom Fuße des Holzbergs“ (bürgerlich: Stefanie Feßler und Thomas Landinger). Ihre Präsenz passte in die Dramaturgie des Abends: Jede Gilde öffnete ihr eigenes Kapitel – und doch blieb die Halle eine Einheit.

Die Chiemseenixen aus Bernau am Chiemsee präsentierten Prinzentanz und Gardeauftritt als ein „Feuerwerk aus Farben, Fantasie und Freude“. Angeführt wurde die Formation vom Prinzenpaar mit Prinzessin Daniela I., „Herrscherin der wilden Pisten und Patronin der Senioren“, und Prinz Tobias I., „Herrscher der schweren Lasten und Beschützer des Mädchenfußballs“.

Dann ging es thematisch weit zurück: Die Faschingsgesellschaft Rohrdorf präsentierte „Steinzeit“ – samt Prinzessin Kathrin II., „Herrin über Stein und Flamme der Hollinger Höhen“, und Prinz Michael I., „furchtloser Mammutjäger des Rohrdorfer Stammes“. Kraftvoll, pointiert und mit feinem Humor bewiesen die Rohrdorfer, dass „Ursprung“ im Fasching keineswegs schlicht sein muss.

Die Faschingsgesellschaft Rohrdorf aus Rohrdorf präsentierte „Steinzeit“ – samt Prinzessin Kathrin II., „Herrin über Stein und Flamme der Hollinger Höhen“, und Prinz Michael I., „furchtloser Mammutjäger des Rohrdorfer Stammes“.

Direkt danach setzte der Abend einen farbenprächtigen Szenenwechsel: Die Chiemseenixen aus Bernau am Chiemsee präsentierten Prinzentanz und Gardeauftritt als ein „Feuerwerk aus Farben, Fantasie und Freude“. Angeführt wurde die Formation vom Prinzenpaar mit Prinzessin Daniela I., „Herrscherin der wilden Pisten und Patronin der Senioren“, und Prinz Tobias I., „Herrscher der schweren Lasten und Beschützer des Mädchenfußballs“. Präzision, Tempo und Glanz lösten in Sekunden Jubel aus – genau dieser Bruch zwischen Mottowelten machte den Reiz des Programms aus.

Mit „Peace, Love & Rock ’n’ Roll“ folgte die Faschingsgilde Prutting aus Prutting – Retro-Charme, der sich sofort in Partyenergie übersetzte.

Mit „Peace, Love & Rock ’n’ Roll“ folgte die Faschingsgilde Prutting – Retro-Charme, der sich sofort in Partyenergie übersetzte. Prinzessin Rebecca I., „Queen of Flowerpower, Herrscherin der Hopfenfelder und guten Laune“, und Prinz Michael I., „King of Magic, groovender Regent der bunten Zeit“, machten aus ihrem Auftritt eine klare Tanzansage: Der Saal war endgültig in Bewegung.

Einen emotionalen Akzent setzte schließlich die Faschingsgilde Rosenheim aus Rosenheim.

Einen emotionalen Akzent setzte schließlich die Faschingsgilde Rosenheim. Unter dem Motto „Liebe – Fasching, der von Herzen kommt“ wurde daraus mehr als ein Programmpunkt: Prinzessin Ursula I. (Ursula Smit), „glitzernde Künstlerin aus dem Land der unendlichen Tanzträume“, und Prinz Korbinian I. (Korbinian Schmitt), „schwungvoller Regent aus dem Königreich der sprudelnden Heizkreise“, gaben die Einladung, sich berühren zu lassen, mitzuschwingen und vielleicht ein kleines bisschen neu in den Fasching zu verlieben.

Prienarria aus Prien beim Prinzentanz in der Festhalle

Am Ende blieb der Eindruck einer Veranstaltung, die weit mehr war als ein Abhaken von Auftritten. Der Gildeball in Aschau war eine dicht getaktete, bestens besuchte Faschingsnacht – mit Glitzer, Beats und viel Herz. Und mit dem Gefühl, dass der „Big Apple“ manchmal gar nicht weit weg ist, wenn eine ganze Region gemeinsam feiert.

Fotos: Rainer Nitzsche

 

 

 

 

 

 

 



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Rainer Nitzsche

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