Unter dem Leitmotiv „Gemeinsam stark – in gegenseitigem Respekt, mit gelebter Kompetenz und in solidarische Miteinander zukunftsfähige Lösungen für Aschau entwickeln“ stellte die Gemeinsame Liste Aschau (FWGA, Bündnis 90/Die Grünen und Aschauer Bürgerliste) am Dienstag, 27. Januar 2026, in Sachrang ihre Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahl 2026 vor.
Der Schwerpunkt des Abends lag auf der besonderen Rolle Sachrangs. Die geplante Servicestation am Geigelstein-Parkplatz, der Ist-Stand des Landkindergartens, um dessen Existenz in der Vergangenheit gebangt wurde, die Fortführung des Sachranger Dorfladens und der Begriff Bergsteigerdorf lieferten ausreichend Gesprächsstoff. Das Prädikat Bergsteigerdorf ist an klare Kriterien gebunden, insbesondere sanfte Mobilität, Erhalt des Ortsbildes und den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen. Darüber hinaus seien der Erhalt des Almbetriebs, die Bedeutung der bäuerlichen Familienbetriebe, die in besonderer Weise zur regionalen Versorgung, zur Landschaftspflege und zum Erhalt des Dorflebens beitragen, für Sachrang wesentlich, hob Andrea Kohl (68), Agraringenieurin hervor. Genau diese Wertvorstellungen spiegelten sich im Maßnahmenprogramm der Gemeinsamen Liste wider, betonte sie.
Brigitte Baretzky (68), Diplom-Physikerin sprach sich für stabile Gemeindefinanzen, nachhaltige Energiekonzepte sowie einen fairen Ausgleich zwischen Sachrang und Aschau aus. Entwicklung und Lebensqualität könnten nur gelingen, wenn innovative Ideen mit Verantwortung und Augenmaß umgesetzt würden.
Für die Aschauer Bürgerliste (ABL) kandidiert Johanna Stegherr (44), Diplom-Biologin. Sie machte deutlich, dass sie der Natur eine Stimme geben und Naturwissen wieder stärker in der Gesellschaft verankern möchte. Der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen sei eine gemeinsame Aufgabe aller Generationen.
In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass das Thema Mobilität, u.a. wegen unzureichender Busverbindungen an Wochenenden, viele mit Besorgnis sehen. Einigkeit bestand darin, dass örtliche Anliegen wie z.B. eine erhoffte Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit entlang der Loipe auf der Staatsstraße nur im kontinuierlichen Dialog mit der Bürgerschaft angepackt werden können.
Susanna Voltz, Rechtsanwältin verwies in dem Zusammenhang auf Bürgerbeteiligung als zentralen Stellenwert im Programm der Gemeinsamen Liste. Zu einem verbindlichen, kontinuierlichen Arbeitsprinzip in Aschau gebracht, bietet Bürgerbeteiligung die Chance, tragfähigere Lösungen etwa in den Bereichen Mobilität, Ortsentwicklung und nachhaltigem Tourismus zu entwickeln.
Abschließend erklärten die amtierenden Gemeinderäte Monika Schmid, Wast Pertl, Silke Helfmeyer , Florian Anner (FWGA) und Wolf Neelsen (Bündnis 90/die Grünen) ihre Bereitschaft zur erneuten Kandidatur und verwiesen auf die gute Zusammenarbeit im laufenden Gemeinderat.
Die nächste Veranstaltung der Gemeinsamen Liste Aschau unter dem Motto „Politik und Musik“ findet am Donnerstag, 26.Februar 2026, ab 19.30 Uhr im Gasthof zur Klause in Aschau-Bach statt. Musikalische Begleitung: Jörg Müller und Töchter
Berichte und Foto: Susanne Anderl – v.li.n.re.: Wast Pertl, Susanne Anderl, Florian Anner, Silke Helfmeyer, Wolf Neelsen, Brigitte Baretzky, Susanna Voltz, Andrea Kohl, Christiane Rabich- Pichler,Johanna Stegherr, Monika Schmid, Theresia Schelle



