Bestens gelaunt und mit einer unterhaltsamen Moderation durch Walter Gruber führte das Akkordeonorchester Rupertigau die Besucher in der vollbesetzten Aula der Berufsschule durch die Welt der Filmmusik.
Unter dem Titel „Filmreif“ erklang die Musik bekannter Filme und erweckte unzählige Filmszenen zum Leben. Edwin Fial leitet das Ensemble seit 49 Jahren. Alle Musiker auf Akkordeon (neun Spielerinnen und Spieler), Elektronium (Georg Schmidbauer), Keyboard (Jutta Fial und Claudia Kneidl), Gitarre (Stefanie Kneidl), Bass (Ingrid Steiner), Schlagzeug (Jan Maurischat und Raimund Hiti) schufen in ihrem harmonischen Zusammenspiel einen magischen Filmabend, von dem sich die Besucher in ihrem Applaus begeistert zeigten und jetzt schon voller Spannung auf das 50-jährige Jubiläum im nächsten Jahr vorausblicken.
In den verschiedenen Arrangements, teils von Orchestermitgliedern oder vom Dirigenten selbst, entstand ein musikalisches Mosaik, zu dem jede Musikerin und jeder Musiker einen großartigen Beitrag leistete und so ein wunderbares Ganzes schuf. Sehr kreativ waren Schlagzeug und Schlagwerk eingesetzt mit verschiedenen Schlägern und Brushes auf Pauken, der Trommel, den Chimes, dem Glockenspiel oder mit Claves-Klanghölzern. Sprecher Walter Gruber freute sich über den vollen Saal und begrüßte nach dem „flotten Opener“ „1980-F“ – einem Hit der Band „After the Fire“ aus dem gleichnamigen Film – die Gäste und Ehrengäste. Nach diesem, als Titelmusik der TV-Show ‘Na Sowas’ mit Thomas Gottschalk bekannt gewordenen Hit von Peter Banks berührte das ruhige „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ aus dem Weihnachtsklassiker von Karel Svoboda, von dem auch etliche andere Filmmusiken bekannt sind.
Der Titelsong des James Bond-Films „Live and Let Die“ von Paul und Linda McCartney versetzte die Zuhörer in das Jahr 1973 zurück. Der Jazz-Klassiker „Take Five“ von Paul Desmond in der Bearbeitung von Edwin Fial sei das meist verkaufte Jazz-Stück der Welt, so der Moderator. „Durch die Gema-Gebühren tragen auch wir etwas dazu bei“, schmunzelte der Dirigent. Auf dem Keyboard imitierte Claudia Kneidl den Sound eines Saxofons und trug damit zum Gesamtklang einer Big Band bei. Und schon befanden sich die Zuhörer in den Katakomben der Pariser Oper, wo sie das Medley mit unterschiedlichen Melodien und Rhythmen aus dem Musical „Phantom der Oper“ genossen. Die Klangvielfalt kam von den elektronischen Instrumenten mit Soli von Claudia Kneidl am Keyboard und einigen Akkordeonisten.
Nach der Pause kamen die Musikerinnen und Musiker swingend und tanzend mit „Happy“ aus dem Film „Ich – Einfach unverbesserlich 2“ unter der Leitung von Claudia Kneidl zurück auf die Bühne. „Das Karussell des Lebens“ aus „Das wandelnde Schloss“ von Joe Hisaishi drehte sich tänzerisch mit „Merry Go Round of Life“. Die stimmungsvolle Pop-Ballade „I will Always Love you“ von Dolly Parton, gesungen von Whitney Houston, aus dem Soundtrack zum Film „Bodyguard“ ging ans Herz. Die Klangimitationen bei dem Sirtaki „Zorba’s Dance“ aus Alexis Sorbas“ von Mikis Theodorakis versetzten alle an einen Lieblingsort in Griechenland, bevor das fetzig-funkige „Faith“ von Francis Starlet und Ryan Tedder aus dem Animationsfilm „Sing“ zu „Best of Kenny Loggins“ überleitete. Nach dessen Welthits „Danger Zone“, „Welcome to Heartlight“ und „Footloose“ erklatschte sich das Publikum eine Zugabe, nämlich „Fluch der Karibik“ mit szenischer Darstellung, Piraten-Verkleidung und Totenkopf-Flaggen, sowie „The Candyman“.
Zwölf Filme an einem Abend – das ist noch einmal möglich am Samstag, den 15. November um 18 Uhr in der Salzachhalle in Laufen.
Bericht und Fotos: Brigitte Janoschka
2960: Viel Applaus gab es für Claudia Kneidl und Edwin Fial als Leiter des Akkordeonorchesters Rupertigau.
2947: Fluch der Karibik:
“Setzt die Segel, hisst die Flaggen”, rief Claudia Kneidl. Die Piratin Stefanie Kneidl hatte mit ihrem Fernrohr ein Schiff in der Ferne entdeckt.
2900: Edwin Fial leitet das Akkordeonorchester Rupertigau seit 49 Jahren.









