Kirche

Einladung zum Wössner Adventsingen

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Wenn sich am Sonntag, 7. Dezember, die Türen der Pfarrkirche St. Martin öffnen, dann kehrt eine der schönsten Traditionen des Chiemgaus zurück: das Wössner Adventssingen. Ab 18 Uhr verwandelt sich der Altarraum in eine stimmungsvolle Bühne, auf der heimische Musikanten, Sänger und Schauspieler die Besucher auf die besinnlichste Zeit des Jahres einstimmen.

Die Veranstaltung, die auf den bekannten Volksmusikpfarrer Franz Niegel und Annette Thoma zurückgeht, hat sich über die Jahre zu einem echten Publikumsmagneten entwickelt. Das feine Zusammenspiel aus Musik, Gesang und darstellendem Spiel schafft eine dichte Atmosphäre, die unter die Haut geht. Unter der bewährten Gesamtleitung von Otto Dufter wird auch heuer wieder ein Abend geboten, der Herz und Seele berührt.

Preisgekrönte Gäste aus Aying

Ein besonderes Highlight ist der Auftritt des Oimbliah Dreigsang aus Aying. Die junge Gesangsformation, bestehend aus Maria Kaiser (erste Stimme), Maria Fischbacher (zweite Stimme) und Lena Wohlschläger (dritte Stimme), hat sich innerhalb kürzester Zeit einen Namen in der Volksmusikszene gemacht. Mit dem Gewinn des renommierten Herma-Haselsteiner-Preises beim Alpenländischen Volksmusikwettbewerb 2022 bewiesen die drei Musikerinnen ihr außergewöhnliches Können. Ihr reiner, klarer Dreigesang in traditioneller alpenländischer Manier verspricht besinnliche Gänsehaut-Momente.

Heimische Stimmen im KlangGsang

Die Solisten des Wössner Adventssingens treten unter dem Namen KlangGsang auf: Margit Schlaipfer (Sopran), Martina Dufter (Alt), Toni Entfellner (Bass) und Franz Auer (Bariton) bilden ein eingespieltes Vokalensemble, das traditionelle und neu arrangierte geistliche Lieder mit harmonischer Fülle vorträgt. Die vier Sänger sind aber nicht nur stimmlich aktiv – sie wirken zudem als Darsteller im beliebten Hirtenspiel mit und verleihen der Weihnachtsgeschichte auf volkstümliche Weise Leben.

Bläser, Instrumentalisten und Kirchenchor

Die Wössner Weisenbläser sind ein fester Bestandteil des Adventssingens. Mit ihren Flügel- und Tenorhörnern spielen sie die typischen Hirtenweisen – getragen, melancholisch und feierlich. Ihr warmer, tiefer Klang füllt die Kirche und zaubert echte bayerische Weihnachtsstimmung. Eine besondere Note setzt das Wössner Erntedank-Ensemble mit seinen feinen Instrumenten wie Hackbrett, Zither, Harfe und Klarinette. Die zarten Klangbilder passen perfekt zur adventlichen Einkehr. Der Kirchenchor St. Martin sorgt mit feierlichen Chorälen und klassischen Kirchenliedern für den vollen, tragenden Klang, der den geistlichen Kern der Veranstaltung unterstreicht.

Hirtenspiel als Herzstück

Das Wössner Hirtenspiel ist das darstellerische Herzstück des Abends. In volkstümlicher Weise, oft in Mundart, erzählen die Darsteller die Weihnachtsgeschichte aus der Sicht der einfachen Hirten. Das liebevoll inszenierte Krippenspiel lockert die musikalischen Blöcke auf und lässt die biblische Botschaft lebendig werden.

Freier Eintritt – rechtzeitiges Kommen empfohlen

Der Eintritt zum Wössner Adventssingen ist frei, um Spenden wird gebeten. Wer sich einen guten Platz sichern möchte, sollte rechtzeitig kommen: Der Einlass beginnt bereits um 17 Uhr, die Platzwahl ist frei. Erfahrungsgemäß ist die Kirche gut gefüllt, denn die Veranstaltung genießt weit über Unterwössen hinaus einen ausgezeichneten Ruf. Die Veranstalter freuen sich auf zahlreiche Besucher und versprechen einen stimmungsvollen Abend, der die Vorfreude auf Weihnachten weckt.

Bericht und Archiv-Bilder: Ludwig Flug

 



Redaktion

Toni Hötzelsperger

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