Natur & Umwelt

Eggstätter Hochmoor wird wiederbelebt

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Wie ein riesiger Schwamm können Hochmoore große Mengen Regenwasser speichern. Werden Moore entwässert, verlieren sie diese Fähigkeit. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Pittenhart versetzt das Landratsamt Rosenheim nun 2,55 Hektar Moorfläche östlich von Eschenau in der Gemeinde Eggstätt wieder in einen möglichst naturnahen Zustand.

Um die Fläche früher land- und forstwirtschaftlich nutzen zu können, wurden in der Vergangenheit Entwässerungsgräben angelegt und das Moor trockengelegt. Im Zuge der aktuellen Renaturierungsmaßnahme werden diese Gräben nun unter anderem durch Dämme aus Torf und Fichtenbrettern verschlossen. Ziel ist es, das Regenwasser wieder in der Fläche zu speichern und so einen natürlichen Wasserhaushalt wiederherzustellen. Gleichzeitig trägt dies dazu bei, klimaschädliche Gase, wie Kohlenstoffdioxid im Moor zu binden.

Die Arbeiten werden voraussichtlich im März 2026 abgeschlossen sein. Der Effekt für den Klimaschutz ist sofort gegeben. Erste positive Entwicklungen werden dann in den nächsten fünf bis zehn Jahren sichtbar werden. Einen Einblick in diesen Prozess bieten bereits jetzt zahlreiche Moorflächen in der Gemeinde Eggstätt. Hier wurden in den vergangenen 25 Jahren bereits große Teile der Moorfläche renaturiert. Die Renaturierung des Hochmoors östlich von Eschenau und Weitmoos wird von der Europäischen Union kofinanziert.

Bericht und Foto: LRA Rosenheim – Um das Moor zu renaturieren werden Entwässerungsgräben verschlossen 



Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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