Kultur

BR: Abschiedssendung für “Schorsch” Ried

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Langjähriger BR-Moderator, Blasmusik-Legende und eine starke Stimme Bayerisch-Schwabens: Georg “Schorsch” Ried verabschiedet sich im Frühjahr 2026 in den Ruhestand. In der sehr persönlichen Sendung “Mit Blasmusik durchs Leben” sagt er schon jetzt Servus und schaut gemeinsam mit Wegbegleitern zurück auf ein Leben voller Musik – im BR Fernsehen am Sonntag, 26. Oktober, um 20.15 Uhr.

Georg “Schorsch” Ried, Moderator:  “Von Johann Wolfgang von Goethe ist der Satz überliefert: ‘Wer Musik nicht liebt, verdient nicht, ein Mensch genannt zu werden; wer sie liebt, ist erst ein halber Mensch; wer sie aber ausübt, ist ein ganzer Mensch!’ Ich bin glücklich und stolz, dass ich während meiner 36-jährigen Tätigkeit beim Bayerischen Rundfunk so viele ‘ganze’ Menschen kennenlernen durfte.”

Iris Mayerhofer, Leitung Programmbereich Unterhaltung und Heimat:

“Mit Georg Ried verabschieden wir einen Volksmusik-Experten in den Ruhestand, der nicht nur ein exzellenter Kenner der Bayerischen Volks- und Blasmusik ist, sondern eine Persönlichkeit, die sich mit Leidenschaft für Bayern und seine musikalischen Einzigartigkeiten einsetzt. Die Blasmusik in Bayern ist und bleibt wichtiger Programm-Bestandteil und Herzensangelegenheit für den Bayerischen Rundfunk, sei es in den vielen Volksmusik-Sendungen im BR Fernsehen oder bei BR Heimat im Hörfunk und auf YouTube. Daran hat der ‘Schorsch’ einen maßgeblichen Anteil, wofür ich ihm von Herzen danke.”

Mit Blasmusik durchs Leben

Eine ganz besondere Sendung bietet Schorsch Ried am Sonntag, 26. Oktober, nicht nur Blasmusik-Fans im BR Fernsehen: Weil seine lange Zeit als BR-Moderator nun langsam dem Ende zugeht, hat er aus seinen unzähligen Musik-Sendungen die persönlichen Highlights herausgesucht und mit einigen Wegbegleitern Rückschau gehalten.
1991 ergriff der in Kaltental im Ostallgäu geborene Ried im BR zum ersten Mal das Wort – in der Radiosendung “So schön klingt Blasmusik”, die damals auf Bayern 1 lief und seit 2015 digital auf BR Heimat. Seitdem sei er hier jeden Sonntag zu hören und nicht einmal krank gewesen, sagt Georg Ried.

Im BR Fernsehen kommt er auf 22 Jahre, hier wurde er vor allem als Moderator von “Bayern Burgen Blasmusik”, “Mit Blasmusik durch Bayern” und der Faschings-Prunksitzung “Schwaben weissblau, hurra und helau” bekannt, die er 2026 noch einmal präsentiert. Wobei der studierte Posaunist und Blasmusik-Kenner nicht nur erstklassige Musik bot, sondern auch beste Unterhaltung. Seine Sendungen wollte Schorsch Ried nicht nur “ansagen”, sondern auch gestalten. Für “Mit Blasmusik durch Bayern” schrieb er selber die Drehbücher, und bei seiner letzten Sendung führte er auch Regie.

In “Mit Blasmusik durchs Leben” bietet er nicht nur musikalische Highlights, sondern auch interessante und amüsante Einblicke in sein Leben “hinter den Kulissen”: In Gesprächen mit Ernst Hutter, Chef der Egerländer Musikanten, dem “Blechschaden”-Gründer Bob Ross, Kabarettist Wolfgang Krebs, den langjährigen BR-Moderatoren Michael Harles und Andreas Estner, seinem Lieblingsregisseur Kai von Kotze und seinem erstem BR-Chef, dem späteren ARD-Moderator Claus Erich Boetzkes, werden alte Zeiten wieder lebendig.
Auch Schorsch Rieds eigenes Blasmusik-Ensemble “Blechragu” spielt noch einmal mit ihm auf. Aber nicht zum Abschied, denn seine Posaune legt Schorsch Ried bestimmt nicht aus der Hand, zu sagen hat er auch noch viel, und so schaut’s nicht wirklich nach Ruhestand aus…

Wiesn Platzkonzert, BR Heimat und “Schwaben weissblau”

Bereits am kommenden Sonntag, 28. September, wird Georg Ried bereits beim traditionellen Platzkonzert auf dem Münchner Oktoberfest (ab 11.00 Uhr live im BR Fernsehen, in der ARD Mediathek und bei BR Heimat) gebührend verabschiedet und präsentiert seinen eigens für die Wiesn komponierten Walzer. Seine beliebte Radiosendung “So schön klingt Blasmusik” in BR Heimat wird er noch bis Ende Januar 2026 moderieren, danach übernehmen wechselnde Moderatoren. Ebenfalls im Januar 2026 führt Ried noch ein letztes Mal durch die bayerisch-schwäbische Faschings-Prunksitzung “Schwaben weissblau, hurra und helau” (voraussichtlich am 30. Januar im BR Fernsehen).

Bericht:  Bildnachweis: © BR/Inmotion AG



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Toni Hötzelsperger

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