Kultur

“Bodschamperlspuk” in Hinterskirchen

Mit großem Applaus und sichtlicher Begeisterung haben die Zuschauer die ersten beiden Aufführungen des diesjährigen Theaterstücks „Bodschamperlspuk“ gefeiert. Die Theatergruppe des Trachtenvereins Hinterskirchen zeigte unter der Spielleitung von Christian Heilmeier eine rundum gelungene Vorstellung, die sowohl Publikum als auch Mitwirkende gleichermaßen begeisterte.

Die Komödie bot eine gelungene Mischung aus urigem Humor, pointierten Dialogen und einer guten Portion Selbstironie. Neben vielen herzhaften Lachern überzeugte das Stück aber auch durch eine warm-herzige Vater-Sohn-Geschichte sowie überraschende Gruseleffekte. Die aufwendig gestaltete Bühne trug zusätzlich zur besonderen Atmosphäre bei.

Im Mittelpunkt der Handlung steht der seit 25 Jahren verlassene Dusterhof, um den sich zahlreiche Mythen und Spukgeschichten ranken. Die Freundinnen Mina und Giggi planen – unterstützt von der strengen Dorflehrerin Adelheid Amsel – in der Rauhnacht einen geheimen Wunschzauber. Als „magisches Gefäß“ dient dabei ein alter Nachttopf, das titelgebende Bodschamperl. Der zum Verkauf stehende Hof ruft jedoch auch die resolute Sonnhoferin sowie den geldgierigen Malz-Beppos mitsamt seinem einfältigen, aber liebenswerten Helfer Tschacko auf den Plan. Vollends turbulent wird es, als die beiden Diebe Abstauber-Bartl und Landfinger-Jockl auftauchen und das Chaos perfekt machen.

Besonders die Spielfreude und das Zusammenspiel der Darsteller sorgten für Begeisterung. Max Mühlbauer feierte als Abstauber-Bartl ein beeindruckendes Debüt, während Alexander Hetzel als Landfinger-Jockl mit starker Bühnenpräsenz überzeugte. Stefanie Kobeck (Mina) und Monika Hofstetter (Giggi) brillierten als ambitionierte Hobby-Zauberinnen. Martin Landers-dorfer verlieh dem Malz-Beppos eine gelungene Mischung aus Strenge, Habgier und überraschender Menschlichkeit. Johanna Waxenberger setzte die Sonnhoferin facettenreich und mit viel Temperament in Szene. Christian Heilmeier sorgte als Tschacko für zahlreiche Lacher, während Simone Aigner als bigotte Adelheid Amsel in jeder Szene ein echtes Highlight war.

Wer die Aufführung verpasst hat, bekommt noch zwei Chancen: Am Samstag, 20. Dezember, und am Sonntag, 21. Dezember, jeweils um 20 Uhr hebt sich der Vorhang erneut. Karten sind wie gewohnt ausschließlich an der Abendkasse erhältlich.

Bericht und Bilder: Hans Kronseder


Redaktion

Toni Hötzelsperger

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