Leitartikel

Blasmusik-Bezirk Inn-Chiemgau in Bad Endorf

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Bei der Bezirksversammlung des Bezirks Inn-Chiemgau im Musikbund von Ober- und Niederbayern standen Rückblick und Ausblick gleichermaßen im Mittelpunkt. Nach Begrüßung, Totengedenken und den Grußworten der Ehrengäste folgten die Berichte der Verantwortlichen sowie wichtige Entscheidungen für die kommenden Jahre.

Der Bezirksvorsitzende Leonhard Eisner zog eine insgesamt sehr positive Bilanz. Im Bereich der Fortbildung wurden Theorie- und Prüfungskurse für die Leistungsabzeichen D1 und D2, ein Dirigentengrundkurs sowie Konzertwertungsspiele durchgeführt. „Die Fortbildungsangebote wurden wieder sehr gut angenommen und zeigen, wie wichtig eine kontinuierliche Ausbildung für unsere Kapellen ist“, betonte er. Ein besonderer Höhepunkt war das letzte Bezirksmusikfest in Rohrdorf mit zahlreichen teilnehmenden Musikkapellen. Besonders in Erinnerung geblieben seien „das Rollenspiel im Gottesdienst am Vormittag sowie der Gemeinschaftschor am Dorfplatz, der ein starkes Zeichen für den Zusammenhalt im Bezirk gesetzt hat“. Der ausrichtenden Kapelle galt ein ausdrücklicher Dank für die mustergültige Organisation. Die Diskussion um die künftige Gestaltung des Festzuges werde weitergeführt, verbindliche Vorgaben werde es jedoch nicht geben. Sehr erfreulich entwickelte sich erneut der „Klingende Chiemsee“. Mehrere Kapellen musizierten an verschiedenen Orten rund um den See und auf den Schiffen. „Die durchwegs positiven Rückmeldungen zeigen, dass diese Veranstaltung bei Gästen und Einheimischen gleichermaßen ankommt“, so Eisner. Deutliche Worte fand er zur Bedeutung der Musik in Gesellschaft und Politik. „Wir dürfen keine Trennung zwischen Laien- und Berufsmusik zulassen. Beide Bereiche profitieren voneinander“, erklärte er und begrüßte ausdrücklich die Zusammenarbeit mit professionellen Musikern sowie das Engagement gegen die Zurückdrängung der Musik an Schulen. Bezirksjugendleiterin Michaela Haindl berichtete über die umfangreiche Jugendarbeit. Die Ergebnisse der Musikerleistungsabzeichen bezeichnete sie als insgesamt sehr gut. Für das laufende Jahr liegen bereits zahlreiche Anmeldungen vor. „Die Zusammenarbeit mit Vorständen, Dirigenten, Jugendleitern und Eltern funktioniert hervorragend“, stellte Haindl fest und dankte ihrer Stellvertreterin sowie der Bezirksvorstandschaft für die tatkräftige Unterstützung.  Nach der Aussprache zu den Berichten folgten der Bericht der Kassenprüfer und die Entlastung der Vorstandschaft. Dabei konnte erfreulicherweise ein positiver Saldo festgestellt werden. Die nächsten 3 Bezirksmusikfeste: Bad Endorf, Griesstätt und Neubeuern Großen Raum nahm die Vorstellung des Bezirksmusikfestes 2026 in Bad Endorf ein, das vom 13. bis 18. Mai 2026 stattfindet und zugleich im Zeichen des 100-jährigen Bestehens der Musikkapelle Bad Endorf steht. Höhepunkt der Festtage ist der Sonntag, 17. Mai, an dem das 60. Bezirksmusikfest des Musikbundes von Ober- und Niederbayern gefeiert wird. Die Verantwortlichen zeigten sich überzeugt, dass Bad Endorf ein würdiger Gastgeber für den Bezirk sein wird. Abschließend wurden noch die Bezirksmusikfeste für die kommenden Jahre vergeben: 2028 an die Musikkapelle Griesstätt und 2029 an die Musikkapelle Neubeuern. Das Bezirksmusikfest 2027 findet in Kiefersfelden statt.

Fotos:   1. Rainer Nitzsche: Erinnerungen an das Bezirksmusikfest in Nussdorf 2023

  1. Hötzelsperger – Musikkapelle Bad Endorf beim Neujahrskonzert – ist heuriger Ausrichter vom Bezirksmusikfest Inn-Chiemgau. 3. Hötzelsperger – Erinnerungen an Bezirksmusikfest 2018 in Griesstätt mit MK Griesstätt und Neubeuern.

 

 

 

 


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Toni Hötzelsperger

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