Allgemein

Bayerns Trachtler beim Heimatempfang

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Wenn Finanz- und Heimatminister Albert Füracker zum Empfang lädt, ist es Ehrensache, dass auch Vertreter des Bayerischen Trachtenverbandes der Einladung folgen. Heuer waren beim Heimatempfang in der Münchner Residenz mit dabei Landesvorsitzender Günter Frey, seine Stellvertreter Pankraz Perfler und Christian Kammerbauer, Landesschriftführerin Hildegard Hoffmann und Geschäftsführer Andreas Oberprieler vom Trachtenkulturzentrum in Holzhausen. 

Im Impulsvortrag und anschließenden Gespräch von Minister Füracker mit Carsten Spohr, dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Lufthansa AG erfuhren die Teilnehmer viel Interessantes zur Deutschen Lufthansa AG, zur Nummer 1 in der Flugzeugbranche außerhalb der USA und viertgrößten Airline der Welt, welche in 2026 ihr 100-jähriges Bestehen feiern und auf 90 Jahre Erfahrung im Flugverkehr zurückblicken kann. Obwohl die Fluggesellschaft in den Jahren 1945 bis 1955 einem Flugverbot unterworfen wurde, 10 wichtige Jahre an Erfahrung fehlen, ist die Gesellschaft auf Erfolgskurs: In 2025 erreichte die LH AG einen Umsatz von  40 Mrd., pro Woche stellt die LH ein neues Flugzeug in Betrieb, 1956 gab es 50 Flüge/Woche, jetzt, 70 Jahre später, ist es das 50-Fache mit 2.500 Flügen/Woche und seit 1992 konnte der 1-Milliardste-Passagier am Münchner Flughafen begrüßt werden. Interessant ist auch, dass neue Flugzeuge 25-30 % weniger Treibstoff verbrauchen als ihre Vorgänger und trotz allem technischen Fortschritt wird es keine Flugzeuge mit 100% Elektroantrieb geben. 20% des Umsatzes der LH werden in Deutschland generiert, wobei sich 60% der Arbeitsplätze in Deutschland befinden.

Carsten Spohr betonte das fortschrittliche Denken von Franz-Josef Strauß, welcher damals schon den „Luftverkehr als Thema der Zukunft“ bezeichnete und München zum zweiten Drehkreuz in Deutschland machte; das einzige Land der Welt mit zwei Luftfahrtdrehkreuzen, da der Flughafen Frankfurt flächenmäßig begrenzt war. Kritisch betont der Airline-Chef die hohen Luftverkehrssteuern und den teuren Treibstoff in Europa, weshalb die Branche weltweit bereits 110% gegenüber der Vor-Corona-Zeit erreicht hat, in Deutschland jedoch erst 90%, wobei Airbus als europäischer Hersteller noch vor Boing führend ist.

Als größten Wunsch äußerte Carsten Spohr „wann fährt endlich ein Zug zum Flughafen?!“ – schließlich zählt München zum Einzugsgebiet von Brüssel und der Schweiz! Interessant ist auch, dass Denver den Flughafen MUC kopiert hat, allerdings verfügt dieser über 8 (!) Landebahnen. Die LH wäre schon über eine dritte Landebahn froh. Im Übrigen ist Fliegen sicherer, „als in München mit dem Minister zu Fuß von seinem Ministerium zur Residenz zu gehen.

Bericht und Bilder: Hildegard Hoffmann, Bayerischer Trachtenverband

 



Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

Beiträge und Fotos sind urheberrechtlich geschützt!