Gesundheit

Bayerns “gesunde” Zukunftsdörfer

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Zukunftsdörfer gestalten – Ministerin Kaniber: „Dorferneuerung verbindet Tradition und Moderne, stärkt Ortskerne, Zusammenhalt und Lebensqualität in Bayern“

Wie soll sich unser Dorf künftig weiterentwickeln? Wie können Ortskerne lebendig bleiben oder wiederbelebt werden? Wie lassen sich Infrastruktur, Zusammenhalt und Lebensqualität erhalten und weiterentwickeln – und wie gelingt es, die Menschen vor Ort aktiv einzubinden?

Gerade im Vorfeld kommunaler Entscheidungen beschäftigen diese Fragen viele Bürgerinnen und Bürger in Bayern. Antworten darauf bietet die Dorferneuerung – ein zentrales Instrument der Verwaltung für Ländliche Entwicklung. Sie unterstützt Gemeinden zum Beispiel dabei, Ortskerne zu stärken, Leerständen entgegenzuwirken und sich Schritt für Schritt zum Zukunftsdorf zu entwickeln.

„Bayerische Dörfer der Zukunft sind Orte, an denen Menschen gerne leben, weil sie spüren, dass ihre Heimat Zukunft hat. Dafür braucht es einen lebendigen Ortskern, der das Herz des Gemeinschaftslebens bildet, wo Begegnung selbstverständlich ist, aber auch Tradition und Moderne Hand in Hand gehen“, so Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber, die auch für Ländliche Entwicklung zuständig ist. Zudem sagte sie: „Zukunftsdörfer nutzen ihre Flächen klug, beleben Leerstände, schaffen neue Räume für Miteinander und stärken so den sozialen Zusammenhalt. Besonders wichtig ist dabei, dass die Menschen vor Ort aktiv mitgestalten können. Denn nur wenn Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen einbringen, entstehen passgenaue Lösungen, die wirklich langfristig tragen.“

Dorferneuerung und Gemeindeentwicklung setzen dort an, wo Lebensqualität sichtbar wird: im Ortskern, an Treffpunkten, auf Plätzen, in gemeinschaftlich genutzten Gebäuden – und ebenso in der klugen Nutzung vorhandener Flächen. Begleitet werden die Prozesse durch die sieben Ämter für Ländliche Entwicklung, die Projekte fachlich steuern und eng mit Gemeinden und engagierten Akteuren vor Ort zusammenarbeiten. Ländliche Entwicklung wirkt in der Breite – und stärkt Regionen durch Zusammenarbeit

Die Ländliche Entwicklung ist in Bayern flächendeckend aktiv: Vor Ort begleiten die Ämter im Jahr 2025 Projekte in mehr als 1500 Gemeinden und betreuen rund 2500 Projekte – für attraktive Standortbedingungen im ländlichen Raum. Ergänzend dazu stärken 135 Integrierte Ländliche Entwicklungen (ILE) die Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg: Kommunen bündeln ihre Kräfte, entwickeln gemeinsame Strategien und gewinnen so Handlungsspielräume – etwa bei Themen wie Mobilität, Daseinsvorsorge oder Klimaanpassung.

Die Ämter für Ländliche Entwicklung verstehen sich als Partner der Gemeinden – an der Seite von Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, Gemeinderäten und den vielen engagierten Menschen im ländlichen Raum. Im Mittelpunkt steht die fachliche Begleitung von Entwicklungsprozessen – vom ersten Dialog über eine tragfähige Projektorganisation bis hin zum Umsetzen einer Maßnahme vor Ort. Eine besondere Rolle spielen die Schulen der Dorf- und Land- beziehungsweise Flurentwicklung in Thierhaupten, Plankstetten und Klosterlangheim. Mit praxisnahen Seminaren, Exkursionen und Fachveranstaltungen sind sie Foren für den ländlichen Raum; außerdem starke Motoren, um Wissen zu teilen, Beteiligung zu stärken und Projekte gut aufzustellen.

„Gerade im Vorfeld kommunaler Entscheidungen zeigt sich, wie wichtig langfristige Perspektiven und das Engagement vor Ort sind. Unsere Zukunftsdörfer entstehen dort, wo Menschen gemeinsam anpacken, zusammen Verantwortung übernehmen und ihre Heimat aktiv mit- und weiterentwickeln“, betonte Ministerin Kaniber und sagte außerdem: „Die Ländliche Entwicklung greift den Gestaltungswillen der Menschen vor Ort auf und hilft den bayerischen Gemeinden, ihr Dorf zum Zukunftsdorf und den ländlichen Raum zum Zukunftsraum zu machen – lebendig, widerstandsfähig und voller Chancen für die nächsten Generationen.“

Weitere Informationen zur Verwaltung für Ländliche Entwicklung und ihre sieben Ämter gibt es hier: https://www.stmelf.bayern.de/landentwicklung/index.html

Bericht und Foto: Bayerisches Landwirtschaftsministerium  –  Bild zeigt Bürgerinnen und Bürger, die gemeinsam an einem Modell Ideen für einen lebendigen Ortskern entwickeln.



Redaktion

Toni Hötzelsperger

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