Gesundheit

“Bayern barrierefrei” für Sudetendeutsches Museum

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf hat das Sudetendeutsche Museum an der Hochstraße in München mit dem Signet „Bayern barrierefrei“ ausgezeichnet. Die Ministerin betonte bei der Übergabe: „Das Sudetendeutsche Museum ist ein einzigartiger und besonderer Ort – sein vorbildlicher Einsatz für Barrierefreiheit verdient Anerkennung. 

Barrierefreiheit ist kein Luxus, sondern Voraussetzung für Teilhabe. Alle Menschen haben ein Recht darauf, Kultur zu erleben. Wegweiser in Blindenschrift, ein Aufzug mit Sprachansage und Texte mit Gebärdensprache ermöglichen Menschen mit Behinderung einen unkomplizierten und selbstständigen Museumsbesuch. Wenn sich alle beteiligen können, stärken wir auch unsere Demokratie. So bleibt Bayern gemeinsam stark.“

Das Signet „Bayern barrierefrei“ zeichnet Einrichtungen, Kommunen und Betriebe aus, wenn diese Barrierefreiheit vorbildlich und spürbar umsetzen. Im Sudetendeutschen Museum können sich Menschen etwa über ein tastbares Leitsystem mit einem Blindenstock orientieren, es gibt Tast- und Hörstationen und eine behindertengerechte Toilette. Die Homepage hat eine Vorlesefunktion und ist in Leichter Sprache mit Versionen in Deutsch, Tschechisch und Englisch verfügbar. Unter anderem dafür wurde das Museum nun ausgezeichnet.

In Bayern tragen inzwischen rund 6.700 Einrichtungen das Signet „Bayern barrierefrei“ und setzen damit ein starkes und sichtbares Zeichen für Barrierefreiheit. Das Signet macht auf Angebote aufmerksam, die vorbildlich Barrierefreiheit umsetzen, und soll gezielt zur Nachahmung motivieren. Zu den Signet-Trägern zählen Unternehmen, öffentliche Einrichtungen, Behörden, Geschäfte und Praxen ebenso wie Busse und Bahnhöfe.

Mehr Informationen unter Bayern barrierefrei und unter Sudetendeutsches Museum.

Das Foto zeigt bei der Signetübergabe an das Sudetendeutsche Museum in München (v.l.): Direktor Dr. Stefan Planker, Alexander Klein, Sudetendeutsche Stiftung, Sozialministerin Ulrike Scharf, Stiftungsvorsitzender Dr. Ortfried Kotzian und Museums-Verwaltungsleiter Jens Bergmann.

Bericht und Foto: StMAS/Nötel


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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