Wenn starker Schneefall wie vor zwei Jahren Wege und Straßen unpassierbar macht, Hochwasser die Hausbewohner von der Außenwelt abschneidet, die Stromversorgung unterbrochen ist wie 2025 auf der Iberischen Halbinsel und Anfang dieses Jahres in Berlin oder beispielsweise eine Krankheit den Alltag ausbremst, kann ein gut gefüllter Vorratsschrank oder -keller entscheidend sein.
Nicht zuletzt aus diesen Gründen rückt Landwirtschafts- und Ernährungsministerin Michaela Kaniber mit der neuen Kampagne „Auf alle Fälle vorbereitet – Mein Vorratskorb!“ eine vergessene Stärke wieder in den Fokus von Heute: Vorratshaltung – eigentlich eine gute bayerische Tradition. Dazu die Ministerin in einer Mitteilung: „Unsere Vorfahren wussten ganz genau, welche Lebensmittel wie haltbar zu machen und gut einzulagern sind. Wir hingegen haben das irgendwie vergessen und kaufen heute unser Essen in der Regel zum jeweiligen Zeitpunkt. Ich möchte dafür sensibilisieren, dass der richtige Vorrat im rechten Moment wie eine warme Decke sein kann, wenn draußen der Wind dreht. Unsere Vorfahren hatten ihre gut gefüllte Speisekammer übrigens nicht aus Spaß, sondern aus Klugheit. Dieses Wissen und Können holen wir jetzt zurück – Schritt für Schritt.“
Zum Beispiel Zwieback, Knäckebrot, Haferflocken, haltbare Milch, Nüsse, getrocknete Früchte oder Konserven – die gehören neben reichlich Wasser in Flaschen zu den Lebensmitteln, die jede und jeder zuhause bevorraten sollte für alle Fälle; und zwar für mindestens für drei, optimal für zehn Tage. Wer den Vorrat gut plant, gewinnt zudem doppelt: Vorratshaltung hilft nicht nur „für den Fall der Fälle“, sie spart auch Zeit und oft sogar Geld im Alltag. Außerdem macht sie unabhängiger von Ladenöffnungszeiten. „Es geht nicht ums Hamstern. Es geht um Vernunft – und um Wertschätzung für das, was sonst täglich funktioniert, ohne dass wir uns darüber großartig Gedanken machen. Unsere Bäuerinnen und Bauern, das Lebensmittelhandwerk, der Handel, die Logistik: Sie leisten Tag für Tag Verlässlichkeit. Wir als Freistaat stärken diese Verlässlichkeit – und wir geben den Menschen das Handwerkszeug, sich zuhause selbst gut aufzustellen“, betonte die Ministerin. „Denn schlussendlich ist ein gut gefüllter Vorratskorb oder -schrank bzw. -keller kein Symbol für Sorge. Er ist Zeichen großer Fürsorge – für die eigene Familie, für Nachbarn und zeugt von gutem Miteinander. Genauso tickt Bayern.“
Wer noch keinen „Vorratskorb“ daheim angelegt hat oder unsicher ist, was hineingehört, der findet weiterführende Informationen zum Thema unter anderem auf der Homepage des StMELF unter https://www.vorratshaltung.bayern.de/ . Zudem bieten auch andere Organisationen und Behörden hilfreiche Hinweise und praktische Tipps zum Thema; unter anderem unter https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Vorsorge/Ratgeber-Checkliste/ratgeber-checkliste_node.html, https://www.ernaehrungsvorsorge.de/private-vorsorge/notvorrat/vorratskalkulator/ (Vorratskalkulator des BMLEH) sowie https://www.bzfe.de/kueche-und-alltag/kochen/lebensmittel-richtig-lagern.
Bericht: Bayerisches Landwirtschaftsministerium / Foto: Ernst Wukits/StMELF – Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber mit wichtigen Vorräten für alle Fälle.



