„2025 war für die Bayerische Schlösserverwaltung ein Jahr der Superlative: Unsere bayerischen Märchenschlösser wurden zum UNESCO-Welterbe ernannt – viele dachten, sie wären es längst. Nun tragen die Prachtbauten von König Ludwig II. den höchsten internationalen kulturellen Anerkennungstitel. Insgesamt über 5,1 Millionen Besucherinnen und Besucher haben im Jahr 2025 die Sehenswürdigkeiten unserer Bayerischen Schlösserverwaltung besichtigt – rund 2 Prozent mehr als in 2024. Besonders bemerkenswert sind erneute Besucherrekorde in der Walhalla in Donaustauf und in der Residenz in München“, freute sich Finanz- und Heimatminister Albert Füracker bei der Pressekonferenz zur Bilanz 2025 der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen am Mittwoch (11.2) in der Residenz München.
„Die Venusgrotte im Schlosspark Linderhof haben wir im April 2025 nach zehn Jahren aufwändiger Restaurierungsarbeiten und rund 500.000 geleisteten Arbeitsstunden feierlich wiedereröffnet. Neben Schloss Neuschwanstein erstrahlt damit ein weiteres bayerisches Juwel von König Ludwig II. in neuem Glanz und ist wieder für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Seit der Wiedereröffnung im April bis zum Saisonende 2025 haben bereits über 170.000 Besucherinnen und Besucher das einzigartige und nach der blauen Grotte von Capri inszenierte Schauspiel besichtigt. Mein aufrichtiger Dank für das erfolgreiche Jahr 2025 gilt unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bayerischen Schlösserverwaltung! Durch Ihr Engagement und Ihren Einsatz schaffen Sie in allen Liegenschaften der Schlösserverwaltung ein unvergessliches Erlebnis für Gäste aus nah und fern“, betonte Füracker.
„Die positiven Besuchszahlen und die damit einhergehenden sehr guten Einnahmen im Jahr 2025 sind Ausdruck der hohen Attraktivität aller unserer 45 Schlösser, Residenzen und Burgen. Insbesondere die Ernennung der Königsschlösser Ludwigs II. zum UNESCO-Welterbe im Jahr 2025 ist für uns ein historischer Erfolg und zugleich ein klarer Auftrag. Unser Ziel lautet Qualität vor Quantität. Wir schaffen hochwertige, respektvolle Besuchserlebnisse und sichern gleichzeitig unsere herausragenden Baudenkmäler für die Zukunft. Die Bilanz der Bayerischen Schlösserverwaltung wäre ohne den großen Einsatz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht möglich. Ihnen gilt mein ausdrücklicher Dank. Ihre fachliche Expertise, ihre Leidenschaft und ihr Engagement bilden das Fundament unseres Erfolgs“, bekräftigt der Präsident der Bayerischen Schlösserverwaltung, Hermann Auer.
Die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen (BSV) ist mit ihren etwa 1.300 Beschäftigten der größte staatliche Museumsträger Deutschlands. Die BSV betreut bayernweit 45 Schlösser, Burgen und Residenzen, 27 historische Gartenanlagen und 21 Seen.
Überblick über Ergebnisse und Ereignisse im Jahr 2025
- Hermann Auer wurde neuer Präsident der BSV.
- Die Königsschlösser Ludwigs II. wurden am 12. Juli zum UNESCO-Welterbe ernannt. Die UNESCO-Urkunde wurde am 15. Dezember feierlich in der Residenz München überreicht.
- 5,11 Mio. Gäste besuchten die Sehenswürdigkeiten der BSV – rund 92.000 mehr als noch in 2024. Damit wird die dritthöchste Besucherzahl in den letzten 20 Jahren erreicht.
- Schloss Neuschwanstein bleibt mit 1,1 Mio. Besucherinnen und Besuchern Spitzenreiter.
- Dank jahrelanger Erfahrung und ausgeklügelter Besucherkonzepte werden große Besucherströme an den Sehenswürdigkeiten weiterhin optimal geleitet und ermöglichen zugleich ein einzigartiges Erlebnis.
- Die BSV verzeichnet mit 91,3 Mio. Euro das höchste Einnahmeergebnis in ihrer Geschichte (+9,4 Mio. Euro bzw. +11 % zum Vorjahr).
- Die Ausgaben für das operative Geschäft betrugen rund 104,3 Mio. Euro (+ 7,3 Mio. Euro bzw. + 7,5 % zum Vorjahr).
- Die Kostendeckungsquote im operativen Geschäft steigt auf 88 %.
Baumaßnahmen und Bauausgaben 2025 (Auszug)
- Die Bauausgaben im Bereich der BSV betrugen in 2025 rund 58 Mio. Euro.
- Das Südliche Appartement von Schloss Nymphenburg wurde nach drei Jahren Restaurierung am 5. Mai wiedereröffnet. Der Freistaat investierte hier 1,5 Mio. Euro in die Restaurierung.
- Die Komplettrestaurierung der Feldherrnhalle in München hat im März begonnen. Im Rahmen der umfangreichen Baumaßnahme mit einem Gesamtkostenrahmen bis zu 12,15 Mio. Euro wird auch eine Photovoltaikanlage mit ca. 52 kWp Leistung auf dem Dach der Feldherrnhalle künftig nachhaltigen Strom produzieren.
Kulturelle Highlights in 2025 (Auszug)
- Festakt anlässlich 175 Jahre Enthüllung der Bavaria an der Theresienwiese in München am 8. Oktober. In 2025 verzeichnet die Bavaria einen Anstieg von 24 % auf über 24.000 Besucherinnen und Besucher.
- Sonderausstellungen im Rahmen des Projekts „WIRKSAM: Frauennetzwerke der Hohenzollern im Spätmittelalter“
- Caldozburg: „Eine Frau an der Macht. Elisabeth von Bayern (1383-1442)“ (Juli bis Oktober)
- Neuburg a. d. Donau: „Ehebande – (Ohn-)Macht der Frauen“ (Dezember 2025 bis 1. März 2026).
Laufende Großbaustellen 2026 (Auszug)
- Gesamtbudget für Baumaßnahmen in 2026: ca. 54 Mio. Euro.
- Generalsanierung der Festung Marienberg in Würzburg (Bauphase 1: Kostenrahmen bis zu 168 Mio. Euro): Erste Sanierung der Festungsanlage nach dem Wiederaufbau nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Bauphase 1 umfasst die Kernsanierung der West- und Südseite der Kernburg. Die Rohbauarbeiten sind in vielen Bereichen bereits abgeschlossen. Die Dachdecker- und Zimmermannsarbeiten sowie die Haustechnikinstallation wurden bereits in einigen Bereichen begonnen. Weitere Sanierungsbereiche der Festung im Rahmen der Bauphase 2 sind derzeit in Planung.
- Restaurierung des Maurischen Kiosks in Linderhof (16,6 Mio. Euro): Verbesserung der Statik und Wasserableitung. Zudem Restaurierung von rund 2.000 Fassaden- und Kuppelelementen.
- Burg Lauenstein (12,7 Mio. Euro): Umbau des ehemaligen Burghotels zu sechs Ferienwohnungen einschließlich der Sanierung des Baubestandes und Verbesserungen des Besucherservice.
- Bau- und Restaurierungsabschlüsse
- Statiksanierung Burghänge Burg Trausnitz in Landshut (8,6 Mio. Euro).
- Dach- & Fassadensanierung Stadtresidenz Landshut (53,1 Mio. Euro).
Kulturelle Highlights in 2026 (Auszug)
- Jahresthema: 300. Todestag Kurfürst Max Emanuel († 1726)
- Residenzwoche München (16. bis 25. Oktober) mit neuem Themenraum in der Residenz und Sonderschau in der Schatzkammer im Sommer.
- Präsentationen seiner Reitzeuge (Marstallmuseum Nymphenburg, ab Mai) und Ausstellung im Neuen Schloss Schleißheim (50 Jahre Besucheröffnung).
- Weitere Ausstellungen & Wiedereröffnungen
- „Fürstliche Hochzeiten. Netzwerke für die Zukunft“ – Burg Trausnitz (ab 1. Mai).
- Chinesisches Lackkabinett, Schloss Nymphenburg (Frühjahr).
- Morgenländischer Bau, Sanspareil (Mai).
- „Wie der Himmel an die Decke kam“ – Festsaal der Residenz Ansbach (ab 2. Juli).
Bericht: Bayerisches Staatsministerium der Finanzen und für Heimat – Archiv-Foto: Hötzelsperger (BR-Fernsehen: Carolin Reiber und König-Ludwig-II-Double)




