Leitartikel

Bayerische Bundesverdienstkreuze am Bande

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf hat im Rahmen einer Feierstunde in München das Bundesverdienstkreuz am Bande an sieben verdiente Persönlichkeiten ausgehändigt. Ministerin Scharf gratulierte allen Geehrten und hob deren außerordentliches Engagement hervor:

„Ihr Wirken ist ein Geschenk an unser Land, ein Beitrag, der bleibt und ein Vermächtnis, das weiterwirkt. Mit Ihrem unermüdlichen Einsatz prägen Sie Bayern – jede und jeder auf eigene Weise. Sie alle sind Heldinnen und Helden, nicht im Scheinwerferlicht, sondern im Alltag. Mit dem Bundesverdienstkreuz überreiche ich Ihnen die höchste Würdigung, die unser Land zu vergeben hat. Ihr Engagement hat Leben berührt, Wege geöffnet und Menschen in unserem Land Halt gegeben. Vielen herzlichen Dank für Ihr außergewöhnliches Engagement.“ Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ist die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht. Er wird für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen verliehen. Das Bundesverdienstkreuz am Bande wird vom Bundespräsidenten verliehen und in Vertretung in den jeweiligen Bundesländern ausgehändigt.

Nachfolgende Persönlichkeiten wurden heute geehrt.  

Herr Peter Barth, Hebertshausen

Herr Barth engagiert sich seit über zehn Jahren ehrenamtlich für die Integration von Asylsuchenden und Geflüchteten, insbesondere als Gründer und Leiter des „Helferkreises Asyl Hebertshausen e.V.“. Seit 2013 unterstützt er Zugewanderte nachhaltig, wobei sein Einsatz über reine Sprachvermittlung hinausgeht und durch Selbstlosigkeit sowie Menschlichkeit geprägt ist.

Frau Eva Haller, München

Frau Haller gründete 2009 die „Europäische Janusz Korczak Akademie e.V.“ zur Vernetzung jüdischer und nicht-jüdischer Organisationen in München und initiierte bedeutende Veranstaltungen wie „Anatevka – Wir sind angekommen!“ und die Kinderoper „Brundibar“. Besonders engagiert sie sich für geflüchtete Kinder und Jugendliche, unter anderem durch die Gründung von „YouthBridge München“. Zudem war sie im jüdischen Sportverein „Maccabi e.V.“ aktiv und unterstützte die antirassistische Konzertreihe „Music for Goals“.

Frau Dipl.-Kfm. Ingeborg Elisabeth Kropp-Arend, Gräfelfing

Frau Dipl.-Kfm. Kropp-Arend engagiert sich seit 2015 als Eigentümerin der denkmalgeschützten „Rabbinervilla“, fördert deren historische Bedeutung und initiierte eine Monografie sowie die Vortragsreihe „Unbekannte Nachbarn“ zur jüdischen Geschichte Deutschlands. Von 2017 bis 2024 war sie Schatzmeisterin des „ZONTA Clubs München Friedensengel“ und unterstützte die Münchner Bahnhofsmission bei der Hilfe für Frauen in Not. Zudem ist sie in zahlreichen sozialen Projekten aktiv und fördert das ehrenamtliche Clubleben mit großem Einsatz.

Frau Dr. Uta Ochmann, Sauerlach

Frau Dr. Ochmann begann 2000 ihre Tätigkeit beim Referat für Gesundheit und Umwelt der Stadt München sowie am Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin des LMU Klinikums. Sie ist eine gefragte Referentin auf Fachkongressen und wurde 2018 zur Vorsitzenden des Ausschusses Mutterschutz beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend berufen, wo sie wissenschaftliche Evidenz gegenüber politischen Interessen vertritt und die Gesundheit von Frauen am Arbeitsplatz fördert.

Frau Hannelore Gräfin von Quadt-Wykradt-Isny, Starnberg

Frau Gräfin von Quadt engagiert sich seit über 40 Jahren für Kinder mit Behinderung, ihre Familien und den Aufbau inklusiver Bildungs- und Förderstrukturen in Deutschland. 1994 gründete sie den „FortSchritt Verein zur Verbreitung der Konduktiven Förderung e. V.“, aus dem 2001 die „FortSchritt Bayern gGmbH“ entstand. Diese bietet heute mit über 400 Mitarbeitenden ein breites inklusives Angebot von der Frühförderung bis zum Erwachsenenleben.

Frau Luise Ruf, Dingolfing

Frau Ruf ist seit 62 Jahren ein engagiertes und geschätztes Mitglied des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK). Ihr ehrenamtlicher Einsatz umfasst zahlreiche Bereiche wie Rotkreuzgemeinschaften, Sanitäts- und Rettungsdienst, Aus- und Weiterbildung und den Blutspendedienst mit besonderem Engagement im Behindertenclub. Sie unterstützt flexibel die Wasserwacht und andere Dienste, übernimmt vielfältige Aufgaben und zeigt als Ausbilderin und Führungskraft beim Bundesverband des Deutschen Roten Kreuz (DRK) unermüdlichen Einsatz.

Prof. Dr. Wulf Freiherr von Schimmelmann, Berg

Prof. Dr. Freiherr von Schimmelmann gründete 2014 die Stiftung „Startchance“, um benachteiligten Kindern bessere Lebensstartchancen zu ermöglichen. Innerhalb eines Jahrzehntes wuchs die Stiftung auf über 170 betreute Kinder und mehr als hundert Leiterinnen, Leiter und Coaches, die eine familiäre Gemeinschaft bilden. Sein persönliches Engagement motiviert alle Beteiligten und trägt zur kontinuierlichen Verbesserung der Arbeit bei.

Bericht und Foto: Bayerisches Sozialministerium – Foto: StMAS/Schäffler – Foto zeigt Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf (M.) zusammen mit den Geehrten (v.l.) Peter Barth, Eva Haller, Ingeborg Elisabeth Kropp-Arend, Dr. Uta Ochmann, Luise Ruf, Hannelore Gräfin von Quadt-Wykradt-Isny, und Prof. Dr. Wulf Freiherr von Schimmelmann.

 



Redaktion

Toni Hötzelsperger

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