Leitartikel

Ausbildungs-Erfolg bei MEY in Prien

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Fachkräftesicherung beginnt vor Ort und lange bevor der Arbeitsmarkt zur Herausforderung wird. Wie das in der Praxis gelingen kann, zeigte die Mey Maschinenbau Prien GmbH & Co. KG bei einem Besuch von Landrat Otto Lederer. Das Unternehmen bildet seit Jahrzehnten erfolgreich aus und bindet junge Fachkräfte dauerhaft an den Standort – ein Ansatz, der im Landkreis Rosenheim zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Im Rahmen seiner regelmäßigen Betriebsbesichtigungen informierte sich Landrat Otto Lederer gemeinsam mit dem Priener Bürgermeister Andreas Friedrich, dem Vorsitzenden des IHK-Regionalausschusses Rosenheim, Andreas Bensegger, sowie Peter Heßner von der Wirtschaftsförderung des Landkreis Rosenheim über das Unternehmen. Gastgeber auf Seiten von Mey Maschinenbau waren Geschäftsführer Josef Guggenberger sowie Vertriebsleiter und Prokurist Dieter Leikermoser. Ein zentrales Thema des Besuchs war das langjährige Engagement des Unternehmens in der Ausbildung. Rund 20 Prozent der Belegschaft befinden sich aktuell in der Ausbildung – ein im Branchenvergleich außergewöhnlich hoher Wert. Nahezu alle Auszubildenden werden nach ihrem Abschluss übernommen und bleiben am Standort Prien. Die große Mehrheit der Beschäftigten stammt aus dem nahen Umkreis, was die starke regionale Verwurzelung des Unternehmens zusätzlich unterstreicht.

„Eine so hohe Ausbildungsquote ist alles andere als selbstverständlich und zeigt, dass hier Verantwortung für die Zukunft übernommen wird“, betonte Landrat Otto Lederer. „Mey Maschinenbau investiert konsequent in junge Menschen aus der Region und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung im Landkreis Rosenheim.“

Der Hauptsitz in Prien am Chiemsee verfügt über rund 8.000 Quadratmeter Fläche und bündelt alle Funktionen, die für den Serienhochlauf notwendig sind – von Administration und strategischem Einkauf über Konstruktion bis hin zu Prototypenanlauf. Ergänzt wird der Standort durch zwei Werke in Ungarn, in denen auf insgesamt 7.500 Quadratmetern die Serienfertigung von Baugruppen und Maschinen erfolgt. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen mehr als 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an drei Standorten. Der Fokus liegt klar auf der Serienproduktion in Stückzahlen von etwa 50 bis 5.000 Einheiten pro Jahr. Rund 90 Prozent der Kunden stammen aus dem deutschsprachigen Raum. Durch die bewusste Streuung über verschiedene Branchen – unter anderem Medizintechnik, Fitness – und Rehageräte sowie Werkzeugmaschinenbau – minimiert das Unternehmen wirtschaftliche Risiken.

Beim anschließenden Rundgang durch die Produktions- und Montagehallen erhielten die Besucher Einblicke in unterschiedliche Fertigungstechnologien. Zu sehen waren unter anderem Montagebaugruppen für autonome landwirtschaftliche Jätroboter sowie moderne Fertigungsmaschinen zur Laserbearbeitung und 3D-Druck. Das Unternehmen ist als reiner OEM-Partner (Original Equipment Manufacturer/Erstausrüster) tätig und auf die Serienfertigung mechanischer und mechatronischer Baugruppen sowie kompletter Maschinen spezialisiert. Für den Endkunden tritt die Marke deshalb nicht in Erscheinung.

Bericht und Foto: Landratsamt Rosenheim – Am Ende der Betriebsbesichtigung durften die Besucher Werkstücke aus dem 3D-Drucker mit nach Hause nehmen (v.l.n.r.): Peter Heßner (Wirtschaftsförderung Landkreises Rosenheim), Dieter Leikermoser (Mey Maschinenbau), Josef Guggenberger (Mey Maschinenbau), Landrat Otto Lederer, der Priener Bürgermeister Andreas Friedrich und IHK-Vertreter Andreas Bensegger. 


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

Beiträge und Fotos sind urheberrechtlich geschützt!