Ende Dezember 2025 beträgt der Auftragsbestand im bayerischen Bauhauptgewerbe nominal 16,73 Milliarden Euro. Das entspricht einer Steigerung um 8,0 Prozent gegenüber dem Wert des Vorjahres. Dabei steigert sich der Tiefbau preisbereinigt seit 2021 um ein Drittel, während der Auftragsbestand im Wohnungs- und Hochbau real stagniert und bei etwa 70% des Basisjahr-Niveaus liegt.
Schweinfurt. Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik verbucht das Bauhauptgewerbe in Bayern Ende Dezember 2025 Auftragsbestände im Wert von nominal insgesamt 16,73 Milliarden Euro. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum bedeutet das eine Mehrung um 1,24 Milliarden Euro beziehungsweise 8,0 Prozent. Der Wohnungsbau nimmt im Vorjahresvergleich zuletzt wieder um 1,9 Prozent auf einen Bestand von knapp drei Milliarden zu. Im Vorquartalsvergleich deutet sich eine leichte Zunahme von 1,7 Prozent an (siehe Grafik).
Tiefbau steigt hoch hinauf, Wohnungsbau bleibt weiter verhalten
Seit dem Jahr 2021 ist im Wohnungsbau eine zunächst abnehmende, dann stagnierende Entwicklung des Auftragsbestands zu beobachten, sodass sich auch der Hochbau insgesamt verhalten zeigt. Der Hochbau liegt um 6,7 Prozent unter dem Niveau des Jahres 2021, der Wohnungsbau liegt 13,2 Prozent darunter. Mit Blick auf den preisbereinigten Auftragsbestand im Wohnungs- und Hochbau wird momentan lediglich 69,3 Prozent bzw. 69,9 Prozent des Durchschnittswerts aus dem Basisjahr 2021 erreicht. Reale Steigerungen sind hingegen für den Tiefbau zu beobachten, der im vierten Quartal 2025 etwa ein Drittel oberhalb seines Basisjahrwerts liegt (siehe Grafik).
Höhere Auftragsbestände in fünf von sieben Regierungsbezirken
Fünf der sieben bayerischen Regierungsbezirke verzeichnen Ende Dezember 2025 insgesamt höhere Auftragsbestände als vor Jahresfrist. Die nominalen Zuwächse liegen dabei zwischen 8,5 Prozent in Oberbayern und 34,3 Prozent in Mittelfranken. Rückläufige Auftragsbestände gegenüber Ende Dezember 2024 werden für die bauhauptgewerblichen Betriebe in Unterfranken mit 4,5 Prozent und in Niederbayern mit 8,9 Prozent festgestellt.
In die aktuelle Berichterstattung sind insgesamt 1 740 Betriebe einbezogen. Der Auftragsbestand je Betrieb beläuft sich somit Ende Dezember 2025 durchschnittlich auf 9,61 Millionen Euro gegenüber 8,66 Millionen Euro im Vorjahresmonat. Dies entspricht einem nominalen Plus von 11,0 Prozent.

Bericht: Bayerisches Landesamt für Statistik – Foto: Hötzelsperger




