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Starbulls siegen 5:1 in Regensburg

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Die Starbulls Rosenheim haben im zweiten Spiel der Playoff-Viertelfinalserie gegen die Eisbären Regensburg die passende Antwort auf die 2:3-Heimniederlage vom Auftaktduell am Dienstag gefunden. Die Grün-Weißen traten am Freitagabend vor 4.712 Zuschauern in der ausverkauften Regensburger Donau-Arena mit umgekrempelter Aufstellung wie verwandelt auf und steckten den unglücklichen Rückstand nach eineinhalb Minuten locker weg. Ville Järveläinen, Wyatt Schingoethe, Teemu Pulkkinen und Shane Hanna mit einem Doppelpack schossen einen verdienten Rosenheimer 5:1-Auswärtserfolg heraus. Am Sonntag wollen die Starbulls mit einem Heimsieg nachlegen und in der Best-of-Seven-Serie in Führung gehen.

Starbulls-Cheftrainer Jari Pasanen baute seine Mannschaft nach dem Auftaktspiel zu dieser Viertelfinalserie um: Teemu Pulkkinen und Wyatt Schingoete rückten ins Team, sie stürmten in der zweiten Reihe neben Scott Feser. Den dritten Sturm bildeten Dominik Kolb, Luigi Calce und Sebastian Zwickl, in der vierten Offensivlinie agierten Fabian Dietz, Lewis Zerter-Gossage und Tobias Beck. Das Rosenheimer Tor hütete Christopher Kolarz. Oskar Autio und Charlie Sarault mussten aussetzen und auch Jordan Taupert war nicht dabei.

Das Spiel begann denkbar ungünstig für die Starbulls. Bereits nach 55 Sekunden musste Leon van der Linde wegen Spielverzögerung auf die Strafbank, weil er den Puck aus dem eigenen Drittel über das Plexiglas hinter dem Regensburger Tor beförderte. In Überzahl zog Eisbären-Verteidiger Jakob Weber von der blauen Linie ab, die Scheibe wäre deutlich über das Tor geflogen, prallte aber von der Schulter von Alex Berardinelli unhaltbar für Kolarz ins Netz zur frühen Führung der Hausherren (2.).

Die Grün-Weißen zeigten sich aber unbeeindruckt und hielten in der intensiven Partie voll dagegen. Als Dominik Tiffels von Aleandro Angaran gefährlich in die Bande gecheckt wurde, kaufte sich Luigi Calce den Regensburger Übeltäter und gewann den Fight klar – beide Spieler mussten zum Duschen, Tiffels konnte nach kurzer Behandlung die Partie fortsetzen. Dem Überzahlspiel, das sich den Starbulls bot, entsprang der 1:1-Ausgleichstreffer. Ville Järveläinen legte sich einen gut getimten Querpass von C.J. Stretch mit der Schlittschuhkufe zurecht und semmelte den Puck unhaltbar in den rechten oberen Torgiebel (7.).

Die Rosenheimer hatten nun deutlich Oberwasser – aber auch Glück, dass David Morley beim zweiten Regensburger Überzahlspiel nur den Pfosten traf (14.). Zuvor hatte Järveläinen die Chance zum Shorthander. Wieder komplett, leisteten sich die Hausherren einen Puckverlust in der eigenen Zone, bei dem Stretch clever antizipierte und Wyatt Schingoethe bediente, der Torhüter Jonas Neffin austanzte und per Rückhand eindrückte (15.). Keine zwei Minuten später stand es 3:1 für Rosenheim: Scott Feser setzte mit einem Traumpass von hinter dem eigenen Tor Teemu Pulkkinen ein, der eiskalt in „Masskrughöhe“ – über dem Torwartschoner, unter der Fanghand – einnetzte (17.).

Im zweiten Spielabschnitt fielen keine Tore. Beide Mannschaften konnten je zwei Powerplayminuten nicht nutzen. Regensburgs Sean Giles hatte die dicke Chance zum Anschlusstreffer, erneut rettete der Pfosten für die Starbulls (24.). Im Gegensatz zum ersten Drittel, das die Starbulls klar dominierten, hatten nun die Gastgeber etwas mehr vom Spiel – und die eindeutig besseren Torchancen. Aber Christopher Kolarz präsentierte sich in Topform und rettet mit starken Paraden gegen Corey Trivino (31.), Kevin Slezak (32.), Berardinelli (34) und David Morley (38.).

Im Schlussdrittel stellten die Starbulls ihre starke Playoff-Powerplayform eindrucksvoll unter Beweis. Mit einem satten Schlagschuss durch den Verkehr vor dem Tor hindurch stellte Shane Hanna auf 4:1 (42.). Clever verzögernd und dann eiskalt platziert abschließend, sorgte Hanna mit seinem zweiten Überzahltreffer für den 5:1-Endstand (53.). Zuvor war Kolarz bei einer Regensburger Doppelchance gegen Slezak und Morley zur Stelle (47.).

In der vorletzten Spielminute, als die Partie längst entschieden war, bekam C.J. Stretch einen Stockschlag von Eisbären-Topscorer Morley in den Unterleib, der folgerichtig mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe geahndet wurde. „Das war unsportlich hoch drei. Es war ein hitziges Spiel, so wie Playoff halt ist. Es hat schlecht angefangen, wir haben ein frühes Unterzahltor kassiert. Aber die Jungs haben das gut weggesteckt. Dann haben wir selbst noch drei Überzahltore geschossen, das war sicherlich wichtig. Christopher Kolarz hat sehr gut gespielt. Es steht 1:1, das ist das Wichtigste“, sagte Starbulls-Headoach Jari Pasanen.

Das dritte Duell der Best-of-Seven-Serie findet am Sonntag in Rosenheim statt (17 Uhr, ROFA-Stadion). Das Spiel ist ausverkauft, auf www.starbulls.de/tickets können aber einzelne Eintrittskarten – auch Sitzplätze – aus dem Re-Sale wieder buchbar werden. Die Liveübertragung der Partie gibt’s bei www.sporteurope.tv.

Pressemitteilung Starbulls Rosenheim e.V.  / Archiv-Foto: Anner Michael junior, Prien a. Chiemsee

 



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Toni Hötzelsperger

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