Land- & Forstwirtschaft

Forstwirtschaftsrat zum Tag des Waldes

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Anlässlich des Internationalen Tags des Waldes weist der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) auf die zentrale Rolle der Wälder für Wirtschaft, Klimaschutz und Gesellschaft hin. Das diesjährige Motto „Forests and Economies“ stellt bewusst die Bedeutung der Wälder für viele Volkswirtschaften in den Mittelpunkt.

DFWR-Präsident Christian Haase erklärt: „Ich bin der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) dankbar, dass sie dieses Motto gewählt hat. Es macht deutlich, dass Wälder nicht nur ökologische Funktionen erfüllen, sondern auch eine tragende Säule unserer Volkswirtschaft sind. Gerade im Herzen Europas bleibt festzuhalten: Holz ist unser wichtigster nachwachsender Rohstoff und Grundlage einer nachhaltigen Bioökonomie.“

Die Wälder in Deutschland stehen jedoch weiterhin unter erheblichem Druck durch Klimawandel, Extremwetter und Schadorganismen. Die Fortführung des Umbaus hin zu klimastabilen Mischwäldern gehört deshalb weiterhin zu den wichtigsten Aufgaben der kommenden Jahrzehnte. Gleichzeitig warnt Haase vor politischen Fehlsteuerungen auf nationaler und europäischer Ebene: „Der klimastabile Wald von morgen entsteht nicht von allein. Er ist das Ergebnis aktiver Pflege und nachhaltiger Bewirtschaftung. Wenn europäische Regelwerke wie die EU-Wiederherstellungsverordnung mit statischen Zielbildern arbeiten, bremsen sie den dringend notwendigen Waldumbau aus. Das gefährdet nicht nur unsere Wälder, sondern auch Wertschöpfung, Arbeitsplätze und eine nachhaltige Volkswirtschaft.“

Insbesondere beim Erreichen der nationalen Klimaziele wird dem Wald eine große Bedeutung als Kohlenstoffsenke zugesprochen. Die kürzlich veröffentlichten Treibhausgas-Projektionen für Deutschland zeigen, dass die Klimaschutzleistung des Waldes stark von Extremwetterereignissen wie extremen Niederschlägen, Dürren, Stürmen und damit zusammenhängenden Schädlingsbefall abhängig ist. „Deshalb braucht es in Zukunft mehr Waldumbau und aktive Waldpflege, nicht weniger“, so der DFWR-Präsident. „Wer Wälder schützen will, muss den Menschen vertrauen, die sie bewirtschaften. Die multifunktionale Forstwirtschaft ist kein Problem. Sie ist vielmehr ein zentraler Teil der Lösung für Klima-, Biodiversitäts- und Rohstofffragen unserer Zeit.“ Der Internationale Tag des Waldes wird jährlich am 21. März begangen und wurde von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen, um weltweit auf die Bedeutung der Wälder für Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft aufmerksam zu machen. Das jährlich von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) festgelegte Motto rückt dabei unterschiedliche Aspekte der vielfältigen Leistungen der Wälder in den Fokus.

Bericht: DFWR – Foto: Hötzelsperger           

Der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) ist die Stimme für rund zwei Millionen private und öffentliche Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer, die die Fläche von etwa 11,4 Millionen Hektar Wald in Deutschland nachhaltig pflegen und bewirtschaften. Die Mitgliedsorganisationen des DFWR vertreten den Privat-, Staats- und Körperschaftswald, die Forstwissenschaft, die mit der Forstwirtschaft verbundenen berufsständischen Verbände und weitere mit der Erhaltung und Förderung des Waldes und der Forstwirtschaft befasste Organisationen.



Redaktion

Toni Hötzelsperger

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