Am 28. März um 19 Uhr findet in der Aula der Berufsschule Freilassing unter der Gesamtleitung von Hermann Huber das Frühjahrssingen statt. Unter dem Motto „Im Frühjahr, wann d’Vogal wieder singen…“ musizieren die Ganghofer Musikanten, das Ziachduo Quirin Kaiser und Hermann Huber, die Alpenlandler Musikanten, die Gesangsduos Kaltenbacher/Schwab und Krinner/Hornsteiner, so wie S’Quartettl. Sprecher ist Heine Albrecht, die Fotobegleitung übernehmen Rosi und Hans Fürmann.
„Musilosn“, das kann man bei Hermann Huber und seiner ausgefeilten Spielweise auf seiner Ziach, ob er solo spielt oder im Ensemble, ob im Straßburger Dom oder im Haus der Kultur in Ainring, ob bei Conny Bürgler zu Gast, bei OLAtv oder beim Berchtesgadener Adventsingen, das seine Ehefrau Eva Maria Schwab organisiert. In diesem Jahr feiert er sein 60-jähriges Bühnenjubiläum. Er gehört definitiv zu den bayerischen Ziachpionieren. Mit der diatonischen Harmonika hat er neue Wege beschritten und mit seinen Stücken viele junge Musikanten inspiriert. Immerhin war er der erste Ziachspieler, der Volksmusik und Klassik in einem Konzertsaal, dem Gotischen Saal in Salzburg und im großen Saal des Mozarteums, dargeboten hat. Eine Diatonische Harmonika war zuvor ein No-Go für Konzertmusik in einem Konzertsaal! Die CD des Rupertiquartetts „Ein musikalisches Fest zwischen Fürsten- und Bauernhöfen“, auf der auch Werke von Wolfgang A. Mozart zu hören sind, zeugt von dieser Zeit.
Alpenländische Volksmusik und Volksmusik aus aller Welt spielt Hermann Huber mit den „Salonboarischen“ und greift dann auch mal zur Klarinette. „Cross over“ spielt er jedoch nicht, er setzt auf Originalmusik aus anderen musikalischen Kulturen.
„Moderne trifft Tradition“ hieß es in seiner „verflixten Alpensinfonie“ in einem musikalischen Kabarett mit dem Entertainer und Musikkomödianten auf dem Klavier, Felix Reuter und Hermann Huber auf der Ziach. „Witzig, Spritzig, Originell“ hieß es damals. Auch bei „Ratsch auf’m Bankerl“ auf OLAtv war er zu Gast – bei Gesprächen und gemeinsamem Musizieren. Draußen auf einem Bankerl in der Natur, an einem schönen Platz der Region mit dem Moderator und Musiker Florian Möckl aus Garmisch-Partenkirchen erzählt Hermann Huber von der Weltmeisterschaft für die Diatonische Harmonika 1988 und 1989 in Italien. Sein Wettbewerbsstück, das „Schwert Österreichs“ mit schwierigen Modulationen und von Joseph Franz Wagner eigentlich für Blasorchester komponiert, hatte die Jury überzeugt. Hermann Huber berichtet auch von seiner anschließenden Jurorentätigkeit und davon, dass er 2009 die Weltmeisterschaft nach Inzell geholt hat. Seine Instrumente sind Einzelstücke, die die Firma Harmonikabau Jamnik nach seinen Vorschlägen und gemeinsamen Erfindungen seit 1985 für ihn herstellt.
Bereits mit drei Jahren hatte er den ersten Harmonikaunterricht von seinem Vater erhalten. Seit 1992 hat der staatlich anerkannte Musiklehrer seine Passion zum Beruf gemacht. Nach den Musikschulen Freilassing und Berchtesgaden unterrichtet er seit 2008 an der „Cajetan Adlgasser Sing- und Musikschule“ in Inzell. Bei Seminaren verbindet er Unterrichten, Musizieren und Freizeitaktivitäten zu einem erholsamen Ganzen.
Karten bei der Stadt Freilassing im Kulturbüro, Tel: 08654-3099-310 oder -326, bei www.ticketscharf.de oder im Reisebüro Hogger
Bericht und Fotos: Brigitte Janoschka / Privat
- Hermann Huber mit den „Salonboarischen“ im Haus der Kultur beim Ainringer Kultursommer, hier mit der Klarinette.
- Hermann Huber an der Ziach mit den Salonboarischen im Rottmayr Saal in Laufen: Zoltan Laluska, Violine, Verena Meurers-Zeiser, Harfe und Ingo Nagel am Kontrabass





