Kinder-Achterbahn und Olympiasieger beim Traunsteiner Frühlingsfest – Heuer kommt das Bier von der Brauerei Wochinger – Programm und neue Fahrgeschäfte vorgestellt
Eine Achterbahn für Kinder, ein überdachter Weißbiergarten und eine Autogrammstunde mit sieben Goldmedaillengewinnern von Mailand sind drei Punkte, die heuer beim Traunsteiner Frühlingsfest geboten sind. Dazu kommen weitere Neuerungen und Änderungen – einiges bleibt unverändert. So nahm Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer die »wichtigste Nachricht des Abends« vorweg: »Der Bierpreis bleibt gleich.«
»Wir sind zum dritten Mal dabei. Und da alle guten Dinge drei sind, kann eigentlich nichts schiefgehen«, freute sich Festwirt Rudi Zeif, der gemeinsam mit Valentin Thannbichler im Wochinger-Brauhaus das Konzept für das Frühlingsfest vom 8. bis 17. Mai vorstellte. Diesmal kommt das Bier von der Brauerei Wochinger, erstmals, seit die Festwirtsfamilien Zeif und Thannbichler verantwortlich sind. »Ich freue mich total drauf. Die Festwirte machen es richtig gut«, lobte Geschäftsführer Rudi Wochinger bei der Bierprobe. Das Frühlingsfest stehe für Gemeinschaft, Tradition und Lebensfreude. Er dankte der Stadt als Veranstalter sowie den Vereinen und Ehrenamtlichen, die maßgeblich zum Gelingen des Festes beitragen würden. Dem schloss sich Christian Hümmer an, gerade mit Blick auf den Festzug, der im Vorjahr rund 800 Teilnehmer zählte. Wichtig ist, dass Alt und Jung etwas geboten werde, sagte der Rathauschef, ehe er ein Fass mit dem Festbier anzapfte.
Ebenso wie der Bierpreis bleibt auch der Preis für ein Hendl gleich, wie Valentin Thannbichler ankündigte. Zudem versprach er einen ganzen »Lastwagen voller Pommes«, nachdem im Vorjahr diese am Familientag ausgegangen waren. »Das wird nicht wieder passieren«, versprach Thannbichler. Das Festzelt selbst wird fünf Meter länger sein, wodurch rund 180 Gäste mehr reinpassen. Außerdem gibt es heuer drei mobile Hackschnitzelheizungen, um das Zelt gleichmäßig heizen zu können, falls dies nötig wird. Im Außenbereich wird das Weißbierkarussell durch einen überdachten Weißbiergarten ersetzt.
Die Toiletten, die direkt über das Zelt erreichbar sind, hätten sich bewährt, so Thannbichler weiter. Heuer soll aber die WC-Anlage am Festplatz in den Toilettenbereich des Zelts integriert werden. Für die weiteren Besucher soll eine weitere WC-Anlage auf dem Festgelände aufgebaut werden. Nicht fehlen dürfe das rund 30 Meter hohe Riesenrad, erläuterte Rudi Zeif zu den Fahrgeschäften. Neu dabei ist eine Achterbahn für Kinder namens »Happy Coaster«. Und auch ein Kinderkarussell und Klassiker wie den Autoscooter und ein Kettenkarussell sind wieder geboten. »Es gibt was für Kinder und auch was zum Spei’m, wie unser Bürgermeister sagen würde«, schmunzelte Zeif. Zu Letzterem gehören wohl die neuen Attraktionen »Chaos Pendel« und »Nightstyle« sowie der bereits bekannte »Hawaii Swing« und der »Mexican Flight«. Ruhiger geht es beim »Tiki Fly« zu.
Bei den Schaustellern gebe es mittlerweile wesentlich mehr Bewerber als früher. Und auch große Fahrgeschäfte würden nun nach Traunstein kommen, was die beiden Festwirte als positives Zeichen für ihr Konzept werteten. Hinzu kommen verschiedene Buden, an denen die Besucher unter anderem Losglück oder Treffsicherheit brauchen, sowie Essensstände. »Von Mandeln über Bosna bis Eis ist alles geboten«, sagte Valentin Thannbichler. Das Schaustellerdorf ist wieder auf dem Ausweichparkplatz des Schwimmbads. Pendler könnten auf den Schwimmbadparkplatz ausweichen, während für Festbesucher auch die Parkfläche der Chiemgauhalle zur Verfügung steht, informierte Rudi Zeif.
Ebenso gibt es wieder den Almstadl. Dieser habe sich ebenfalls bewährt für jene, die es abseits des Bierzelts etwa gemütlicher wollen. Zumindest bis 20 Uhr – dann knallt’s« – mit Musik »Querbeet von Austro-Pop bis Eminem«, so Thannbichler. Geöffnet ist der Stadl wie im Vorjahr werktags bis 1 Uhr, an den Wochenenden bis 2 Uhr. Im Bierzelt ist jeweils bis 23.30 Uhr Betrieb. Im Zelt wird mit bairischer Musik gestartet, ehe es mit klassischen Bierzelt-Hits weitergeht.
So spielt unter anderem die Stadtmusik Traunstein zum Auftakt am Freitag, 8. Mai, beim Bieranstich. Tags darauf werden wieder die Jugendgruppen der Trachtenvereine im Zelt auftreten, und am Sonntag folgt der Festzug vom Stadtplatz aus. Beim Familientag am 11. Mai gibt es heuer eine Kinderdisco. Danach sind Auftritte der Showtanzgruppe Grabenstätt geplant. Fixer Programmpunkt ist auch wieder der Seniorennachmittag am 13. Mai. Am Vatertag gibt es einen Bayerischen Tanzabend.
Sportlich wird es dann am letzten Festwochenende. Zuerst sind am Samstag neun Olympioniken im Festzelt zu Gast – sieben davon durften sich in Mailand über Gold freuen. So kommen das Viererbob-Team von Johannes Lochner, die Rodel-Tobis Wendl und Arlt sowie Rodler Max Langenhan. Mit dabei werden auch Rodlerin Anna Berreiter und Snowboarderin Ramona Hofmeister sein. Zum Abschluss steht am Sonntag, 17. Mai, wieder ein Boxkampf des Boxclubs Traunstein auf dem Programm.
Nach den ersten zwei Auflagen unter ihrer Leitung ziehen die beiden Festwirte ein positives Fazit. »Ich glaube, dass wieder jeder gern zum Frühlingsfest kommt, weil wir alle mitnehmen, auch die Vereine«, so Valentin Thannbichler. Und Rudi Zeif ergänzt: »Jeder soll sich wohlfühlen – von den Kindern bis zu den Senioren. Ich glaube, das haben wir geschafft.
Bericht und Foto: Peter Koch – Die beiden Festwirte Rudi Zeif (rechts) und Valentin Thanbichler präsentierten die Neuerungen beim Frühlingsfest bei der Bierprobe im Wochinger-Brauhaus




