Land- & Forstwirtschaft

Bayerns Biogasgipfel in Ulm

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Biogas ist für viele landwirtschaftliche Betriebe ein wichtiges Standbein – und zugleich ein unverzichtbarer Baustein für eine sichere und klimafreundliche Energieversorgung in Deutschland. Doch die Biogas-Branche steht vor großen Herausforderungen. Mit dem ersten süddeutschen Biogasgipfel am 4. Mai setzen Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber und Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauk ein gemeinsames Signal für eine starke Zukunft der Branche.

Der Gipfel bringt Biogasanlagenbetreiber, Verbände, Forschung und Politik zusammen. Ziel ist es, Lösungen zu entwickeln, die die Branche stärken, verlässliche Perspektiven schaffen und Betriebe beim wirtschaftlichen Weiterentwickeln unterstützen. Ministerin Kaniber betont vorab die Bedeutung des gemeinsamen Vorhabens: „Biogas ist für viele Höfe eine tragende Säule. Es sorgt für Einkommen, schafft regionale Wertschöpfung und liefert gleichzeitig erneuerbare Energie. Unsere Landwirte leisten damit einen Beitrag, den man gar nicht hoch genug einschätzen kann. Jetzt geht es darum, diese Stärke zu sichern – entschlossen und mit klarem Blick nach vorn.“

Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauk MdL: „Biogas ist keine Übergangslösung, sondern ein strategisch wichtiger Baustein einer sicheren, grundlastfähigen und klimaneutralen Energieversorgung. Mit der Stärkung und dem Ausbau von Biogas können wir kurzfristig und zuverlässig Energie liefern und zugleich die regionale Wertschöpfung deutlich verbessern. Diese Chance müssen wir nutzen.“ In Bayern und Baden-Württemberg stehen zusammen über 3.700 Biogasanlagen. Damit entstehen fast 40 Prozent des gesamten deutschen Biogasaufkommens im Süden Deutschlands. Biogas ersetzt fossile Energieträger, reduziert Treibhausgasemissionen und stärkt die Unabhängigkeit von Energieimporten. Damit ist die Branche ein zentraler Bestandteil einer verlässlichen Energiewende.

Der Gipfel setzt drei Schwerpunkte:

  1. Heimische Gaspotenziale und Energiesicherheit: Welche Rolle Biogas künftig beim Erreichen der Klimaziele und der Energieversorgung spielen kann.
  2. Integration von Biogas in den Energiemarkt: Wie Biogas wirtschaftlich und systemdienlich in die erneuerbaren Energien eingebunden werden kann.
  3. Innovationen und Forschung: Neue Technologien und Erkenntnisse, die den Betrieb von Biogasanlagen effizienter und kostensicherer machen.

Die Landwirtschaftsminister von Bayern und Baden-Württemberg stehen Schulter an Schulter, um die Zukunft der Biogasbranche zu sichern und ihre wichtige Rolle bei der Energiewende und der regionalen Wertschöpfung zu unterstreichen. Ziel ist eine gemeinsame „Ulmer Erklärung“, in der sie die Bundesregierung eindringlich auffordern, die notwendigen Rahmenbedingungen für die Wettbewerbsfähigkeit und Integration von Biogasanlagen zu schaffen.

Der Biogasgipfel findet am 4. Mai 2026 von 13:30 Uhr bis 16:30 Uhr an der Grenze der beiden Länder im Stadthaus (Münsterplatz 50, 89073 Ulm) in Ulm statt. Er richtet sich an Landwirtinnen und Landwirte, Betreiber von Biogasanlagen, Energieversorger und Netzbetreiber.

Bericht: Bayerisches Landwirtschaftsministerium – Archiv-Foto: Fachverband Biogas



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Toni Hötzelsperger

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