Leitartikel

Neuwahlen bei FFW Atzing

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Bei der Freiwilligen Feuerwehr Atzing hat es einen größeren Umbruch gegeben: acht Positionen wurden bei den turnusgemäßen Neuwahlen in der Vorstandschaft neu besetzt. Nachfolger für Vorstand Martin Loferer wurde dabei dessen bisheriger Stellvertreter Stefan Meier. Dem harmonisch und wohl vorbereiteten Wechsel in den Ehrenämtern im Vereinshaus in Atzing gingen noch ein Gottesdienst zusammen mit der Wildenwarter Feuerwehr mit Pfarrvikar Amit Sinha Roy in der Christkönigskirche Wildenwart, ein von der Gemeinde Prien spendiertes und vom Gasthof Stocker zubereitetes Abendessen – UND ein Ausrückalarm voraus. Die sofort ausgerückten Aktiven kamen nach einer Brandmeldung aus einer Klinik und einem dortigen Küchenmalheuer eine Stunde später wieder zurück und konnten sich noch an der Versammlung beteiligen.

Geprägt war die Zusammenkunft nicht nur von einem aktiven Vereinsjahr und Personalwechsel in der Führung, sondern auch von einem Ausblick bis ins Jahr 2029. Dann werden es 125 Jahre, dass die Feuerwehr in Atzing besteht und dies soll dann zusammen mit dem dann 132jährigen Jubiläum des Trachtenvereins „Daxenwinkler“ Atzing mit einem gemeinsamen Festzelt-Fest gefeiert werden. Ehe es zu dieser gemeinsamen Absichtserklärung kam, gab es die verschiedenen Rechenschaftsberichte. Schriftführer Hans-Peter Riepertinger stellte das Miteinander der Ortsvereine unter anderem bei der Ramada-Aktion, bei der Herbstfestfahrt oder beim Dorffasching ebenso heraus wie das gute Feuerwehrverständnis mit Prien sowie auf Kreisebene.  Kassier Andreas Riepertinger sowie die Kassenprüfer Florian Rauch und Markus Kalal erfreuten mit einem zufriedenstellenden und stabilen Kassenstand, zu dem auf der Einnahmenseite vor allem der Familien-Frühschoppen beigetragen hatte. Erster Vorstand Martin Loferer bezeichnete sein Amt alles andere als eine „One-man-show“ und sagte: „Wenn wir auch weiterhin so zusammenhalten, dann steht es gut um unseren Verein und um die Sicherheit in Atzing“. Als heurige Termine nannte er am 3. Mai das 150jährige Feuerwehrfest in Wildenwart, am Pfingstmontag den Familien-Frühschoppen, die Jubiläums-Besuche in Neukirchen (am 7. Juni), in Sachrang (am 5. Juli) und in Hasselbach in der Gemeinde Weilrod im Hochtaunus (am 16. August).

Kommandant Paul Huber freute sich (auch namens seines Stellvertreters Florian Hamberger) über 45 Aktive in seinen Reihen, über drei Neuzugänge und unter anderem über 19 Atemschutzträger und 17 Maschinisten. Der gute Ausbildungsstand bewährte sich bei 51 Alarmierungen, zwölf Monatsübungen, acht Zwischenübungen und zwei Gemeinschaftsübungen. Insgesamt 1.660 Mann-Stunden ergaben sich bei 12 Brandeinsätzen, bei 20 Technischen Hilfe-Leistungen, bei drei ABC-Schutzmaßnahmen, 16mal bei Brandmeldeanlagen-Alarm sowie bei Hochwasser- und Unwetter-Situationen. „Die Jugend von heute sind die Retter von morgen!“ – ganz im Sinne dieser Erfahrung berichtete Anna Boggusch von inzwischen fünf Dirndl und neun Buam bei der Jugendfeuerwehr. Ihr Dank galt für Disziplin und Lernfreude der Jugendlichen bei 15 Feuerwehrtechnischen Übungen, bei fünfmaligem MTA-Basismodul für den Übergang zu den Aktiven und ihrem Stellvertreter Andreas Schweiger für dessen Unterstützung.

Neuwahlen

Bei den Neuwahlen für die nächsten drei Jahre unter der Leitung von Erstem Bürgermeister und Dienstvorgesetztem Andreas Friedrich ergaben sich folgende Ergebnisse und Änderungen: 1. Vorsitzender Stefan Meier, 2. Vorsitzender Andreas Hötzelsperger junior, 1. Kassier Andreas Riepertinger, 2. Kassier Martin Loferer (bisher Willi Feichtner), Schriftführer Kathrin Jell (bisher Hans-Peter Riepertinger), Fähnrich Martin Hötzelsperger (bisher unbesetzt), Fahnenbegleiter Simon Huber und Lukas Huber (bisher Leonhard Jell und Stefan Meier), Zeugwart Manuel Baumert (bisher Lenzi Höhensteiger), weitere Zeugwarte Guido Obermaier, Günter Steindlmüller und Julian Fisher, Aktivenvertreter Benedikt Huber sowie die Kassenprüfer Florian Rauch und Markus Kalal. Für die ausgeschiedenen Kameraden gab es noch Abschiedsgeschenke.

Grußworte

Den Reigen der Grußworte begann Bürgermeister Friedrich im Beisein von Gemeinderat Gerhard Fischer mit dem Satz: „Gemeinschaft, Zusammenhalt, Verantwortung und Ehrenamt sind bei der Feuerwehr etwas besonders Würdigungswertes“. Er dankte für den Dienst am Nächsten und für das Aufstehen bei Tag für Nacht, wenn der Pipser alarmiert. „Ohne Feuerwehr wäre das Dorfleben ärmer und unsicherer. Stellen wir uns vor, der Pipser geht, und Keiner rückt aus und hilft“.  Kreisbrandrat Richard Schrank, der zusammen mit Kreisbrandinspektor Franz Hochhäuser nach Atzing kam, informierte über den aktuellen Stand zu den digitalen Alarmierungen, zum hohen Ausbildungsstand im Landkreis (bei über 100 Ausbildern und rund 4.700 Lehrgangsteilnehmern im Vorjahr), zur Fahrschulausbildung, zur mobilen Atemschutzanlagen, sowie zu den neuerdings unter seiner Federführung möglichen Fahrzeug-Sammelbeschaffung für ganz Bayern und damit auch für die 116 Feuerwehren in Stadt und Landkreis Rosenheim. Sein besonderer Dank an die Atzinger galt für die Bereitschaft, im Oktober die MTA-Prüfungen für den Landkreis in Atzing durchzuführen. 1. Vorstand Bodo Sagebiel von der FFW Prien – er kam mit 2. Vorstand Josef Palk sowie mit den Kommandanten Samuel Witt und Johannes Herzinger –  sprach von einer reibungslosen Zusammenarbeit, vom Verlass auf die Atzinger und er lud zum gemeinsamen Blaulichttag am 19. September nach Prien ein. Trachtenvorstand Konrad Huber dankte seinerseits und auch für den Förderverein für die gute Vernetzung unter einem gemeinsamen Dach, für das Miteinander bei den Buchenwald-Veranstaltungen und er bezeichnete die Erfahrungen beim Feuerwehrjubiläum 2004 und beim Gautrachtenfest 2017 als gute Grundlage für die geplanten und gemeinsamen Veranstaltungen 2029.

Foto: Hötzelsperger  –  Die neue Vorstandschaft der Feuerwehr Atzing –  

Vordere Reihe von links: Kathrin Jell, Florian Hamberger, Martin Loferer, Anna Boggusch, Martin Hötzelsperger. Stehend von links: Andreas Riepertinger, Simon Huber, Lukas Huber, Benedikt Huber, Stefan Meier, Manuel Baumert, Paul Huber und Andreas Hötzelsperger.

 

 



Redaktion

Toni Hötzelsperger

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