Brauchtum

Valleyer Gebirgsschützen in Raubling

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Mit einem eindrucksvollen Ehrensalut und viel bayerischem Schmäh hat die Gebirgsschützenkompanie Valley beim Huberwirt in Raubling offiziell um die Patenschaft bei der GSK Oberer Wasen Raubling gebeten. Die Valleyer sind als 48. und jüngste wiedergegründete Kompanie neu im Bund der Bayerischen Gebirgsschützenkompanien, ein Anlass, der Tradition, Kameradschaft und Humor auf besondere Weise verband.

Bereits um 19 Uhr marschierte die GSK Valley geschlossen in den Biergarten ein. Nach dem Salut ging es gemeinsam in den Saal, wo Hauptmann Robert Oschwald die Gäste begrüßte. Neben zahlreichen Abordnungen benachbarter Kompanien waren auch die Bürgermeister beider Gemeinden, die Geistlichkeit und später Landrat Otto Lederer anwesend. Ehrenhauptmann Willy Schmidt brachte die Vorgeschichte in Versform auf den Punkt: „Vor zwoa Jahr in Raubling hot a Red de Runde gmacht, a neie Kompanie soillt gründt wern.“ Von den ersten Treffen „tief im Woid“ bis zur offiziellen Aufnahme in den Bund sei viel Idealismus gefragt gewesen. Besonders gewürdigt wurde die historische Recherchearbeit von Hubert Dorn.

Dann wurde es ernst, zumindest ein bisschen. Landtagsabgeordneter Sepp Lausch kündigte im Namen der Raublinger an: „Ihr müsst’s erst zeigen, dass ihr Pflicht, Gaudi und Kameradschaft gleichermaßen drauf habt.“ Es folgten Prüfungen zur Bayernhymne, zur Montur und zum Schützenwesen, garniert mit Schnapsrunden bei falschen oder auch richtigen Antworten. Spätestens beim gemeinsamen Singen von „Es muaß a Sonntag g’wesen sein“ war der Saal stimmungsvoll vereint. Auch eine Auslöse durfte nicht fehlen. Gefordert wurden 100 Liter Bier und Brotzeit, heruntergehandelt wurde mit sichtbarer Freude. Am Ende standen sogar 250 Liter im Raum, gestiftet unter anderem von Bürgermeister Bernhard Schäfer, Wirt Thomas Fritsche von der Maxlmühle, Oberjäger Franz Bernlochner und Pater Michael De Koninck.

Nach Beratung der Hauptmannschaft fiel die Entscheidung. „Ihr habt’s euch tapfer g’schlagen“, lautete das Resümee, ehe offiziell verkündet wurde: „Es ist uns eine besondere Ehre, euren Paten zu machen. Auf ewige Treue und Kameradschaft.“  Mit Fahnenneigen, Segnung durch beide Pfarrer und der gemeinsam gesungenen Bayernhymne fand das Patenbitten seinen würdigen Höhepunkt. Die Blaskapelle Helfendorf sorgte anschließend für einen kameradschaftlichen Ausklang.

Fotos: Valleyer Patenbitten in Raubling



Redaktion

Toni Hötzelsperger

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