Wirtschaft

Bayer. Ausbaugewerbe auf Vorjahresniveau

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Im vierten Quartal 2025 zeigt sich ein verhaltenes Bild im bayerischen Ausbaugewerbe. Insgesamt ergeben sich im Vorjahresvergleich für den Freistaat kaum merkliche Veränderungen. Auf Regierungsbezirksebene fallen die Veränderungen größer aus: Auffällige Umsatzrückgänge in Oberfranken und Unterfranken, während die fünf anderen Regierungsbezirke Zuwächse realisieren.

Schweinfurt. Das bayerische Ausbaugewerbe erwirtschaftet im vierten Quartal 2025 einen Umsatz von 4,83 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahresergebnis entspricht das einem leichten Anstieg um 19,12 Millionen Euro beziehungsweise 0,4 Prozent. Befragt werden Betriebe von rechtlichen Einheiten mit 20 oder mehr tätigen Personen. In die aktuelle Erhebung sind 2 008 Ausbaugewerbebetriebe einbezogen und somit 12 Betriebe weniger als im Vorjahresquartal. Der durchschnittliche Umsatz je Betrieb liegt derzeit bei 2,41 Millionen Euro und damit 1,0 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Deutlicher Umsatzrückgang in Oberfranken und Unterfranken
Eine regionale Auswertung auf Ebene der bayerischen Regierungsbezirke zeigt: Mehr als ein Drittel des Umsatzes im Ausbaugewerbe entfällt auf Betriebe mit Sitz in Oberbayern. Die dort ansässigen 664 Unternehmen erzielen gegenüber dem vierten Quartal 2024 ein Umsatzplus von 9,9 Prozent. Auch in Schwaben (+2,6 Prozent), Niederbayern (+3,5 Prozent), der Oberpfalz (+4,3 Prozent) und Mittelfranken (+6,6 Prozent) entwickelt sich das Ausbaugewerbe positiv.

Deutlich rückläufig sind hingegen die ausbaugewerblichen Umsätze in Oberfranken mit einem Minus von 13,8 Prozent und in Unterfranken mit 32,9 Prozent.

Entgelte nominal 2,2 Prozent im Plus
Zum Ende des vierten Quartals 2025 sind in den bayerischen Ausbaugewerbebetrieben insgesamt 87 600 Personen beschäftigt. Von Oktober bis Dezember 2025 erbringen sie zusammen
24,65 Millionen Arbeitsstunden – das entspricht einer leichten Zunahme von 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Entgelte steigen um 2,2 Prozent und summieren sich auf 1,04 Milliarden Euro.

Nach Arbeitsvolumen gehören „Gas-, Wasser-, Heizungs- sowie Lüftungs- und Klimainstallation“ mit 9,17 Millionen Arbeitsstunden sowie die „Elektroinstallation“ mit 8,35 Millionen Arbeitsstunden zu den größten Wirtschaftszweigen des Ausbaugewerbes.

Mehrjährige Entwicklung des Ausbaugewerbes
Ein Blick auf die Entwicklung seit 2021 zeigt ein mittelfristig deutlich wachsendes Ausbaugewerbe: Die Zahl der Betriebe nimmt um 8,8 Prozent zu, gleichzeitig steigt der Personalstand um
9,0 Prozent. Auch das Arbeitsvolumen wächst um 4,2 Prozent.

Besonders stark entwickeln sich (nominal) im vierten Quartal 2025 gegenüber dem vierten Quartal 2021 die Entgelte mit einem Plus um 29 Prozentpunkte und Umsätze um knapp
34 Prozentpunkte (siehe Grafik).



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Toni Hötzelsperger

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