Kultur

Trio Hilaris begeistert in Ainring

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Von Mozart bis Piazzolla – von der Oper über Kammermusik bis zum argentinischen Tango  – Ainring. Zum ersten Konzert im neuen Kulturjahr begrüßte die erste Vorsitzende Erika Emans im Haus der Kultur und stellte die Mitwirkenden des Trio Hilaris vor: Ralf Halk, ehemaliger Vorsitzender des Kulturvereins am Klavier, Sarah Emmert, Violine und Sven Ahnsjö, Violoncello. Im Rottmayr-Saal im Alten Rathaus in Laufen hatten sie dieses Konzert vor vollem Haus bereits mit großem Erfolg aufgeführt.

Passend zu Mozarts 270. Geburtstag Ende Januar begann das abwechslungsreiche Programm mit melodiösen Höhepunkten aus dessen Oper „Die Zauberflöte“ in Klaviertrio-Bearbeitung. Ein Jahr nach Mozarts Tod wurde Gioachino Rossini geboren. Seine Ouvertüre „Der Barbier von Sevilla“ erklang – ebenfalls in Klaviertrio-Bearbeitung – virtuos, mitreißend und elegant. All diese Opernmelodien erweckten Bilder im Kopf und visualisierten die jeweiligen Inhalte.

Original für Kammermusik komponiert waren die folgenden zwei Werke: die Fantasie-Stücke op. 2/1 von Walter Rabl (1873-1940) und das Klaviertrio Nr. 1, op. 49 von Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847). Die Tempoangaben über den fünf Sätzen der Fantasie-Stücke beschreiben charakteristisch den zu interpretierenden Spielmodus. Von „Adagio molto“ über das virtuose „Allegro vivace“ im Dreiviertel-Takt hin zum „Allegro con spirito“, das an eine Mazurka erinnerte, ging es weiter zum „Adagio con espressione“ und zum „Allegro con impeto“ mit punktierten Notenwerten, das einer heftigen Verfolgungsjagd glich.

Mendelssohns bekanntestes Kammermusikwerk, so Sven Ahnsjö in seiner Moderation, sei das Klaviertrio in d-moll. Mit Klangfülle und Feuer interpretierte das Trio den ersten Satz „Allegro energico e con fuoco“. Das ausdrucksstarke „Andante espressivo“ wurde zunächst vom Klavierthema solistisch eingeleitet, das in einer zweistimmigen Episode von Geige und Cello wiederholt wurde, wonach wieder das Klavier die Hauptaufgabe übernahm. Auch das Scherzo wurde vom Klavier solo begonnen und gemeinsam mit den anderen Instrumenten fortgeführt. Das Finale im „Allegro appassionato“ endete mit großem Klang in einer furiosen Coda.

Nach Oper und Kammermusik führte die Zugabe mit „Oblivion“ von Astor Piazzolla (1921-1992) zum argentinischen Tango – leidenschaftlich und melancholisch-ausdrucksstark. Seine Melodie entwickelt sich aus einer langsamen Milonga mit jazzigen Harmonien und wandelte sich im Laufe der Zeit zum klassischen Konzertstück, mit dem das Trio Hilaris wirkungsvoll das Konzert beschloss.

Wie in allen Kompositionen zuvor trug auch hier ihr gemeinsamer Atem die drei Musiker durch das gesamte Werk, in dem sie jeden Ton bewusst setzten und zelebrierten. Bleibt zu hoffen, dass das heitere „Trio Hilaris“ das Publikum im Berchtesgadener Land noch öfter mit seiner Musik erfreut.

Weitere Konzerte des Kulturvereins Ainring:

21.02.26: Konzert mit jungen Menschen

01.03.26: Kinderveranstaltung – eine musikalisch gestaltete Geschichte für Kinder ab 3 Jahren

Bericht und Fotos: Brigitte Janoschka – Musizieren wie aus einem Guss: Sarah Emmert, Violine, Ralf Halk, Klavier und Sven Ahnsjö am Violoncello im Trio Hilaris.

Durften sich über begeisterten Applaus freuen: Sarah Emmert, Ralf Halk und Sven Ahnsjö im Trio Hilaris.

 



Redaktion

Toni Hötzelsperger

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