Land- & Forstwirtschaft

Atzinger Jagdversammlung mit Jagdessen

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Das gute Miteinander von Landwirten, Wald- und Grundbesitzern sowie Jägern ist ein stetes Anliegen bei der Jagdgenossenschaft Prien-Atzing. Sichtbar wird dies traditionell bei der jährlichen Zusammenkunft für seine Mitglieder, die insgesamt rund 600 Hektar jagdbare Fläche haben. Die Jäger wiederum danken bei der Versammlung mit einer Einladung zu einem Jagdessen, beides heuer wieder im Vereinshaus Atzing.  

Themen während des Jahres für Jagdgenossenschaft und Jäger sind unter anderem gemeinsame und auch heuer wieder vorgesehene Waldbegehungen.  Desweiteren gehören die Erfüllung des Abschussplans und die Ergebnisse des Vegetationsgutachtens in guter Abstimmung mit dem Revierförster und mit der Unteren Jagdbehörde zu den Vereinsaufgaben. „Für unsere beiden Jagdbögen haben wir auch heuer wieder zufriedenstellende Ergebnisse erzielt“, so Vorsitzender Albert Niedermayer zusammenfassend. Dieser löste im Vorjahr seinen Vorgänger Hans Rauch ab, der 25 Jahre lang den Vorsitz übernommen hatte. Im Vorjahr kam es auch erstmals zum Vorschlag der Jäger, eine Drohne zur Rehkitzermittlung und zu deren Rettung anzuschaffen. 1.000 Euro gab es von der Jagdgenossenschaft als Starthilfe für das 6.000 Euro teure Gerät. Aufgrund der bewährten Einsätze der Drohne und der stabilen Kassenlage wurde einstimmig für dieses Jahr ein weiterer Zuschuss in Höhe von 500 Euro befürwortet. Zustimmung fanden auch die Berichte von Schriftführer Thomas Mayer aus Munzing und Kassier Franz Zierer aus Siegharting. Dessen Zahlen unter anderem aus dem Verleih des genossenschaftseigenen Holzspalters und des Hochentasters wurden von Willi Feichtner und Konrad Huber geprüft und für gut befunden. Erster Vorstand Albert Niedermayer informierte noch aus der Kreisversammlung zu Verbiß- und Biberschäden sowie zu einem Jagdschein-Angebot des Maschinenrings Rosenheim.

Für die Jägerschaft präsentierte Michael Schlosser neben den Bildern von den Drohneneinsätzen auch über eingefangene Impressionen der Wildkameras. Aufgrund dieser gelang es einen schon länger durch seine hinterlassenen Spuren bekannten Keiler aufzulauern. Das Wildschwein mit einem Lebendgewicht von 150 Kilogramm (aufgebrochen mit einem Gewicht von 120 Kilogramm) konnte im Kirchwald von Michael Schlosser erlegt werden und es war auch Hauptteil des von Metzger Richard Grosse vorzüglich hergerichteten Jagdessens. Die Pächter- und Jägergemeinschaft dankte noch der Bäuerin Maria Riepertinger für das Zustandekommen von zwei Schulklassen, die sich Wald-Aufgaben stellten und es wurde noch bekanntgegeben, dass für die Waldbesitzer wieder Verbißmittel zur Verfügung stehen. Zum Erlegen der Wildsau, die während des Sommers immer wieder im Revier auftauchte, sagte Schlosser: „Zuletzt war es vor 15 Jahren, dass wir eine Wildsau erwischten, mein Onkel Leopold, der mit inzwischen 91 Jahren immer noch aktiv in der Jagd mithilft, hatte schon 1948 in der Anzwies einen erfolgreichen Abschuss“.

Grußworte von Pfarrer und Bürgermeister

Zu den Gästen der Atzinger Jagdversammlung gehörte auch Priens Pfarrer Philipp Werner als Waldbesitzer aufgrund einer früheren Stiftung, bei seinem Grußwort sagte er: „Die Teilnahme an einem Jagdessen ist für mich eine neue Erfahrung, den Kirchwald schätze ich inzwischen als ein besonders schönes Stück Erde“. Einen Dank für die Einladung und für das gute Essen sprach namens der Gemeinde Prien dessen Dritten Bürgermeister Martin Aufenanger aus. Auch Anton Stein, als Vertreter der Kirchenverwaltung und Beauftragter für den Kirchwald dankte für das gute Einvernehmen mit Waldbesitzern und Jägern. Ein abschließender Dank galt den Jägersfrauen, die für die Bewirtung sowie für Kaffee und Kuchen sorgten.

 Fotos: Hötzelsperger  –  Eindrücke von der Jagdversammlung in Atzing, u.a. mit Impressionen von den Wildkameras



Redaktion

Toni Hötzelsperger

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