Bierabsatz in Deutschland und Bayern rückläufig
Aiwanger: “Das Brauwesen hat in Bayern Tradition. Wir unterstützen die bayerischen Brauereien bei ihren Transformationsbemühungen und bieten zahlreiche Hilfsangebote”
Bayern hat mit fast 600 Braustätten unangefochten die meisten Brauereien in Deutschland. Doch die Branche steht unter Druck. Der Absatz von Bier ist seit dreißig Jahren deutschlandweit stetig rückläufig. So meldete der Bayerische Brauerbund am Donnerstag bei seiner Jahrespressekonferenz einen bundesweiten Rückgang des Bierabsatzes im vergangenen Jahr um rund 6 Prozent, in Bayern konnte man diesem Trend mit einem geringeren Rückgang von 5,4 Prozent zumindest etwas trotzen.
Dazu Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Das Brauwesen hat in Bayern Tradition. Seit Jahrhunderten wird hier Bier gebraut, wovon auch die lokale Wertschöpfung profitiert. Doch veränderte Konsumgewohnheiten, der demografische Wandel, aber auch der Preisdruck durch den Handel und die kriselnde Gastronomie setzen den Brauereien zu. Umso wichtiger ist es für die Branche, ihr Sortiment durch neue Produktentwicklungen zu erweitern, auf die immer beliebter werdenden alkoholfreien Getränke zu setzen und den Export stärker in den Fokus zu nehmen. Die EU schützt die geografische Herkunftsangabe ,Bayerisches Bier‘. Das hilft Bayern bei der Positionierung auf den ausländischen Absatzmärkten. Wir unterstützen die Brauereien bei ihren Transformationsbemühungen und bieten zahlreiche Hilfsangebote – damit diese jahrhundertealte Branche in Bayern weiter Zukunft hat.“
Das bayerische Wirtschaftsministerium bietet Brauereien verschiedene Unterstützungsangebote und Fördermöglichkeiten:
- Investitionen in Entalkoholisierungsanlagen können grundsätzlich durch die Bayerische Regionalförderung gefördert werden, abhängig von Unternehmensgröße und Investitionsstandort.
- Das Sonderprogramm „Energieeffizienz und Erneuerbare Energien in Unternehmen“ fördert Investitionsvorhaben insbesondere von kleinen und mittleren Unternehmen in die energetische Transformation.
- Für die Steigerung des Exports durch Erschließung neuer Absatzmärkte bietet das Wirtschaftsministerium etwa durch sein außenwirtschaftliches Angebot viele Möglichkeiten. Bayerischer Bierexport ist nach wie vor Erfolg versprechend: Der Exportpreis Bayern 2025 in der Kategorie „Genussland“ ging an einen bayerischen Brauerei-Gasthof aus Oberfranken.
Bericht: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie / Archiv-Foto: Hötzelsperger




