Tourismus

Tourismus bleibt Wirtschaftsmotor in Niederbayern

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Aktuell aus der Kabinettssitzung der Bayerischen Staatsregierung: Tourismus bleibt zentraler Wirtschaftsmotor in Niederbayern / Gesundheitstourismus und Thermenland als starke Säulen / Freistaat investiert gezielt in Infrastruktur, Nachhaltigkeit und Digitalisierung / Positive Impulse durch Förderprogramme und grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Der Tourismus ist auch in Niederbayern ein zentraler Wirtschaftsfaktor und leistet einen wesentlichen Beitrag zu Wertschöpfung, zu Beschäftigung und zur regionalen Entwicklung. Im Jahr 2024 erzielte die Branche einen Bruttoumsatz von rund 3,15 Mrd. Euro und eine Netto-Wertschöpfung von 1,55 Mrd. Euro. Neben dem Übernachtungstourismus tragen insbesondere rund 41 Mio. Tagesreisen maßgeblich zur wirtschaftlichen Bedeutung der Branche bei. Niederbayern profitiert von seiner landschaftlichen Vielfalt, attraktiven Städten und einer starken kulturellen Identität. Der Bayerische Wald, das Donautal wie auch das Bayerische Thermenland zählen zu den wichtigsten touristischen Regionen. Trotz leicht rückläufiger Übernachtungszahlen im Jahr 2024 zeigt die Entwicklung 2025 wieder nach oben, insbesondere im Bayerischen Wald. Die Region weist zudem mit 3,6 Tagen (im Jahr 2024) die höchste durchschnittliche Aufenthaltsdauer aller bayerischen Regierungsbezirke auf.

Eine der tragenden Säulen ist der Gesundheitstourismus. Die fünf Kur- und Heilbäder im Bayerischen Thermenland vereinen rund ein Viertel aller Ankünfte und mehr als ein Drittel der Übernachtungen in Niederbayern. Gleichzeitig stehen die Kurorte vor großen Investitionsherausforderungen, insbesondere beim Instandhalten und beim energetischen Sanieren. Ziel bleibt das langfristige Sichern leistungsfähiger, öffentlicher Gesundheitsangebote.

Die Bayerische Staatsregierung unterstützt die touristische Entwicklung in Niederbayern mit einer Vielzahl an Förderprogrammen: Seit 2015 wurden allein über die RÖFE rund 16,6 Mio. Euro bewilligt, ergänzt durch LEADER-, EFRE- und Seilbahnförderung. Weitere Schwerpunkte liegen auf Digitalisierung, nachhaltiger Tourismusentwicklung, Tourismusforschung sowie der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit Tschechien und Österreich. Damit stärkt Bayern die Wettbewerbsfähigkeit des Tourismusstandorts Niederbayern nachhaltig.

Bericht: Bayerische Staatskanzlei – Archiv-Foto: Bad Birnbach, das Ländliche Bad 

 


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

Beiträge und Fotos sind urheberrechtlich geschützt!