Forschungsprojekt zu sozialem Miteinander an der Technischen Hochschule Rosenheim gestartet
Wie ist es um das Gemeinschaftsgefühl an der TH Rosenheim bestellt und was lässt sich eventuell verbessern? Diese Frage steht als Überschrift über dem Forschungsprojekt „Bridges4RO“, das an der Hochschule gestartet ist. Mit diesem wird in den kommenden Jahren vor allem das studentische Miteinander untersucht, aber auch die Beschäftigten sind im Blickfeld der Forschenden.
Das soziale Miteinander an einer Hochschule spielt eine zentrale Rolle für das Wohlbefinden und den Studienerfolg der Studentinnen und Studenten. Ein unterstützendes, wertschätzendes Umfeld fördert den Austausch von Wissen, motiviert zum Lernen und hilft dabei, Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen. Freundschaften, Lerngruppen und ein offener Dialog schaffen Zugehörigkeit und stärken die persönliche Entwicklung. „Besonders für internationale Studierende ist ein starkes soziales Netzwerk von großer Bedeutung. Sie stehen oft vor zusätzlichen Herausforderungen wie Sprachbarrieren, kulturellen Unterschieden oder der räumlichen Distanz zur Familie. Eine inklusive Hochschulkultur, die Begegnungen erleichtert und interkulturellen Austausch fördert, kann diesen Studierenden helfen, sich schneller einzuleben und Vertrauen aufzubauen“, sagt Projektleiterin Dr. Ulrike Fettke.
Drei Aktionsfelder im Mittelpunkt
Das Projekt Bridges4RO konzentriert sich auf drei wesentliche Aktionsfelder: Zum einen wird untersucht, wie sich der Zugang zur Hochschulgemeinschaft für neue Studierende gestaltet. „Wünschenswert ist, dass sie sich nicht ausschließlich mit Leuten umgeben, die sie vielleicht schon kennen oder im selben Studiengang eingeschrieben sind“, so Fettke. Zum anderen geht es um eine lebendige Partizipationskultur, also die Teilnahme an Angeboten und Aktionen, die das Miteinander fördern. „Hier sehen wir uns an, was sich die Studierenden wünschen und wie die vorhandenen Möglichkeiten genutzt werden“, ergänzt Projektkoordinatorin Denise Leonhardt. In diesem Zusammenhang betrachte man auch die Angebote für die Beschäftigten der Hochschule. Des Weiteren untersucht das Forscherteam die Bildungsgüte an der TH Rosenheim. Dabei stehen insbesondere neuartige Lehr- und Lernformate im Fokus.
Angelegt ist das Forschungsprojekt zunächst bis ins Jahr 2029, danach ist eine Verlängerung um zwei Jahre möglich. Die Stiftung für Innovation in der Hochschullehre stellt bis zu 4,86 Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld wird in erster Linie für zusätzliche Stellen im Zentrum für Forschung, Entwicklung und Transfer Stellen verwendet. Seitens der Hochschulleitung verantwortet Vizepräsidentin Professorin Dr. Sabine Ittlinger das Projekt.
Bericht: Technische Hochschule Rosenheim
Bildnachweis: Max Baudrexl




