Tourismus

Bayern begrüßt Nationale Tourismusstrategie

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Das Bundeskabinett hat heute die neue Nationale Tourismusstrategie (NTS) verabschiedet. Die Bayerische Tourismusministerin Michaela Kaniber begrüßt das Papier ausdrücklich und dankt insbesondere der Bundeswirtschaftsministerin für die schnelle Umsetzung und die klare inhaltliche Ausrichtung der Strategie: „Bundesministerin Katherina Reiche hat in kurzer Zeit geliefert. Die neue Nationale Tourismusstrategie trägt die klare Handschrift der Union und setzt die richtigen Prioritäten für die Branche.“

Aus Sicht Kanibers greift die Strategie zentrale Impulse auf, die Bayern in die Koalitionsverhandlungen eingebracht hat. Dazu zählen u. a. Bürokratieabbau, steuerliche Entlastungen, die Flexibilisierung der Arbeitszeit und die konsequente Rückbesinnung auf die Wettbewerbsfähigkeit des Tourismus. „Diesen entscheidenden Punkte hat Bayern mit Nachdruck eingefordert – und genau diese Punkte finden sich nun in der neuen Strategie wieder“, betont Kaniber.

Für Kaniber ist die neue Strategie ein entscheidender Kurswechsel, der konkrete positive Veränderungen in der Branche anstoßen wird: „Es ist ein wichtiges Zeichen, dass der Bund die wirtschaftliche Realität der Tourismusbranche wieder stärker in den Blick nimmt. Weniger Bürokratie wird die Betriebe spürbar entlasten und Freiräume für unternehmerisches Handeln schaffen. Steuerliche Erleichterungen stärken die Investitionskraft, während Digitalisierung und Innovation helfen, Prozesse effizienter zu gestalten und neue Angebote zu entwickeln. Das alles zahlt direkt auf die Wettbewerbsfähigkeit ein – und damit auf einen starken, modernen Tourismusstandort Deutschland.“

Ein weiterer wichtiger Schritt sei die enge Verzahnung der nationalen Tourismuspolitik mit den Zielen und Instrumenten der EU sowie die stärkere Vernetzung der Akteure auf allen politischen Ebenen. Dies zeige, dass der Bund die komplexen und vielschichtigen Herausforderungen des Tourismus nicht isoliert, sondern in ihrer gesamten Breite angehen wolle. Die Ministerin verweist zugleich kritisch auf die Tourismuspolitik der vergangenen Jahre. Die Ampel-Koalition habe den Fokus stark auf Umwelt- und Klimafragen gelegt. „Umwelt- und Klimaschutz sind wichtig – daran gibt es keinen Zweifel“, so Kaniber. „Aber ohne eine gleichzeitige Stärkung der wirtschaftlichen Tragfähigkeit können wir unsere Tourismusbranche nicht dauerhaft sichern.“

Bayern bekenne sich ausdrücklich zu einem ökologisch nachhaltigen Tourismus. Die Naturlandschaften, die Alpen und die Seen seien ein zentraler Bestandteil der Identität und Attraktivität des Freistaats. Gleichzeitig gelte jedoch: „Ohne wirtschaftlich gesunde Betriebe, ohne Beschäftigung und ohne Investitionsfähigkeit könne Tourismus weder ökologisch nachhaltig sein noch einen Mehrwert für die einheimische Bevölkerung schaffen“, so Kaniber.

Bericht und Foto: Bay. Landwirtschafts- und Tourismusministerium / Franz Stangl, StMELF – Archiv-Foto zeigt Tourismusministerin Kaniber in einem bayerischen Gastronomiebetrieb  


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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