Natur & Umwelt

Bayerns beste Grüne-Berufe-Absolventen

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Klimawandel, Erhalt der Biodiversität oder das Sichern der Ernährungssouveränität – das sind nur ein paar der Herausforderungen, mit denen die Agrar-, Forst- und Gartenbaubranche tagtäglich konfrontiert ist. Deswegen sorgt der Freistaat für eine profunde Aus- und Fortbildung im Agrarbereich, die die aktuellen An- und Herausforderungen im Fokus hat. Das dient auch der Ernährungssicherheit und -souveränität und ist genauso wichtig, wie die innere und äußere Sicherheit des Landes.

In Vertretung der Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hat Amtschef Hubert Bittlmayer nun die 30 besten bayerischen Absolventinnen und Absolventen „Grüner Berufe“ in München getroffen und sich mit ihnen über Bildung, politische Themen und vielerlei Herausforderungen der Nachwuchskräfte in den „Grünen Berufen“ ausgetauscht.

Vorab hat Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber in einer schriftlichen Mitteilung erklärt: „Die Landwirtschaft wie auch die gesamte Lebensmittelerzeugung und -verarbeitung stehen vor gewaltigen Umbrüchen: Denn der Klimawandel macht uns zu schaffen und die Märkte sind hart umkämpft.  Aber genau deshalb brauchen wir die junge Generation, die anpackt, anstatt zu jammern. Bayern braucht mutige Unternehmerinnen und Unternehmer, Führungskräfte und Fachkräfte in allen Sparten der Agrarwirtschaft! Eben Menschen wie die 30 Top-Absolventen, die aus besonderem Holz geschnitzt sind.“ Und weiter betonte die Ministerin: „Eine bestmögliche Aus- und Fortbildung ist immer noch die wichtigste Voraussetzung für gute Zukunftsperspektiven! Zudem setze ich mich mit meiner ganzen Kraft weiterhin dafür ein, dass die gesamte Branche die Anerkennung und Wertschätzung erfährt, die ihr zusteht.“

Seit 2020 lädt das Landwirtschaftsministerium fünf Prozent der besten Absolventinnen und Absolventen aus dem Agrarbereich nach München ins Ministerium zur Diskussionsrunde ein. In diesem Jahr befanden sich unter den 30 jungen Gästen allein neunzehn aus den Berufen Landwirtschaftsmeister, Agrarbetriebswirt bzw. Techniker für Landwirtschaft. Außerdem anwesend: Forstwirtschaftsmeister, Molkereimeister, Milchwirtschaftliche Labormeister, Tierwirtschaftsmeister, Bachelor Professional in Landwirtschaftlichem Rechnungswesen und Steuern bzw. Fachagrarwirt Sportplatzpflege, Techniker für Weinbau und Önologie, sowie Geprüfte Natur- und Landschaftspfleger.

Ausbildungen im Agrarbereich sind gefragt: Im vergangenen Herbst haben etwa 2.100 junge Menschen (2.093 Stand 31.12.2025) eine betriebliche Ausbildung begonnen. Damit ist die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge zum dritten Mal in Folge leichtgestiegen: im Herbst 2023 hatten 2.021 Personen eine Ausbildung im Agrarbereich begonnen, im Herbst 2024 waren es 2.044. Von den insgesamt rund 5.000 Auszubildenden (4.816 Stand 31.12.2025), die derzeit in Bayern einen „Grünen Beruf“ erlernen, durchlaufen 1.414 eine betriebliche Ausbildung zum Landwirt, 1.842 zum Gärtner. Im vergangenen Dezember hat das Landwirtschaftsministerium eine Nachwuchswerbekampagne mit dem Slogan „Die Unersetzlichen – Berufe, die bleiben. Menschen, die zählen“ gestartet.  Das soll unterstreicht, dass Grünen Berufe auch in Zeiten von Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz und Automatisierung unverzichtbar sind. Alles in allem zielt die Image- und Berufswerbekampagne darauf ab, die Wahrnehmung der genannten Berufsgruppen in der Öffentlichkeit zu steigern, aber auch für ausreichend Fachkräfte in der grünen Zukunftsbranche sorgen

Um junge Menschen dazu zu motivieren, einen Meisterabschluss anzustreben und ihr berufliches Fortkommen zu fördern, zeichnet die Staatsregierung seit 1995 besonders erfolgreiche Absolventen mit dem Meisterpreis aus. Im Jahr 2025 wurden rund 2,27 Millionen Euro als Meisterbonus für die erfolgreichen Fortbildungsabsolventen aus Bayern ausgezahlt. Bayern zahlt als eines der wenigen Bundesländer einen erhöhten Meisterbonus und investieren jährlich ca. 30 Millionen Euro zusätzlich. „Qualifizierte Fachkräfte sind der Dreh- und Angelpunkt für die Zukunftsfähigkeit unserer Betriebe und entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandorts“ so die Ministerin in ihrerf schriftlichen Mitteilung. „Selbstverständlich drückt die Staatsregierung damit aber auch die Wertschätzung für die gesamte Branche aus.“

Bericht und Foto: Bayerisches Landwirtschaftsminiserium / Kerstin Ziegltrum/StMELF –  Foto zeigt Amtschef Hubert Bittlmayer gemeinsam mit den bayerischen Top-Absolventinnen und -Absolventen der „Grünen Berufe“. 

 

 

 


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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