„Die Arbeit unserer Bäuerinnen und Bauern hat unsere Kulturlandschaft geprägt und wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen geschaffen. Nur im echten Austausch auf Augenhöhe ist eine Weiterentwicklung möglich.“ Zu dieser Feststellung kam Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber bei der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL) in Laufen. Im Mittelpunkt stand ein Austausch mit der neuen Direktorin Dr. Barbara Stammel über die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Naturschutz. Dr. Stammel leitet die Akademie seit letztem Oktober.
Die Akademie ist seit ihrer Gründung im Jahr 1976 eine zentrale Einrichtung für Naturschutzforschung, Wissenstransfer und Fortbildung in Bayern. Jährlich vermitteln mehr als 150 Veranstaltungen Wissen zu Naturschutz, Ökologie, Planung und Recht. Damit bietet die Naturschutzakademie eine Plattform für Fachleute und Praktiker aus Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Naturschutz und Verwaltung. Dr. Stammel hob hervor: „Die ANL als Brückenbauer trägt zum gegenseitigen Verständnis und Wissensaufbau bei. Nur gemeinsam können wir praxistaugliche, naturverträgliche Lösungen entwickeln.“
„Wenn Landwirtschaft und Naturschutz gemeinsam nach Lösungen suchen, entsteht Wissen, das in der Praxis trägt – für die Betriebe, für die Natur und für den ländlichen Raum“, betonte die Ministerin. Die Akademie arbeitet seit vielen Jahren eng mit dem Ressort des Landwirtschaftsministeriums zusammen, unter anderem mit der Landesanstalt für Landwirtschaft, der Staatlichen Führungsakademie für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, den Ämtern für Ländliche Entwicklung und den Landwirtschaftsämtern. Aktuelle Beispiele für diese erfolgreiche Kooperation sind das Informationsblatt und der Leitfaden zu Mähwiesen in Natura-2000-Gebieten, die die Akademie und die Landesanstalt für Landwirtschaft gemeinsam erarbeitet haben. Großen Anklang findet derzeit die neue Fortbildungsreihe „Landwirtschaft für Naturschützer – für einen Dialog auf Augenhöhe“.
„Unsere Akademie trägt seit Jahren und insbesondere mit dieser Fortbildungsreihe dazu bei, die Naturschutzakteure für die Rahmenbedingungen der Landwirtinnen und Landwirte zu sensibilisieren und die landwirtschaftliche Sicht einzunehmen. Wir bieten unsere Erfahrung für weitere Veranstaltungen mit der Land- und Forstwirtschaft“, betonte Dr. Stammel.
Für Kaniber hat die Zusammenarbeit für die Landwirtschaft eine große Bedeutung: „Unsere bäuerlichen Familien leisten jeden Tag einen großen Beitrag zum Umwelt- und Naturschutz – weit über Förderprogramme hinaus. Diesen Weg gehen wir konsequent weiter.“ Die Bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege feiert im Jahr 2026 ihr 50-jähriges Bestehen. Das Jubiläumswochenende findet vom 24. bis 25. Juli statt. Für Ministerin Kaniber ist das Anlass, die Kooperation weiter zu vertiefen: „Der Besuch hat eindrucksvoll gezeigt, wie wertvoll dieses Miteinander ist. Dafür danke ich allen Beteiligten von Herzen.“
Das Foto zeigt Staatsministerin Michaela Kaniber gemeinsam mit Dr. Barbara Stammel, Direktorin der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege.
Bericht: Bayerisches Landwirtschaftsministerium (StMELF) – Foto: Benedikt Decker/StMELF




