Freundschaftliche Verbundenheit mit den Schiffkameraden prägten den diesjährigen 404. Jahrtag der Schiffleutbruderschaft Neubeuern. Der Gottesdienst zu Jahrtagsbeginn bezeugt auch die innere Verbundenheit zu den Verstorbenen des Vereins und zu den vielen Opfer der gefährliche Arbeit der Innschiffer in vergangen Jahren.
In Erinnerung gerufen wurden die Todesfälle der letzten 10 Jahre. Die Taufe Johannes war das Kernthema der christlichen Worte von Pfarrer Christoph Rudolph. Er setzte sie in Bezug zur Schiffleutarbeit. Der Kirchenchor –geleitet von Pia Hausner – sang die Alpenländische Messe von Lorenz Maierhofer, was mit Beifall bedacht wurde. Dass die Schiffleut eine verbundene Einheit sind wird belegt durch den Besuch der Kameraden aus Nußdorf/Inn mit Johann Dettenddorfer und Hans Sattlberger vom Samerberg, wowie weiteren Freunden aus Kiefersfelden und Wasserburg. Die fachliche Vertretung, der Bezug zu früher und heute wurde mit Dr. Tobias Hafner vom Wasssewirtschaftsamt belegt. Er informierte über die anstehenden Bestrebungen zum 40 jährigen Bestehen des Innmuseum.
Den Kinderschuhen entwachsen gilt nun den Blick auf Zukünftiges zu richten, so der Amtsvertreter. Vorbereitende Arbeiten und Gespräche mit den Verantwortlichen aus den Schiffleutvereinen sind bereits getätig. Ein buntes Rahmenprogramm in und um das Musem sollen die Begeisterung wecken. Juliane Tiefenmooser belegte ihren umfangreichen Dank mit Zahlen und Fakten. Hervorgehoben dabei die Festlichkeiten zum 25 jährigen Wiedergründungsfest in Wasserburg und dem beeindruckenden Fest in Haus bei den Nußdorfer Schiffleuten. Tradition und Feiern gehören bei uns zusammen – stellte sie zufrieden fest. Dies belegte auch das heimische Fest rund um die “Plätten” in Altenmarkt. 250 Gäste fanden sich zu Messe, Geselligkeit und zielsicherem Spiel-Plättenschießen- zusammen. Viel Eigenleistung steckten dahinter, so Kassier Georg Wachinger in der Bilanz, mit einem Überschuß von knapp 400 €.
Wir dürfen zufrieden sein mit Zusammenarbeit und Hilfe und hoffen bei nächstenmal auf weitere breite Unterstützung. Die Maiandacht, ein Vortrag in der Wachinger-Mühle über Heilige und die dazugehörigen Geschichte vom ehemaligen Stadtpfarrer Zach informierten Mitglieder und Gäste. Im Ferienprogramm führten Monika Heibl und Georg Wachinger die Kinder zu den Spuren der Innschifffahrt. So kann man die geschichtsreiche Vergangenheit vermitteln. Vorbereitende Termine bestimmten den Jahrslauf, der mit einem Rotrateamt und anschließender Geselligkeit das Jahr beendete. Über eine sorgenfreie Schiffkasse gab Kassier Georg Wachinger Einblick. Eine interne Abstimmung ging dem Kassenprüfungsbericht vorran, der dann von Georg Spatzier vorgetragen wurde. Die Entlastung der Vorstandschaft war einstimmig. Für die Nachwelt wichtig und bedeutungsvoll die Aufzeichnungen zum Vereinsjahr. Dies vollzog Vroni Spatzier mit einem umfangreiche Protokolbericht, bedacht mit dankendem Beifall. Erinnert wurden an 12 Todesfälle die es zu begleiten galt, darunter auch Pfarrer Josef Reuder. Das Steuer fest in der Hand führte Vorstand Juliane Tiefenmooser sicher durch den Tag. Ihre Freude, neun neue Mitglieder fanden den Weg zum Verein, wurde von ihr mit nötigen Legetimität ausgezeichnet. Dem traditionellem Angelusgebet mit Pfarrer Christoph Rudolph und dem Essen, folgte die einfühlsame Lesung von Horst Barnickel. Er zitierte aus dem Buch “Inn herrlich strömendes grünblaues Band” aus dem Rosenheimer Verlagshaus. Darin beschrieben der Bericht eines Schiffjungen über eine Nau-und Hohenaufahrt von 1852. Auf Inn und Donau bis nach Linz. Eine Reisebeschreibung aus früheren Tagen mit Arbeitsaufwand, Verkostung, Gebet und Unterkünften. So konnte man sich ein Bild machen, vom damaligen Leben auf dem Wasser. In dieser Arbeitsbeschreibung sind überlieferte Hausnamen und Bezeichnungen aufgeführt, die heute noch Bestand haben. So erwähnt der “Peter-Schmied” in Altenbeuern. Der 14 jährige “Schiffbua” von 1852 war ein gewisser Wolfgang Dettendorfer, vom Sieglhof in Überfilzen, Gemeinde Nußdorf. Ein Nachkomme des Schiffbuam ist nun Mitglied im Nußdofer Schiffleutverein, war Teilnehmer und Gast beim Neubeurer Jahrtag. Die “Fünferlei” Musikanten begleiteten einen gesellig verbundenen Jahrtag beim Ellmaier in Altenbeuern. Am kommenden Sonntag trift man sich, sicher wieder beim Jahrtag der Nußdorfer Schiffleut, zu dem eingeladen wurde.
Bericht und Bilder: Thomas Schwitteck
Die Foto zeigen Nr 46 in die Schiffkasse wird noch bar bezahlt, den sozialverträglicher Beitrag- 1E- stocken viele Kameraden auf, füllen so die Vereinskasse
Nr 50 Kassier Georg Wachinger und Vorstand Juliane Tiefenmooser
Nr 53 neue Mitglieder fand der Verein- 3.v.l. Vorstand Juliane Tiefenmooser-rechts Kassier Georg Wachinger
Nr 12 Drei Generationen Schiffleut- vor dem Kirchgang










