Mit einem zentralen ökumenischen Gottesdienst begehen Christinnen und Christen am Mittwoch, 21. Januar, um 19 Uhr im Münchner Liebfrauendom die Gebetswoche für die Einheit der Christen. Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, feiert den Gottesdienst gemeinsam mit Landesbischof Christian Kopp, Bischof Serovpé Isakhanyan von der Armenisch-Apostolischen Kirche in Deutschland sowie Vertreterinnen und Vertretern der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Bayern.
Die Predigt hält Landesbischof Kopp. Die gemeinsame Feier steht unter dem Zeichen der Hoffnung, wie Kardinal Marx und Landesbischof Kopp betonen: „Gottes Licht macht das Leben hoffnungsvoll – christliche Einheit gibt Halt in unsicheren Zeiten. Sie wächst dort, wo Christinnen und Christen einander zuhören, Unterschiede aushalten und gemeinsam Verantwortung für Mitmenschen und Gesellschaft übernehmen.“ Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst vom renommierten Geghard Vocal Ensemble aus Armenien. Der Gottesdienst wird unter www.erzbistum-muenchen.de/stream live im Internet übertragen.
Die Texte für die Gebetswoche unter dem Leitwort „Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung in eurer Berufung» (Eph 4,4) wurden in diesem Jahr in Armenien erarbeitet, der Gottesdienst im Münchner Dom steht unter dem Motto „Licht vom Licht als Licht“. Die Materialien stützen sich auf jahrhundertealte Traditionen des Gebets und der Bitten des armenischen Volkes sowie auf Hymnen, die ihren Ursprung in den alten Klöstern und Kirchen des Landes haben, die zum Teil bis ins vierte Jahrhundert zurückreichen. Die Gebetswoche für die Einheit der Christen 2026 lädt dazu ein, aus diesem gemeinsamen christlichen Erbe zu schöpfen und die weltweite Gemeinschaft in Christus zu vertiefen. In einer Welt mit unterschiedlichen und oft getrennten Traditionen und Ausdrucksformen des christlichen Glaubens soll das Leitwort daran erinnern, heißt es in den Materialien zur Gebetswoche, dass alle Gläubigen Glieder des „einen Leibes“ Christi seien. Bei dieser Einheit gehe es um ein gemeinsames Bekenntnis zu den zentralen Wahrheiten des christlichen Glaubens, als kraftvolles Zeugnis für die verwandelnde Kraft des Heiligen Geistes, wenn Christen unterschiedlicher Herkunft mit einem gemeinsamen Ziel und einer gemeinsamen Vision authentisch und aufrichtig zusammenkommen.
Die Gebetswoche begehen Christinnen und Christen aller Konfessionen weltweit seit 1908 mit zahlreichen Gottesdiensten vom 18. bis 25. Januar zwischen den Gedenktagen zum Bekenntnis des Apostels Petrus und zur Bekehrung des Apostels Paulus. Der Päpstliche Rat zur Förderung der Einheit der Christen und der Ökumenische Rat der Kirchen verantworten die Gebetswoche gemeinsam, wobei in jedem Jahr eine ökumenische Gruppe aus einem anderen Land die Vorbereitung übernimmt. In Deutschland wird die Gebetswoche von der ACK getragen. (hor/cb)
Bericht: Erzbischöfliches Ordinariat – Foto: Hötzelsperger




