Reit im Winkl – Eine große Trauergemeinde nahm Abschied von dem im Alter von 87 Jahren verstorbenen Herbert Steinbeißer. Er habe sich aktiv eingebracht in das Geschehen der Pfarrei, unter anderem auch als ehemaliges Mitglied im Pfarrgemeinderat, erwähnte Pfarrer Martin Straßer beim Requiem in der Pfarrkirche. Musikalisch umrahmt wurde es vom Kirchenchor Reit im Winkl und vom Kirabiche Viergsang aus Ruhpolding.
Der feste Anker im Leben des Verstorbenen sei seine Familie mit den drei Töchtern, sechs Enkel und fünf Urenkel gewesen, sagte Patoralreferent Robert Hintereder, der die Traueransprache hielt. Sein Leben sei von einem großen Gemeinschaftssinn geprägt gewesen. Dies habe er besonders bei seiner großen Leidenschaft, dem Wintersport, praktiziert, sei es als erfolgreicher Skilangläufer oder als ehrenamtlicher Helfer.
Dies bestätigte bei der Urnenbeisetzung im Friedhof Hermann Feil, der Vorsitzende des Skiclubs Ruhpolding, wo Herbert Steinbeißer vor seinem Umzug nach Reit im Winkl gelebt hatte. Große Erfolg habe er im Langlauf erzielt, unter anderem auch einige deutsche Meistertitel mit der Staffel des Bayerischen Skiverbands und des SC Ruhpolding. 1964 und 1968 sei er Teilnehmer bei den Olympischen Spielen in Innsbruck und in Grenoble gewesen.Auch nach Beendigung seiner sportlichen Karriere habe er einen großen Einsatz in den Anfangsjahren des Biathlon-Weltcups in Ruhpolding gezeigt, als er sich um die Strecken gekümmert habe und er als ein „Mann der ersten Stunde“ bezeichnet werden könne.
Bericht: Sepp Hauser – Sterbefoto Herbert Steinbeißer




